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05.10.2018 / 10:47 / Petra Gangl

Hochbegabte Kinder an der Uni

- so erkennt man mögliches Potenzial

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Wäre es nicht fantastisch, wenn der eigene Nachwuchs ein echtes Wunderkind wäre? Von einem solchen Szenario träumen wohl die meisten Eltern. Und immerhin rund 300.000 Kinder gelten nach aktuellen Angaben in der Bundesrepublik als hochbegabt.

Bisher ist über Wunderkinder noch wenig bekannt. Experten stimmen zu, dass hochbegabte Kinder in der Mehrheit der Fälle keine Genies sind. Vielmehr kommt die Hochbegabung durch eine passende Gelegenheit, sowie dem richtigen Zusammenspiel von Talent und Fleiß zum Vorschein.

Hochbegabte gehen mit immer jüngeren Jahren zur Uni

Immer öfter kann man Nachrichten verfolgen, wie von Wunderkindern berichtet wird, die ihren Schulabschluss und teils sogar Universitätsabschluss mit ihren jungen Jahren erfolgreich absolvieren. Das junge Talent will selbstverständlich gefördert werden – dafür sorgen vor allem die stolzen Eltern.

Die kleinen Genies schaffen ihren Schulabschluss meist recht schnell, sprinten dann mit Bravour durch die Uni und finden sich dann mit ihren jungen Jahren schon im Berufsleben wieder. Dort geht es mit den Hochleistungen weiter – die jungen Hochbegabten gründen nicht selten eine Firma, verfassen Bestseller-Bücher und entwickeln neue Innovationen, die die Welt verändern.

Wenn Kinder eine überdurchschnittlich hohe Intelligenz aufweisen, dann kann dies jedoch auch Probleme mit sich bringen, vor allem, wenn diese nicht gut genug oder nicht richtig weiterentwickelt wird. Man stellt sich einmal vor, wie das Wunderkind gemeinsam mit anderen, viel älteren Mitstudenten in Vorlesungen sitzt. So fühlen sich Hochbegabte nicht selten unverstanden und als Außenseiter.

So erkennt man Wunderkinder

Eine Hochbegabung von Menschen bezieht sich im Normalfall auf die kognitive Leistungsfähigkeit einer Person. So kann das Wunderkind bereits im frühen Alter besser und schneller denken. Gemessen wird dies am Intelligenzquotienten (IQ). Bei diesem gilt ein Wert von 100 als Durchschnitt. Nur 2 Prozent aller Menschen – den Hochbegabten – weisen einen IQ von 130 auf. Dabei ist die Einschätzung der Intelligenz umso schwieriger, je jünger eine Person ist. Im Allgemeinen sind sich Experten einig, dass eine Hochbegabung bei einem Kind erst ab dem sechsten Lebensjahr erkannt werden kann. Eltern erkennen die ersten Anzeichen einer möglichen Hochbegabung dabei oft an der Kreativität und den Problemlösungsansätzen des Kindes. Auch ein ungewöhnlich weit entwickelter Wortschatz kann auf eine Hochbegabung hindeuten.

Genetische Einflüsse und Umwelteinflüsse spielen eine Rolle

Noch ist nicht gänzlich geklärt, welche Faktoren eine mögliche Hochbegabung unterstützen. Bekannt ist jedoch, dass die Kombination von genetischer Veranlagung, Intelligenz und sozialem Umfeld eine Rolle in der Entwicklung der Begabung spielen. Außerdem zeigen neue Studien, dass das Wachstumshormon IGF-1 an der Potenzialentwicklung eines Wunderkindes beteiligt ist. So wurde herausgefunden, dass vor allem ältere Mütter einen hohen IGF-1-Spiegel aufweisen. Diese Erkenntnisse gehen einher mit dem bereits bekannten Wissen, dass Kinder von älteren Müttern im Durchschnitt intelligenter sind.

Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass die Menschheit noch sehr wenig über Wunderkinder weiß – weder wie sie ticken, noch wie man sie genau erkennen kann. Fakt ist, dass, insofern ein Potential für eine mögliche Hochbegabung vermutet wird, diese möglichst frühzeitig gefördert werden sollte.

 

 

 

 

 

 


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