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28.05.2015 / 19:17 / Mag. Nicole Scharinger

Vorarlberger Industrie kämpft sich an die Spitze

Laut einer aktuellen Konjunkturumfrage geht es mit der Wirtschaft im westlichsten Bundesland Österreichs steil bergauf – mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen bewertet die Geschäftslage als gut

Bildquelle: Yuinai / bigstockphoto.com

Der Geschäftsklimaindex in Vorarlberg hat sich im vergangenen Quartal um 31,4 Prozentpunkte verbessert, freut sich Michael Amann, Spartengeschäftsführer der Vorarlberger Industrie. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen bewertet die Geschäftslage als gut.

Ein gutes Beispiel für die blühende Industriesparte in Vorarlberg ist das Unternehmen Müroll. Der in Frastanz beheimatete Traditionsbetrieb ist seit über 50 Jahren erfolgreich in der Entwicklung und Herstellung von Selbstklebe- und Papiererzeugnissen tätig. Aktuell produziert das Vorzeigeunternehmen 6.500 Tonnen Papierrollen in verschiedenster Qualität sowie 200 Millionen Quadratmeter Selbstklebebänder aus Polypropylen und anderen Materialien. Das Unternehmen expandiert auch bereits fleißig in andere Länder – wie beispielsweise nach Ungarn. Diese positive Grundstimmung wirkt sich auch erfreulich auf den Arbeitsmarkt aus.

So wollen mehr als ein Drittel der befragten Industrieunternehmen ihr Personal in den nächsten drei Monaten erhöhen, bei 56 Prozent soll der Mitarbeiterstand zumindest gehalten werden. Der Blick in die Zukunft gestaltet sich jedoch eher verhalten. Nur jeder zehnte befragte Vorarlberger Geschäftsführer sieht im nächsten halben Jahr rosige Zeiten auf sich zukommen. 33 Prozent der befragten Unternehmen befürchten ein weiteres Absinken der Preise. Beim Thema Fachkräftemangel appelliert Amann an die Politik. Mit Maßnahmen, die in Deutschland und Schweden bereits umgesetzt wurden, könnten gerade jetzt noch bessere Voraussetzungen für Wachstum geschaffen werden.


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