Wirtschaft

22.02.2012 / 17:00 / APA/sda

Gewerkschaft beendet Streik am Airport Frankfurt

Der Streik am Frankfurter Flughafen ist vorerst vorbei. Die Gewerkschaft der Flugsicherung ging am Mittwoch auf ein schriftliches Verhandlungsangebot des Betreibers Fraport ein und sprach sich für schnelle Tarif-Verhandlungen am Donnerstag auf Vorstandsebene aus. Die ersten der rund 200 streikenden Mitarbeiter vom Vorfeld sollten mit der Nachtschicht ab 21.00 Uhr ihre Arbeit wieder aufnehmen.

Viele Maschinen bleiben auf dem Boden

Foto: APA (Archiv/dpa)

Frankfurt am Main. Der Streik am Frankfurter Flughafen ist vorerst vorbei. Die Gewerkschaft der Flugsicherung ging am Mittwoch auf ein schriftliches Verhandlungsangebot des Betreibers Fraport ein und sprach sich für schnelle Tarif-Verhandlungen am Donnerstag auf Vorstandsebene aus. Die ersten der rund 200 streikenden Mitarbeiter vom Vorfeld sollten mit der Nachtschicht ab 21.00 Uhr ihre Arbeit wieder aufnehmen.

Bis auf weiteres können aber weiterhin Flüge von und nach Frankfurt ausfallen, sagte eine Sprecherin von Lufthansa zur APA. Es werde Zeit beanspruchen, die schon gestrichenen Flüge wieder in den Flugplan aufzunehmen. Auch Österreich-Flüge sind davon betroffen. Im Moment sind für Donnerstag fünf Flüge zwischen Wien und Frankfurt sowie je ein Hin- und Rückflug nach Graz storniert. Es bestünde jedoch die Möglichkeit, dass die Flugzeuge doch starten können. Die Flüge der AUA und flyniki fallen dagegen voraussichtlich nicht aus.

Das Unternehmen zeigte sich erfreut über die Gesprächsbereitschaft der GdF. Fraport-Chef Stefan Schulte hatte sich in der Früh als gesprächsbereit, aber auch gut gerüstet für eine längere Streikdauer gezeigt. Operativ habe man in den vergangenen Tagen den Flugbetrieb immer besser in den Griff bekommen, sagte Schulte. Beide Seiten sollten ohne Vorbedingungen und Festlegungen in die Gespräche gehen.

Schulte stellte erneut dar, dass Fraport die Forderungen für die Vorfeldkontrolleure weitgehend erfüllen wolle und dies bereits zugesagt habe. Er bestätigte zudem, dass bereits eine eigene Gesellschaft für die Vorfeldkontrolle gegründet worden sei. Die Forderungen der GdF und auch die Empfehlungen des Schlichters Ole von Beust für die Einweiser wie auch die Verkehrsplaner stünden aber in keinem Verhältnis zu anderen Tätigkeiten am Flughafen. Darüber müsse in den Verhandlungen gesprochen werden.


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