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28.05.2018 / 14:22 / Mag. Philipp Gangl

Die Auswirkungen der digitalen Revolution auf die Onlinewelt

Die Geschichte beweist es eindeutig - mit jeder bahnbrechenden Erfindung wurden große gesellschaftliche Veränderungen bewirkt.

Quelle: Unsplash

Die zweite industrielle Revolution ist ein Paradebeispiel. Viele Berufe, die sich auf die Produktion handgefertigter Erzeugnisse konzentrierten, starben schlichtweg aus, da die Welt sich mit der Massenfertigung in den Fabriken einer effizienteren Methode zuwandte. Die aktuelle digitale (vierte) Revolution ist hier vom Grundprinzip her nicht viel anders: Immer mehr Tätigkeiten verlagern sich ins Internet, weshalb traditionelle Unternehmen darum kämpfen, den digitalen Anschluss nicht zu verlieren. Das Tempo des digitalen Wandels ist nämlich rasant und hat Start-ups und Online-Konzernen einen großen Vorteil verschafft. Welche Elemente gehören zur digitalen Welt dazu und wie wird dieses neue Zeitalter den Arbeitsmarkt auch in der Zukunft beeinflussen?

Onlinehandel boomt

Einen entscheidenden Aspekt der Globalisierung stellt das Internet dar. Dadurch konnten Onlinehändler wie Amazon oder Ebay einen rasanten Aufstieg an die Weltspitze erleben. Die Vorteile sind hier klar ersichtlich. Die Konzerne sind nicht physisch an bestimmte Orte gebunden, können frei auf jedem Markt agieren und damit auch ein großes Zielpublikum erreichen. Aus diesem Grunde boomt der Online-Handel weltweit und auch in Österreich kann man online ein kräftiges Wachstum verzeichnen. Das belegt die starke Nachfrage der Konsumenten und die Beliebtheit des Onlinehandels. Aus der Komfortzone des eigenen Zuhauses kann man sich heutzutage so gut wie alle Produkte im Internet bestellen. Die Attraktivität des Onlinemarktes zieht natürlich mehr und mehr Anbieter an. Dies ist ein weiterer Faktor, der gut für Konsumenten ist, da ein stärkerer Wettbewerb Kunden mehr Auswahlmöglichkeiten bietet. Die Möglichkeit, online alles recherchieren zu können, lässt direkte Vergleiche verschiedener Anbieter zu. Damit wurde eine völlig neue Art der Transparenz geschaffen.

Online-Marketing

Ein wichtiges Werkzeug für Unternehmen, potenzielle Kunden von sich überzeugen zu können, ist daher das Onlinemarketing. Hierzu zählt eine Social-Media-Präsenz sowie eine gute Webseite mit SEO-Optimierungen. Eine weitere sehr beliebte Möglichkeit des modernen Marketings ist das Affiliate Konzept. Hierbei handelt es sich um Partnerprogramme zwischen Blog/Webseiteneigentümern und Anbietern aller möglichen Produkte. So werden Banner, Anzeigen und Deeplinks der Anbieter auf den Webseiten/Blogs integriert, auf die Besucher klicken können. Somit helfen die Webseiten den Anbietern bei der Vermittlung von neuen Kunden und erhalten dafür Provisionen. Die Angebote variieren jedoch. So erhält man bei den meisten Anbietern Provisionen, falls Kunden Einkäufe tätigen. Beim Gamesdeal Partnerprogramm beispielsweise beträgt die einmalige Provision pro Verkauf 4 %. Andere Anbieter denken langfristiger und bieten weitere Modi für die Beteiligung ihrer Partner. So vergütet das Mr Green Affiliate Programm seine Partner auch bei jedem Gewinn, den Kunden in seinem Online-Casino machen. Dies gilt darüber hinaus auch für Kunden, die länger inaktiv waren. Ein weiteres Konzept ist das "Pay per Lead". So vergütet das Nielsen Homescan Partnerprogramm keinen Verkauf seiner Produkte, sondern die vollständige Anmeldung von Kunden auf seiner Seite.

Arbeiten in der Zukunft - Fazit

Man kann also eindeutig erkennen, wie wichtig das Internet in der heutigen Wirtschaft geworden ist. Die Welt ist somit nicht nur konsumentenfreundlicher, sondern bietet auch normalen Bürgern die Chance, Geld durch Konzepte wie Affiliate Marketing verdienen zu können. Andere Einflüsse auf die Gesellschaft kann man an der Veränderung der Arbeitswelt erkennen. Die stark hierarchischen Strukturen der Unternehmen sind vielerorts ein Relikt des 20. Jahrhunderts, welches schrittweise verdrängt wird. Besonders in Start-ups sind Selbstorganisation- und Verantwortung wichtige Bestandteile der Arbeitsphilosophie geworden. Die Arbeitswelt der Zukunft wird Angestellten also mehr Raum für Individualismus lassen und online stattfinden.


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