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27.10.2017 / 12:10 / Mag. Philipp Gangl

Wertverlust: So viel ist Ihr Auto noch wert

Wie viel Geld ist mein Auto eigentlich noch wert?

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Mit dieser Frage schlagen sich vor allem Besitzer von Neuwagen herum. Wir zeigen Ihnen, wie man den Wert des eigenen Fahrzeugs am besten ermittelt und mit welchen Maßnahmen man den Wertverlust mindern kann.

Bei fast keinem anderen Wertgegenstand ist der Wiederverkaufswert so kompliziert zu ermitteln wie beim Auto. Da der Markt für Gebrauchtwagen zunehmend wächst, stellen sich immer mehr Besitzer die Frage: „Wie viel Geld ist mein Auto eigentlich noch wert?“. Besonders bei Neuwagen ist die Frage meist sehr heikel, da das Fahrzeug besonders in den ersten Jahren der Nutzung an Wert verliert.

Wie bestimme ich den Restwert des Autos

Laut Studien beträgt der Wertverlust eines Neuwagens nach einem Jahr bereits ein Viertel des eigentlichen Kaufpreises bei durchschnittlich 15.000 Kilometern Fahrleistung. In den Folgejahren pendelt sich die Verlustrate auf etwa 5-6% ein. Diese Werte dienen natürlich nur als Groborientierung, zeigen allerdings auch deutlich: die ersten Jahre eines Autos sind die teuersten – zumindest, was den Wertverlust anbelangt.

Neben konventionellen Schätzungen kann der aktuelle Wert des Autos anhand von Online-Tools ermittelt werden. Das Portal Mobidrome stellt beispielsweise den Autowert-Rechner zur Verfügung. Nach kurzer Anmeldung muss der User zunächst die Eckdaten des Fahrzeugs wie Modell, Erstzulassung und Kilometerstand angeben.

Im zweiten Schritt wird der Typ spezifiziert, um ein genaueres Ergebnis zu erhalten. Dabei werden dem Auto verschiedene Attribute wie Kraftstofftyp, Antriebsform, Leistung und Hubraum zugeordnet. Im letzten Schritt ermittelt der „Autowert-Rechner“ dann den realistischen Wert des Autos. Im Gegensatz zu Schätzungen von privaten Experten sind diese Angaben in jedem Fall neutral und ohne Hintergedanken zum eigenen Vorteil. Um eine exakte Einschätzung für das eigene Modell zu erhalten, sollte allerdings ein persönlicher Check durchgeführt werden. Typische Wertrückgänge in den ersten drei Jahren für bekannte Modelle renommierter Hersteller finden Sie in der Zusammenstellung von autozeitung.de.

Diese Faktoren erhöhen den Wiederverkaufswert

Natürlich können Fahrzeugbesitzer auch aktiv den Restwert des Autos beeinflussen. Entscheidend dafür sind meist zwei Faktoren: zum einen ist wichtig, welches Modell überhaupt gekauft wird. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der Besitzer bei der eigentlichen Kaufentscheidung bereits Einfluss auf den späteren Wiederverkaufswert nimmt. Die Restwerte der Autos von großen Autoherstellern mit positivem Image sind meist recht stabil und gut absehbar.

Als zweiter wichtiger Faktor fungiert der Zustand des Wagens. Neben regelmäßigen Wartungen sollte der Besitzer besonders auf die Pflege seines Autos achten. Diese ist beim späteren Wiederverkauf nämlich das Erste, was dem potentiellen Käufer ins Auge fällt. Befindet sich das Auto in einem gepflegten Zustand, kann dies den Restwert steigern.

Verkaufen oder Ökoprämie – was lohnt sich?

Im Moment bietet sich für Besitzer von Dieselfahrzeugen noch eine ganz andere Möglichkeit, den Restwert des Wagens zu reinvestieren. Aufgrund des „Dieselskandals“ im Sommer 2017 bieten Autohersteller derzeit eine sogenannte Ökoprämie an. Sie sieht saftige Preisnachlässe bis zu 10.000 Euro beim Kauf eines neuen Diesel-Fahrzeugs und bei gleichzeitiger Verschrottung des alten Autos vor. Sollte der Restwert also unter dieser Grenze liegen, könnte diese Alternative auch sinnvoll sein. Die genauen Rabatte und Randbedingungen der einzelnen Hersteller finden Sie hier.


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