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24.10.2017 / 10:19 / Mag. Philipp Gangl

Die neuesten Sport-Sponsoring-Verträge in den Top-Ligen

Als eine der wichtigsten Einnahmequellen aller Fußballvereine kann das Sponsoring gewertet werden.

Jahr für Jahr versucht das Management der Klubs, die für den Verein besten Deals herauszuschlagen. Ganz egal, ob in Österreich oder Deutschland: Es sind meist die Klubs an der Tabellenspitze, die sich über die meisten finanziellen Mittel freuen können. Wir werfen einen Blick auf einige der neuesten Sponsoring-Verträge und wie sie die jeweiligen Vereine beeinflussen.

Austria Wien vertraut Kautschukhersteller

Aus der Kategorie der nicht alltäglichen Partnerschaften kommt der neue Co- und Trikotsponsor von Austria Wien. Bei diesem handelt es sich um die Firma Synthos, welche aus Polen stammend mittlerweile nach Österreich expandiert hat. In der Hauptstadt Wien wurde passend zur Vereinspartnerschaft eine neue Filiale gegründet. Synthos produziert in großen Rahmen synthetischen Kautschuk sowie Styrol-Kunststoff, der bei der Produktion von Autoreifen verwendet wird. Der Vetrag läuft über zwei Jahre, doch die eigentlichen Ziele bleiben in der Pressemitteilung offen. Stattdessen wird sich in allgemeine Phrasen geflüchtet, etwa im Hinblick auf die vergleichbaren Ziele der Unternehmen und bezüglich der nationalen und internationalen Positionierung der jeweiligen Marken.

Werder Bremen mit Partner aus Wettbranche

Quelle: Twitter

Ein Partner aus der Sportwettenbranche ist für die meisten Bundesliga-Vereine heutzutage ein Muss. In Zeiten, wo gar die Liga nach einem Wettanbieter benannt ist, steigern viele Unternehmen ihr Engagement in den entsprechenden Sektoren. Das gleiche gilt für Betway, die nicht nur in ihren Sportwetten ein großes Sortiment an Vereinen aufweisen, sondern somit auch die Zahl ihrer Partner nochmals erweitern und mit Werder Bremen nun auch einen ehemaligen deutschen Meister an Bord haben. Die zwei Seiten unterzeichneten im Sommer einen Dreijahresvertrag, der erst einmal also bis Juli 2020 läuft. Bereits zuvor hatte Betway sein Engagement in Deutschland ausgebaut und unter anderem bei Eintracht Braunschweig, Union Berlin, Dynamo Dresden und dem FC St. Pauli als offizieller Wettpartner fungiert. Durch die bereits vorhandene langjährige Erfahrung erhalten die Bremer damit einen Partner, der schon weiß, worauf es ankommt und eigene Vorstellungen hat. So können die beiden Parteien gegenseitig Kunden füreinander gewinnen und letztlich beide profitieren.

Spannender Sponsor für deutsches Drittligateam

Quelle: Twitter

Vielen Musikfans wird die Freude mit dem Drittliga-Aufsteiger Carl Zeiss Jena ins Gesicht geschrieben stehen. Das liegt in erster Linie daran, dass das Wacken-Festival nun auch auf den Trikots des Thüringer Klubs auftaucht. Stilecht kommt dieses dabei passend zum Heavy Metal-Spektakel in schwarz daher. Wie in aller Welt kommt jedoch die Wacken Foundation dazu, einen Fußballverein zu sponsern? Diese Tatsache liegt vor allem darin begründet, dass die aus der Gegend stammende Metal-Band Heaven Shall Burn seit Jahren CZ Jena unterstützt und das Logo auf dem Trikot dieses Jahr der Wacken Foundation zur Verfügung stellt, statt ihr eigenes zu nutzen. Die Stiftung fördert Metal-Bands, die in der schwierigen Musikindustrie ihren Weg suchen, denen jedoch die finanziellen Mittel fehlen.

Schöne Sponsorengeste in Darmstadt

Während für viele Sponsoren hauptsächlich die Platzierung der eigenen Marke im Mittelpunkt steht bzw. stehen muss, machen andere Geschichten deutlich, dass dies nicht alles ist. So war in der vergangenen Spielzeit zum Beispiel die Firma Merck in aller Munde, als sie für ein Jahr auf die Namensrechte am Stadion des SV Darmstadt 98 abgab. Dies geschah in erster Linie, um das Lebenswerk von Jonathan Heimes gebührend zu würdigen, der eine bedeutende Rolle in Verein und Gesellschaft eingenommen hatte. Erst zur aktuellen Zweitliga-Spielzeit wurde der Name schließlich wieder in "Merck-Stadion am Böllenfalltor" umgeändert. Möglich wurde diese Kooperation auch durch den Fünfjahresvertrag, der beiden Seiten eine gewisse Flexibilität zugesteht.

Treue bei Rapid Wien

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Sportlich lief es für den anderen großen Wiener Klub, Rapid, zuletzt nicht so rosig. Platz fünf in der Endtabelle 2016/17 inklusive 14 Punkten Abstand zu Sturm Graz und gar 17 Zählern zu Lokalrivale Austria konnten niemanden zufrieden stellen. Am besten ist es hier, einen treuen Partner auf seiner Seite zu wissen und genau das tut Rapid allemal. Der Energiekonzern Wien Energie verlängerte seinen Vertrag trotz der schweren sportlichen Zeiten um zwei Jahre, also mindestens bis zum Ende der Spielzeit 2018/19. Das Unternehmen fungiert als Hauptsponsor und ziert somit auch die Trikots der Mannschaft für mindestens zwei weitere Saisons. Wien Energie Geschäftsführer Michael Strebl unterstrich in der Pressemitteilung: Wir stehen zum SK Rapid - in guten wie in schweren Zeiten." Rapid-Boss Christoph Peschek schlug in die gleiche Kerbe und hob das Unternehmen als wichtigsten Partner Rapids hervor.


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