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30.01.2017 / 18:41 / Zsolt Antal

Beste Binäre Optionen Strategie: Tipps für Anfänger

Mit Binären Optionen Geld verdienen? So einfach, wie das einige unseriöse Webseiten nahe legen, ist es leider nicht.

Wer einfach aus dem Bauch heraus Geld investiert, wird meistens Verluste machen. Statistisch stehen die Chancen bei klassischen Hoch-Tief-Optionen bei 50:50, doch die möglichen Gewinne sind bei allen Brokern höher als die möglichen Verluste. Beispielweise erhält man dann 60 Prozent Gewinn, wenn die Option im Geld ist, verliert aber 85 Prozent, falls sie aus dem Geld ist, man also die Kursentwicklung falsch vorhergesagt hat.

Deshalb ist es wichtig, einige Strategien zu kennen, mit denen man seine Gewinnwahrscheinlichkeit deutlich erhöhen kann (Quelle: binaere-optionen.de).

Die Trendfolgestrategie

Von der Süddeutschen Zeitung wurde die Trendfolgestrategie zur besten Börsenstrategie des Jahrhunderts gewählt. Dabei stützt sich das Blatt auf eine britische Studie, die untersucht hatte, mit welchen Strategien man in den vergangenen 100 Jahren den meisten Erfolg hatte.

Die gute Nachricht für faule Anleger: Wer einfach den britischen Aktienindex abbildete und die Papiere, wie Börsenguru André Kostolany einst geraten hat, unters Kopfkissen legte, hat einen satten Gewinn gemacht.

Noch besser haben aber Anleger abgeschnitten, die sich die Aktien ins Depot legten, die im vergangenen Monat am besten liefen. Das Depot wurde natürlich regelmäßig umgeschichtet, aber immer nach den gleichen Regeln. Rein kam, wer in den vergangenen Monaten am besten abgeschnitten hatte.

Dahinter steht die Überlegung, dass Trends sich nicht täglich oder gar sekündlich ändern. Eine Firma mit einem guten Produkt und einem guten Management wird beispielsweise auch längere Zeit noch erfolgreich sein.

Die Strategie ist natürlich unumstritten, Kritiker wenden ein, dass die Märkte die abzusehende gute Entwicklung bereits einpreisen würden. Der Aktienkurs schießt dann nach den ersten Erfolgen nach oben und entwickelt sich dann nur noch normal. Zumindest für das 20. Jahrhundert lässt sich aber sagen, dass Anleger mit der Trendfolgestrategie erfolgreicher waren als der Markt.

Wer mit Binären Optionen handelt, agiert ohnehin sehr viel kurzfristiger. Selbst wenn Trends heute kurzlebiger sind, kann die Strategie noch funktionieren.

Wer traden will, untersucht also zunächst den Trend des Basiswertes. Idealerweise zeigen mittel- und kurzfristiger Trend in die gleiche Richtung. Ist eine Aktie in den vergangenen Wochen deutlich angestiegen und ging es auch heute nach oben, dann sollte man kaufen. Geht es abwärts, dann kann man mit der Binären Option auch auf fallende Kurse spekulieren.

Die Trendwechselstrategie

Aber irgendwann geht auch der längste Trend zu Ende. Das zeigt schon ein Blick in alte Börsenzeitschriften. Die Deutsche Bank oder der Energieversorger RWE galten einst als Witwen- und Waisenpapiere. Also als Aktien, die so sicher sind, dass man sich mit den Papieren nicht beschäftigen muss, sondern sie getrost im Depot liegen lassen kann und trotzdem regelmäßig eine Dividende und Kursgewinne realisiert.

Wer rechtzeitig den Trendwechsel kommen sah, der konnte viel Geld verdienen. Bei Binären Optionen geht es weniger um langfristige Trends, als vielmehr um kurzfristige Rückgänge. Besonders beliebt sind Widerstands- und Unterstützungslinien. Die können beispielsweise entstehen, weil bei bestimmten Kursen viele Anleger verkaufen.

Ist eine Aktie regelmäßig am Kursziel von 40,- Euro gescheitert und nähert sich aktuell erneut dieser Marke, dann folgt man nicht dem Trend, sondern spekuliert auf eine Trendumkehr, lautet der Ratschlag der Trendumkehrstrategie.

Daneben existieren andere Hilfsmittel wie gleitende Durchschnitte und bestimmte Chartmuster wie die Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Insgesamt ist für die Trendwendestrategie etwas mehr Grundwissen erforderlich als für die Trendfolgestrategie.

Newstrading

Trendfolge- und Trendwechselstrategie setzten vor allem auf die technische Analyse, also die Beobachtung der Kurse in der Vergangenheit. Bekanntestes Teilgebiet der technischen Analyse ist die Chartanalyse, bei der die grafische Darstellung der Kurse betrachtet wird. Einige Techniken und Hilfsmittel wie Kerzencharts sind bereits Jahrhunderte alt. Letztere wurden schon im 18. Jahrhundert an der Reisbörse von Osaka eingesetzt.

Aber nicht jedem liegt dieses auf den ersten Blick doch etwas abstrakte Vorgehen. Zwar verweisen Chartanalysen darauf, dass sie keineswegs Kaffeesatzleserei betreiben, sondern sich in den Chart Verhaltensmuster der Investoren verraten, doch vielen Trader ist die Fundamentalanalyse lieber.

Denn der Aktienkurs wird langfristig nur steigen, wenn sich die dahinter stehende Firma auch gut entwickelt. Daher wird hier das Unternehmen selbst unter die Lupe genommen und nicht nur der Aktienkurs. Viele fundamentale Strategien haben aber den Nachteil, dass sich ihr Erfolg erst langfristig zeigt. Binäre Optionen laufen aber oft nur wenige Stunden oder gar Minuten.

Anders beim Newstrading. Hier zeigt sich schon kurzfristig eine Reaktion. Wie der Name schon andeutet werden Nachrichten als Grundlage für Handelsentscheidungen genommen. Ein wirtschaftsfeindlicher, womöglich auch korrupter Politiker kommt in einem Land an die Macht? Dann sollte man sofort auf einen fallenden Aktienkurs setzen – und oft auch auf eine fallende Währung. Meldet ein Unternehmen dagegen gerade einen Rekordgewinn, setzt man auf steigende Aktien.

Fazit

Es gibt eine Reihe von Strategien, die einfach umzusetzen und dennoch oft erfolgreich sind. Eine Gewinngarantie bietet aber natürlich keine Vorgehensweise. Deshalb sollten Anleger nur Geld investieren, dessen Verlust sie auch verschmerzen können und vor allem Spaß am Traden haben. 

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