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15.09.2016 / 10:31 / Mag. Phillipp Gangl

Tagesgeld für Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen

Tagesgeld ist nicht nur für Privatkunden interessant, sondern auch für Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen, denn auch sie profitieren von dem Zinssatz. Besonders dann, wenn es darum geht, liquide Reserven kurzfristig anzulegen, ist ein Tagesgeldkonto die ideale Wahl. Denn das Geld ist jederzeit verfügbar und wird im Gegensatz zum Girokonto verzinst.

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Darum lohnt sich Geschäftstagesgeld

Trotz der aktuell geringen Verzinsung lohnt sich das Ansparen von nicht benötigter Liquidität auf einem Tagesgeldkonto. Denn auf dem Girokonto verschenken Unternehmen zum einen mögliche Zinsen und zum anderen verleitet das externe Konto zum weiteren Sparen. Vermutlich werden die Zinsen auch nicht langfristig auf dem derzeitigen historisch niedrigen Zinsniveau bleiben. Steigt das Zinsumfeld, so steigen auch die Renditen auf dem Tagesgeldkonto. So können sich Selbstständige und Unternehmen in der Zwischenzeit ein erfolgreiches Cash-Management anlegen.

In welchen Situationen lohnt sich ein kostenloses Tagesgeldkonto?

Unternehmen nutzen ein Tagesgeldkonto zum Beispiel dafür, um die Zeiten zwischen größeren Zahlungseingängen und der nächsten Fälligkeit der Verbindlichkeiten zu überbrücken. Mit dem Transferieren auf das Tagesgeldkonto entsteht eine zusätzliche Einnahmequelle durch die Verzinsung. So gibt es beispielsweise bei MoneYou derzeit 1,1 Prozent für Tagesgeld. Während dieses Zeitraums werden die liquiden Reserven verzinst und ohne Kontoführungsgebühr auf dem Tagesgeldkonto deponiert, sind aber trotzdem jederzeit verfügbar. Auf dem Geschäftskonto hingegen liegen sie brach, da es hier entweder gar keine oder nur eine sehr niedrige Verzinsung des Guthabens gibt. Die hohe Verzinsung, schnelle Verfügbarkeit und einfache Kontoführung machen das Tagesgeld somit auch für Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen interessant.

Darauf ist bei der Wahl des Tagesgeldkontos zu achten

Bei der Wahl eines Anbieters für ein Tagesgeldkonto sollten Firmen darauf achten, dass die Einlagen darauf zu 100 Prozent durch die Einlagensicherung abgedeckt sind. Alternativ sollte das Geld bei höheren Beträgen auf verschiedenen Konten deponiert werden, damit die Summe entsprechend gesichert ist im Fall einer Bankeninsolvenz. Die meisten europäischen Kreditinstitute sind bis mindestens 100.000 Euro abgesichert. Viele Banken sind zudem Mitglied beim Einlagensicherungsfonds und verfügen über eine zusätzliche Absicherung, die bis in Millionenhöhe gehen kann.

Tagesgeldkonto im Vergleich für Selbstständige und Unternehmen

Einzelunternehmen und Freiberufler können prinzipiell alle Tagesgeldangebote der Banken auch für ihre geschäftlichen Zwecke nutzen, zumal es sich bei ihnen um natürliche Personen handelt und die Konten auf den Namen des Inhabers laufen. Unternehmen hingegen, die juristische Personen sind, wie beispielsweise eine GmbH, müssen einen Anbieter finden, der Tagesgeld auch für juristische Personen anbietet. Nicht selten können auch juristische Person das gleiche Tagesgeldkonto wie Privatkunden nutzen. Allerdings unterscheiden sich die Konditionen und sie sind meistens noch etwas besser, da Unternehmen in der Regel höhere Summen deponieren. Selbst wenn die Zinsen derzeit im Keller sind, macht sich folglich aufgrund der höheren Einlage von Unternehmen ein Tagesgeldkonto fast immer bezahlt.


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