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12.07.2016 / 18:18 / Lisa Rems

Solaranlage oder Photovoltaik?

Lange Zeit war es vor allem Hauseigentümern vorbehalten, sich eine Solaranlage für das Dach anzuschaffen. Jetzt besteht aber auch die Möglichkeit für Mieter, dass sie ihren eigenen Strom auf Terrasse oder Balkon erzeugen können. Das funktioniert mit modernen, hocheffizienten Photovoltaik-Modulen, mit denen nicht nur Strom, sondern auch Geld gespart werden kann. Diese Art den Strom aus der eigenen Anlage zu nutzen, wird immer beliebter.

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Wer sich dafür entscheidet in eine Solaranlage zu investieren, kann zwischen zwei Möglichkeiten wählen: Photovoltaik und Solarthermie. Eine Solaranlage wandelt die Sonnenstrahlen aus verschiedenen Energieformen um. Die Energie von der Sonne wird also genutzt. Die verschiedenen Varianten der Solarenergienutzung sind entscheidend und dafür gibt es unterschiedliche Arten von Solaranlagen. Hauptsächlich sind es die Wärmeenergie, die zur Gewinnung von Wärme in Solarthermieanlagen genutzt werden können sowie die Lichtenergie, die die Energie des Sonnenlichts durch Photovoltaikanlagen in Strom umwandelt. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine Solaranlage oder Photovoltaikmodule anzuschaffen, hat die Möglichkeit, sich anhand dieses Ratgebers ausführlich zu informieren. Auch in Österreich gibt es natürlich bundesweite sowie auch bundeslandabhängige Solaranlagen-Förderungen, die eine gute Ergänzung zu einem Kredit für Photovoltaik sein können.


Solarthermie

Eine Solarthermieanlage arbeitet nach einfachen Grundregeln. Auf dem Hausdach werden plattenförmige Bauelemente (Solarthermiemodule) befestigt, an denen dünne Röhrchen montiert sind. Diese Röhrchen sind zur Zirkulation miteinander verbunden und beinhalten eine Flüssigkeit als Wärmeträger. Vom Dach aus wird die Flüssigkeit in dem Kreislauf an einen Wärmeaustauscher in das Innere des Hauses geführt. Jetzt wird die Wärme getrennt und für die Erzeugung von warmem Wasser genutzt. Eine Solaranlage ist daher immer zu Heizzwecken und zur Warmwassergewinnung bestens geeignet.


Photovoltaikanlagen

Photovoltaik bedient sich der Strahlenenergie der Sonne, wobei die Wärme keine Rolle spielt. Zur Nutzung werden auf dem Dach des Hauses Photovoltaikmodule angebracht, die den Solarthermiemodulen ähneln, aber häufig durch ein metallisch-bläuliches Schimmern als Photovoltaik erkennbar sind. Auf den Modulen sind Solarzellen, die Lichtenergie von der Sonne in elektrischen Strom umwandeln. Die Zellen sind in Reihe geschaltet und erzeugen Gleichstrom, der wieder durch einen Wechseltrichter in Wechselstrom umgewandelt wird. Generell könnte der Strom auch für die im Haushalt befindlichen elektrischen Geräte zur Verfügung stehen. Aber er wird in aller Regel in das öffentliche Stromnetz gespeist. Das geschieht aus wirtschaftlichen Gründen, weil der Solarstrom relativ gut vergütet wird. Genau genommen macht eine Netzeinspeisung aber auch Sinn, weil sich dabei die Stromverteilung besser steuern lässt. Photovoltaikanlagen nutzen also nur das Licht und nicht die Wärme der Sonne. Die Wirkung ist nicht von der jeweiligen Jahreszeit, sondern lediglich abhängig von der Bewölkung.


Die Auswahl

Die Entscheidung für eine der beiden Arten zur Nutzung von Solarenergie kann immer nur gefällt werden, wenn alle verschiedenen Faktoren berücksichtigt wurden. Wo sollen Module angebracht werden, oder welche Art möchte ich nutzen? Diese Fragen muss jeder für sich selbst beantworten und dabei auch folgende Punkte beachten:

Die Photovoltaikanlagen, die über in Reihe geschaltete Solarzellen verfügen, reagieren auf eine Teilbeschattung sehr empfindlich. Für Häuser, die nahe an den nachbarschaftlichen Bäumen stehen, wäre eine leistungsfähige Anlage nicht unbedingt realisierbar. Und wer im Sommer einen hohen Wärmeenergiebedarf hat – wie beispielsweise für einen Swimmingpool -, der sollte lieber eine Solarthermieanlage planen.


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