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28.08.2015 / 16:01 / Mag. Nicole Scharinger

Klimaneutral konsumieren – "global denken, lokal handeln"

Abseits der EU-Initiativen obliegt es jedem einzelnen Bürger seinen Beitrag für ein klimaneutrales Leben zu leisten

Bildquelle: © Marco2811 / Fotolia.com

Wie wichtig der Klimaschutz ist, dürfte mittlerweile jedem Menschen bewusst geworden sein, der aktuelle Nachrichten auch nur ab und an verfolgt. Das Ministerium für ein lebenswertes Österreich gibt die „Reduktion des durch Menschen verursachten Treibhauseffekts“ als eines der Kernziele aus, mit dem sich Gesellschaft und Politik in den kommenden Jahrzehnten befassen müssen. Abseits der EU-Initiativen obliegt es jedem einzelnen Bürger seinen Beitrag für ein klimaneutrales Leben zu leisten. „Global denken, lokal handeln“ lautet die Marschroute, an der man sich mit nur wenig Aufwand und Verzicht im Alltag orientieren kann.

Gute Nachrichten gab es für alle EU-Mitglieder 2008 zu vermelden. Der CO2- Ausstoß pro Kopf ging im europäischen Durchschnitt von 11,8 auf 9,9 Tonnen seit 1990 zurück. In Österreich lag die Treibhausgas-Emission bei 10,4 Tonnen je Einwohner. Dies bedeutet im Vergleich zu anderen EU-Staaten, dass Österreich weder zu den sehr umweltfreundlichen, noch zu den besonders umweltbelastenden Staaten zählte. Doch es ist nicht nur Sache der Politik dafür Sorge zu tragen, dass die CO2-Emission auf ein für den Erdball verträgliches Niveau gesenkt wird. Zwangsläufig verursacht jeder EU-Bürger CO2-Emissionen und das v.a. durch Konsum, Wohnen und Autofahren.

Nachhaltig zu konsumieren bedeutet nicht zwangsläufig Verzicht. Es geht hauptsächlich um mehr Achtsamkeit. Der Umwelt einen Dienst erweisen Konsumenten, wenn sie weniger Lebensmittel wegwerfen, mehr auf Verpackungen verzichten und bewusst Produkte online einkaufen. So kann man beim Einkaufen auch darauf achten, dass für die Produktion eines Konsumguts nur wenige Ressourcen verbraucht werden. Noch weiter reduziert werden kann die CO2-Emission bei der Online-Bestellung, wenn in klimaneutralen Online-Shops eingekauft wird, die den Betrieb von Rechenzentren und Bürogebäuden über Klimaschutzprojekte ausgleichen. Bei der Anschaffung von Elektrogroßgeräten kann man durch die Energieeffizienzklasse - die durch das EU-Label definiert wird - auf energetisch sparsame Geräte achten.

Vollständig klimaneutral zu wohnen ist wohl kaum möglich. Nationenunabhängig fällt fast immer ein Drittel der gesamten CO2-Emission eines Landes auf den Bereich Wohnen und Immobilien. Die größten und offensichtlichen Nachhaltigkeitsbaustellen im Haushalt sind selbstverständlich der Heizbetrieb und die Strom- und Wasserversorgung. Was die CO2-Emission im Verkehr anbelangt, hat Österreich im europäischen Vergleich das Nachsehen. 2013 wies die Alpenrepublik den dritthöchsten CO2-Ausstoß aller EU-Länder im Verkehr auf. In Österreich selbst sind Kraftfahrzeuge die größten CO2-Schleudern, wie eine Studie vom Verkehrsclub Österreich offenlegt. Da es die LKW-Maut, Tempolimits und Steuererhöhungen aber nicht allein schaffen werden, die Treibhausgase in den Griff zu bekommen, obliegt es auch dem Einzelnen nach alternativen umweltentlastenden Möglichkeiten zu suchen.

Unter www.klimaaktiv.at/foerderungen sind aktuelle Informationen zu den Maßnahmen zu finden, die durch klima:aktiv unterstützt werden. Des Weiteren sind der Webseite Kontaktadressen für Privatpersonen zu entnehmen, bei denen sich Interessierte über Fördermöglichkeiten ihrer individuellen Projekte informieren können.


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