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05.08.2015 / 16:02 / Mag. Nicole Scharinger

Immobilien mit Zukunft

Überall in Österreich entstehen neue, schöne zweckmäßige Gebäude, die das Architekturbild des Landes bereichern. Ein Streifzug...

Bildquelle: Wilhelmine Wulff / pixelio.de

Vorarlberg hat immer schon eine Vorreiterstellung bei Bauprojekten eingenommen – sei es wegen der besonderen Energie-Effizienz, sei es wegen der Architektur. Deshalb sind selbst kleine, feine Projekte immer ein Highlight. So auch jenes in Hard am Bodensee, das sich „Am Dorfbach“ nennt. Direkt im Zentrum, mit dem Plätschern des Dorfbaches im Ohr und der „Alten Mühle“ vor Augen, entstehen in zeitlos schöner Architektur Wohnungen, Geschäftsflächen und Begegnungsplätze.

Geplant wurde das alles von den Vorarlberger Architekten Gohm/ HiessbergerWohnungen in Form von sechs mehrgeschossigen Gebäuden samt Außenraum-Konzept. Verbunden sind die Häuser über eine gemeinsame Tiefgarage. Und auch kommerzielle Interessenten sind willkommen – es steht ausreichend Raum für Praxen und Ordinationen, Gewerbe- und Handelsflächen sowie Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Ähnlich nah wie Hard bei Bregenz liegt Hall in Tirol bei Innsbruck. Damit bietet sich die kleine Stadt mit großer Geschichte gut als Lebensraum jenseits des Trubels an. Im Stadtteil Schönegg entsteht inmitten guter Infrastruktur eine Wohnanlage mit 21 Einheiten in drei Häusern auf rund 2.600 Quadratmetern. Beim Wohnprojekt Hall ist von der Tiefgarage bis zur Terrasse alles barrierefrei ausgeführt, die Wohnungen verfügen über einen traumhaften Ausblick in Süd-West-Hanglage. Die Fertigstellung hat man sich bis Ende des Jahres vorgenommen.

In Salzburg klagt jeder über den Mangel an Wohnungen. Doch gleichzeitig entsteht hier eines der innovativsten Bildungsprojekte Österreichs: der Lernpark Gnigl. Im Mai 2014 wurde mit dem Bau eines Wohnhauses begonnen, jetzt folgt die Realisierung des Bildungs-Campus für drei- bis zehnjährige Kinder. In den nächsten Jahren will die Stadt dafür rund 27 Millionen Euro aufwenden. Auf dem rund 13.500 Quadratmeter großen Areal sollen 100 Kindergartenkinder sowie etwa 450 Volksschüler eine gemeinsame Bildungsstätte finden. Der erste Bauabschnitt soll im Herbst 2017 fertiggestellt werden. Was Salzburg an Wohnraum nicht zu schaffen scheint, gelingt in Graz. Auf dem Areal von „Euroshopping“ am Weblinger Ring können bis zu 1.000 Menschen eine neue Bleibe finden. Die ersten Bagger für das 80-Millionen-Projekt sollen 2016 auffahren und die 38.000 Quadratmeter für den Bau von 400 preiswerten Wohnungen „entbrachen“. Die Architekten von Zechner & Zechner werden das Gelände dann mit Grünterrassen, Balkonen, Loggien und Dachgärten in einen botanischen Wohnhof verwandeln.

Freiheit verspricht auch das Konzept „Junges Wohnen“ in Sankt Pölten-Wagram. Dort werden 29 Einheiten errichtet, welche die künftigen Bewohner aktiv mitgestalten können. Damit will man ein Leuchtturmprojekt starten und sie einbinden, wenn es um die Nutzung von Gemeinschaftsräumen oder Grundrissen von Wohnungen geht. Zusätzlich vergibt das Land Niederösterreich 20 Prozent mehr Wohnbauförderung an jene, die sich eine Wohnung von höchstens 55 Quadratmeter nehmen, ihren Hauptwohnsitz in Sankt Pölten anmelden und maximal 35 Jahre alt sind.

Wien braucht niemanden anzulocken – die Bewohner in spe kommen scharenweise. Auch zum Arbeiten. Beispielsweise in den neuen Büroimmobilien DENK DREI, die im VIERTEL ZWEI zwischen Krieau, WU Wien und dem Grünen Prater entstehen. Bis spätestens 2017 werden hier 21.000 Quadratmeter an Bürofläche von der BAR vertrieben; 2.000 Quadratmeter an Handelsfläche kommen noch hinzu. Dabei beeindruckt das Projekt vor allem architektonisch: Die Gebäude B und C mit acht beziehungsweise neun Geschoßen sind über drei Stockwerke miteinander verbunden, das A-Objekt steht allein am zentralen Platz. B und C verfügen über großzügige Terrassen, die viel Aufenthaltsqualität im Freien bieten werden. Außerdem entstehen im VIERTEL ZWEI noch Wohnungen, die Mischnutzung des Gebiets ist also gesichert.

Und last but not least stellt auch das Land „ob der Donau“ in Sachen Bauen immer wieder Innovatives auf die Beine. In Freistadt beispielsweise. Dort entsteht neben dem Marianum ein modernes Wohn- und Geschäftshaus der Ordensgemeinschaft Marianisten. Unmittelbar an der Altstadt gelegen, am Grundstück der ehemaligen Gärtnerei, werden bis zum Sommer 2017 41 Wohnungen inklusive begrüntem Innenhof gebaut. Die Wohnungen zwischen 43 und 85 Quadratmetern Wohnfläche sind alle mit Balkon oder Loggia ausgestattet. Die Büroflächen variieren zwischen 50 und 220 Quadratmetern.



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