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28.01.2012 / 14:00 / APA/ag.

US-Wirtschaft wächst um bis zu 3 Prozent

Die US-Wirtschaft ist im vierten Quartal so stark gewachsen wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte mit einer Jahresrate von 2,8 Prozent zu, teilte das Handelsministerium am Freitag mit. Das ist der beste Wert seit Frühjahr 2010. Im Vorquartal waren es nur 1,8 Prozent. Analysten hatten allerdings ein Wachstum von 3,0 Prozent vorhergesagt.

US-Finanzminister Geithner

Foto: APA (Keystone)

Davos. Die US-Wirtschaft ist im vierten Quartal so stark gewachsen wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte mit einer Jahresrate von 2,8 Prozent zu, teilte das Handelsministerium am Freitag mit. Das ist der beste Wert seit Frühjahr 2010. Im Vorquartal waren es nur 1,8 Prozent. Analysten hatten allerdings ein Wachstum von 3,0 Prozent vorhergesagt.

Trotz des Endspurts reichte es 2011 nur zu einem Plus von 1,7 Prozent, nachdem es 2010 noch drei Prozent waren. Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft schaffte drei Prozent Wachstum.

Einem kräftigen Aufschwung steht bisher die hohe Arbeitslosigkeit im Weg. 23,7 Millionen Amerikaner haben entweder keinen Job oder sind nur geringfügig beschäftigt. Zusammen mit kaum wachsenden Löhnen dämpft das den privaten Konsum, der 70 Prozent der Wirtschaftsleistung der weltgrößten Volkswirtschaft ausmacht.

Trotz der guten Konjunkturzahlen ist die größte Wirtschaftsmacht laut Finanzminister Geithner noch länger mit Aufräumarbeiten der Schäden aus der Finanzkrise beschäftigt. "Wir stehen vor großen Herausforderungen in den USA", warnte der Minister.

Obwohl das Wachstum wesentlich stärker als im Vorquartal (plus 1,8 Prozent) ausfällt, trat zuletzt auch Notenbankchef Ben Bernanke auf die Euphoriebremse. Er könne dem Land trotz leichter Aufwärtstendenzen keine wirtschaftlich stärkere Phase bescheinigen, sagte der Fed-Boss nach dem jüngsten Zinsentscheid. Insbesondere der langsame Abbau der für US-Verhältnisse hohen Arbeitslosigkeit macht ihm zu schaffen.


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