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Emotionen im Beruf: Typisch Mann, typisch Frau?

Umgang mit Emotionen im Beruf

Ohne Emotionen geht es auch im Berufsleben nicht: Wut, Freude, Ärger oder Neid begleiten uns auch im Joballtag. Welche Auswirkungen das Zeigen oder Nichtzeigen von Emotionen in der Geschäftswelt auf Frauen und Männer hat, haben Forscher untersucht.

Die Präsentation des neuen Projektes lief nicht gut, der Chef hat die wochenlange Arbeit des Teams gnadenlos zerpflückt. Die Standpauke ertragen die Teammitglieder mit ruhiger Miene – Frauen wie Männer. Später sind sich die Kollegen weitgehend einig, dass die Männer durch ihr ruhiges Auftreten professionell wirkten. Den weiblichen Teammitgliedern kaufte man ihr Verhalten hingegen nicht ab: gar keine Wut oder Enttäuschung?

Wie emotionale Zurückhaltung bewertet wird, hat ein Forschungsteam untersucht. Die interessanten Studienergebnisse hat die Plattform Forschung erleben vorgestellt. Die Vermutung: Das Zurückhalten von Emotionen im Beruf wird mit Kompetenz und Intelligenz in Verbindung gebracht. Grund dafür könnte die moderne Geschäftswelt sein, in der wir uns bewegen: Professionelles Auftreten und sachliches Handeln genießen einen hohen Stellenwert.

Emotionen im Beruf: zeigen oder unterdrücken?

Im Rahmen einer Studie wurde diese Annahme überprüft. Teilnehmer sollten sich Videos ansehen, in denen Personen emotional auf verschiedene Bilder reagierten. Die Reaktionen wurden entweder sofort oder mit ein paar Sekunden Verzögerung gezeigt. Letzteres sollte emotionale Zurückhaltung der Person im Video simulieren. Nach dem Betrachten des Materials sollten die Studienteilnehmer die Personen im Video bewerten.

Zuerst sollte die emotionale Kompetenz der Personen beurteilt werden, also die Fähigkeit, mit Gefühlen umzugehen. Jene Männer, die eine verspätete Reaktion zeigten, wurden von den Teilnehmern als emotional kompetenter eingestuft. Bei den Frauen war genau das Gegenteil der Fall: Zeigten sie ihre Reaktion sofort, wurden ihre emotionale Intelligenz höher eingeschätzt. Im zweiten Durchgang der Studie sollten Teilnehmer die Intelligenz der Personen im Video beurteilen. Auch hier wurden Männer, die ihre Emotionen erst später zeigten, als intelligenter eingeschätzt. Und bei den Frauen? Da war wieder das Gegenteil der Fall.

Männer, Frauen, Vorurteile

Frauen sind offensichtlich besser beraten, ihre Emotionen im Beruf offen zu zeigen. Männer werden als kompetenter eingestuft, wenn sie sich emotional in Zurückhaltung üben. Interessant ist noch die Frage, woher diese Geschlechterunterschiede kommen. Vorurteile gegenüber den Geschlechtern könnten dabei eine Rolle spielen: Von Männern wird in westlichen Kulturkreisen Zurückhaltung in Gefühlsdingen erwartet, Frauen haftet hingegen das Klischee an, gerne und ausgiebig ihre Gefühle auszudrücken.

Bildnachweis: Ollyy/Shutterstock

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Business Travel Hacks: Tools und Tricks, die euch Dienstreisen erleichtern

Business Travel Hacks für die Reise

Reisen ist schön, dienstlich macht es nicht immer unbedingt Spaß. Zwischen Termindruck, Jetlag und zerknitterten Hemden gibt es aber Kniffe, die Dienstreisen einfacher machen. Wir haben uns nach Business Travel Hacks, Zugängen zu Co-Working-Spaces und kleinen Helfern umgesehen:

1. Alle Unterlagen in die Cloud

Was digital in der Cloud gespeichert wurde, kann auch nicht vergessen werden. Wichtige Dokumente und Reiseunterlagen darum am besten in einer Cloud-Lösung wie Dropbox oder Google Drive abspeichern und dafür sorgen, dass sie auch offline abrufbar sind.

2. Überall online

Eine Dienstreise ganz ohne Internetzugriff – kaum denkbar. Wo keine öffentlichen Hotspots verfügbar sind, kann man sich mit Tethering über das eigene Smartphone behelfen: Ganz easy zum eigenen Hotspot. Vorsicht: Im Ausland fallen Roaminggebühren für Datenverbindungen an.

3. Location Scouting

Wo befindet sich der Eingang zum Konferenzzentrum, wie sieht das Bürogebäude aus, in das ich zum Meeting muss und wo kann ich parken? Google Street View kennt die Antwort – zumindest in größeren Städten, deren Straßen bereits erfasst wurden.

4. Arbeiten im Co-Working-Space

Immer nur im Hotel oder Coffeeshop zu arbeiten wird auf Dauer auch langweilig. Bei längeren Aufenthalten könnt ihr euch in verschiedenen Office-Spaces einmieten. So bekommt ihr nicht nur einen Schreibtisch, sondern auch neue Kollegen auf Zeit. Co-Working-Spaces und Arbeitsplätze können über verschiedene Anbieter gefunden und gebucht werden: ShareDesk, Desks near me oder Sharedspaces sind nur einige Optionen. Auf Worksnug sind nicht nur Büros, sondern auch andere Arbeitsplätze wie Cafés und Büchereien gelistet.

5. Digital Detox auf 10.000 Metern

Kein Handyempfang, kein WLAN – auf Dienstreise meist ein Ärgernis. Die positive Kehrseite der Medaille: Die Stunden offline, z.B. im Flugzeug, können wunderbar für eine digitale Auszeit genützt werden. Kein richtiger Business Travel Hack, mehr eine Empfehlung: Nicht erreichbar sein für Chef und Kollegen – gar nicht so übel, oder?

6. Zeit sparen am Flughafen

  • Vor der Sicherheitskontrolle lohnt sich ein Blick auf die Mitreisenden: Andere Geschäftsreisende passieren den Security Check für gewöhnlich schnell und routiniert. Meidet jene Warteschlange, in der sich Personen befinden, die offensichtlich wenig Reiseroutine mitbringen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sie für das Um- und Auspacken beim Security Check länger benötigen.
  • Zeit sparen könnt ihr auch schon vor Antritt der Reise: Checkt 24 Stunden vor Abflug online ein, wählt euren Sitzplatz und spart euch so den Gang zum Check-in-Schalter. Wenn ihr nur mit Handgepäck reist, müsst ihr auch kein Gepäck abgeben und nach der Landung vom Kofferband abholen.

7. Clever packen

Wie man einen Koffer richtig packt und auch in kleinen Gepäckstücken viel Kleidung und Zubehör unterbringt, darüber gibt es zahlreiche Videos – zum Beispiel dieses von den Kofferpackprofis vom Flughafen Heathrow. So schafft ihr eine Dienstreise auch mit Carry-on.

Um nichts zu vergessen, bewähren sich Packlisten. Analog per Stift und Papier oder als App, z.B. diesem kostenlosen Kofferpack-Helfer.

8. Die Essentials: Das darf keinesfalls fehlen

Es gibt ein paar Dinge, die solltet ihr auf Dienstreisen unbedingt dabei haben. Dazu zählen eine wiederbefüllbare Wasserflasche, Ladegeräte für Laptop und Handy sowie eine Powerbank, um das Smartphone auch ohne Zugang zu Steckdosen unterwegs aufzuladen. Notfall-Snacks wie Müsliriegel liefern euch dann Energie, wenn ihr für richtiges Essen keine Zeit habt.

Bildnachweis: Africa Studio / Shutterstock

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Topsharing: Teilzeit für Führungskräfte

Topsharing

„Jobsharing ist doch nur was für Leute, die keine Verantwortung tragen und keine Karriere machen wollen!“ Eine weit verbreitete Meinung, die so aber nicht stimmt. Das geteilte-Jobs-Modell wird auch in Positionen angewendet, die richtig viel Verantwortung verlangen: Topsharing, das Teilen von Führungspositionen wie Abteilungs-, Bereichs- und Teamleitung, wird immer populärer. Wir haben mit einer zufriedenen Topsharerin gesprochen, die gemeinsam mit ihrer Tandempartnerin IKEA Haid managt.

Eine Teilzeitstelle wird heute leider oftmals mit anspruchslosen Tätigkeiten und wenig Ausblick auf Karriere assoziiert und ist in den meisten Fällen von einer Frau besetzt. Kaum jemand verbindet mit Teilzeitarbeit hochqualifizierte Young Talents, die sich verwirklichen wollen in ihrem Job. Doch wünschen sich die meisten Berufstätigen in gewissen Lebensphasen mehr „Life“ als „Work“ in ihrer „Balance“– sei es für Familie, Weiterbildung oder Hobbys. Der Preis für eine reduzierte Arbeitszeit ist allerdings oftmals sehr hoch: niedrigere Entlohnung, geringeres Prestige, minimale Karriereaussichten. Das soll sich mit dem Topsharing-Konzept ändern.

Das wünschen sich Österreicher: kürzere Arbeitszeit (17,5 %) vs. längere Arbeitszeit (8,7 %)

Viele Vollzeitarbeitskräfte wollen eigentlich kürzer arbeiten, bei Teilzeitarbeitskräften besteht der Wunsch nach mehr Arbeit. In einer Studie zu den Arbeitszeiten in Österreich hat die Arbeiterkammer Wien aufgeschlüsselt, inwiefern die tatsächliche Arbeitszeit den Wünschen der Beschäftigten entspricht. Ergebnis: ausbaufähig. 610.000 Menschen (17,5 Prozent) aller unselbstständig Erwerbstätigen wollen ihre Arbeitszeit verringern. 304.000 Menschen (8,7 Prozent) würden sie gerne erhöhen. Anders ausgedrückt würde das 50.000 neue Jobs durch eine Umverteilung der Arbeitszeit bedeuten. Eine Möglichkeit, diese Studienerhebungen in die Realität zu verfrachten, wäre Jobsharing.

Jobsharing: zwei oder mehrere Personen teilen sich eine Vollzeitstelle und arbeiten dabei sehr eng als Team zusammen. Sie legen ihre Arbeitszeiten und Aufgaben individuell untereinander fest.

Ein Job – zwei Mitarbeiter. Das funktioniert, und zwar auch auf Führungsebene. In unserem letzten Artikel zum Thema Jobsharing haben wir bei den Gründerinnen von Tandemploy nachgefragt, was einen geteilten Job ausmacht und wo die Vorteile für Mitarbeiter und Unternehmen liegen. Jetzt wollen wir mit dem Irrglauben aufräumen, dass ein geteilter Job auf bestimmte Hierarchien beschränkt ist. Ganz üblich ist Jobsharing bereits unter Ärzten. Hier werden die Stellen sogar oft ganz explizit als geteilte Stellen ausgeschrieben, Gemeinschaftspraxen sind gang und gäbe. Aber auch in Bereichen, in denen man Jobsharing nicht zuerst erwarten würde, ist das Modell auf dem Vormarsch: Topsharing, das Teilen von Führungspositionen wie Abteilungs-, Bereichs- und Teamleitung, wird immer populärer.

Warum Topsharing?

Die Gründe für eine Jobteilung bei Führungskräften sind oft pragmatisch: Viele weibliche Führungspersonen hatten vor ihrer Elternzeit Vollzeit-Positionen inne. Nachher bedeutete die Teilzeit einen Abstieg bzw. sogar eine Kündigung – eine absurde Möglichkeit, um Potenzial zu vergeuden. Kind & Karriere sind beim Jobsharing kein Widerspruch! Das lebende Beispiel für ein funktionierendes und erfolgreiches Topsharing finden wir bei IKEA Haid: Michaela Foißner-Riegler und Nicole Reitinger, beide zweifache Mütter, sind zu gleichen Teilen Einrichtungshauschefinnen und führen rund 300 Mitarbeiter.

Wie kam es bei Ihnen zum Topsharing?

Topsharing Michaela Foißner-Riegler

Michaela Foißner-Riegler

Michaela Foißner-Riegler: Wir betreiben seit zwei Jahren erfolgreiches Topsharing. Ich bin damals in Karenz gegangen, genau wie meine Kollegin, meine Tandempartnerin. Ich war davor HR-Managerin für IKEA Österreich, sie für IKEA Business für ganz Österreich verantwortlich. Für mich war es in meiner Karenz zum zweiten Kind sofort klar, dass ich danach nicht mehr Vollzeit arbeiten möchte und nach Wien pendeln kam auch nicht mehr infrage. Das habe ich bei meiner damaligen Chefin deponiert, die meinte, dass sie ohnehin nicht verstehe, warum man nur als Vollzeitkraft Karriere machen könne. Wir haben dann gemeinsam verschiedene Möglichkeiten ausgelotet. Die erste Idee war, meinen alten Job einfach mit jemandem zu teilen.

„Warum sollte man Rückkehrern aus der Karenz plötzlich niedrigere Positionen anbieten?“

Meine Chefin unterstützte Frauen generell sehr und lieferte tolle Ansätze, um Frauen nach der Karenz zum Wiedereinstieg in eine gute Position zu verhelfen. Dass sie uns ermöglichte, zu zweit in eine geteilte Stelle in eine Management-Position zurückzukehren, war so etwas wie ein Unikat – das hat es damals bei IKEA noch nicht gegeben. Wir waren die ersten, die Jobsharing auf diesem Level gemacht haben. In Padua (IT) gibt es mittlerweile auch schon zwei Managerinnen, die sich die Stelle teilen. Wir gehen immer mehr in die Richtung, dass wir auch auf Gruppenleiterlevel Jobsharing oder Teilzeit anbieten. Immerhin sind das tolle Kompetenzen, viel Erfahrung und großartige Kolleginnen, die man sonst vielleicht verlieren würde.

Jobsharing: „Vom Prozess zeitlich aufwendiger – von der Qualität her höherwertiger.“

Das kommt bei uns auch sehr gut an, weil alle sehen, dass es sehr gut funktioniert. Ich denke das Erfolgsrezept dahinter ist, dass sehr klar ist, was die Aufgabenteilung betrifft. Als wir mit dem Jobsharing begonnen haben, hat es nicht wirklich Erfahrungswerte gegeben und unsere Chefin meinte, wir sollen einmal schauen, wie es für uns machbar sei, wie wir uns das vorstellen könnten.

Was ist im geteilten Job grundsätzlich anders als in Vollzeit?

Michaela Foißner-Riegler: Es herrscht definitiv mehr Abstimmungsbedarf in den Entscheidungen. Das heißt nicht, dass man bei Entscheidungen immer zuerst den Tandempartner fragen muss – ich treffe sehr viele Entscheidungen alleine, vor allem in meinen Bereichen. Aber wenn es um übergreifende, strategische Themen geht, müssen wir uns abstimmen. Das bedeutet sicher einen zeitlichen Aufwand, aber das Ergebnis ist gleichzeitig qualitativ besser. Es liefert einfach einen besseren Output, Dinge mit vier Augen zu betrachten als mit zwei. Wir haben auch die Möglichkeit, uns gegenseitig zu coachen und unsere Sichtweisen zu diskutieren.

Vom Loop zu Hop-on, Hop-off: Loslassen und vertrauen!

Die Challenge bei diesem Setup kann sein: Wenn man vorher Vollzeit gearbeitet hat und oft 45 bis 50 Stunden in der Woche im Job steht, ist man immer im Loop. Wenn man Teilzeit arbeitet ist das eher wie Hop-on, Hop-off: Man arbeitet zwei Tage und dann ist man wieder drei weg davon. Da kommt man sehr schnell aus der Routine heraus. Für mich war das anfangs eine Herausforderung. Wobei die größeren Ruhephasen sehr positive Auswirkungen haben können und man auch ein ganz anderes Vertrauen zu seinem Team aufbaut. Wir besprechen die Grobziele, aber in der Umsetzung muss ich mich 100-prozentig auf mein Team verlassen, auch wenn ich natürlich immer erreichbar bin. Allerdings passiert es nur ganz selten, dass ich angerufen werde. Dieses Grundvertrauen macht ein ganz anderes Arbeiten möglich, was auch unserer Unternehmenskultur entgegen kommt. Wir lassen den Mitarbeitern ohnehin sehr viel Freiraum und Verantwortung. Die eigene Unternehmenskultur spielt in das Leadership-Thema sicher mit hinein. Man muss einfach lernen loszulassen und Vertrauen zu haben.

Ist Führung prinzipiell teilbar und kann man auch in Teilzeit Karriere machen?

Michaela Foißner-Riegler: Ja, auf jeden Fall. Ich denke, wir sind der beste Beweis dafür. Die Rahmenbedingungen müssen halt geklärt und der Mannschaft kommuniziert werden. Bei uns ist das total gut angenommen worden und wir hatten nie eine Konfliktsituation, weil es für alle ziemlich klar war, wie und was wir da machen. So ist es sicher auch möglich Karriere zu machen und ich finde, man sollte viel mehr an dem festhalten, Leute zu halten, die etwas können und gerne tun. Sie automatisch auf ein niedrigeres Level zu setzen, nur weil sie ein oder zwei Jahre weg sind, obwohl sie vorher eine tolle Führungskraft waren, halte ich nicht für vertretbar. Ich glaube, dass diese Leute dann einen tollen Beitrag leisten können und oft viel effizienter sind, in dem was sie tun – man muss nur den Rahmen dafür bieten.

Wie läuft das Management untereinander, wie ist Ihre Führungsposition aufgeteilt?

Michaela Foißner-Riegler: Meine Kollegin, Nicole Reitinger, und ich teilen uns die Managementstelle 50:50, jeder ist 25 Stunden in der Woche da und zwar an drei Tagen in der Woche mit einem überlappenden Tag, an dem wir beide vor Ort sind. Da treffen wir uns mit unseren Teams und haben gemeinsame Meetings zum Austauschen und Sortieren. Die anderen Tage sind auf die Woche verteilt. Die inhaltliche Aufteilung der Aufgaben sind in verschiedene Bereiche gegliedert: Sales, Logistik, HR etc. und das haben wir uns auch aufgeteilt.

Erfolgsrezept fürs Topsharing

Haben Sie Tipps für Unternehmen, die sich jetzt wünschen, geteilte Jobs anzubieten?

Michaela Foißner-Riegler: Von HR-Seite ist es wichtig, dass man schon während einer Karenz gut Kontakt hält mit dem Arbeitnehmer. Als Mitarbeiter sollte man interessiert bleiben und sich darüber informieren, was im Job passiert. Man sollte sich sobald wie möglich einen Karriereplan für die Zeit nach der Karenz zurechtlegen. Wir haben da z.B. eine Art Karenzkompass gestartet – ein Teil davon war immer dieses „stay connected!“ von beiden Seiten. Von Arbeitgeberseite sollte man immer dranbleiben, Optionen aufzeigen und betriebsinterne Infos weitergeben, so dass man den Bezug zum Mitarbeiter nicht verliert, auch wenn man ein Jahr zu Hause ist.

„Stay connected!“

Ansonsten kann ich nur raten, nicht so sehr an alten, traditionellen Strukturen festzuhalten. Fragen Sie sich: Welchen Benefit habe ich als Unternehmen, wenn ich zwei Mitarbeiter zusammenspanne? Und gestalten Sie die Rahmenbedingungen dafür, so dass es machbar und schaffbar ist. Ein Beispiel: Für zwei Working Mums sollte man ein Meeting nicht bis 20 Uhr ansetzen. Das alles sollte auch intern unterstützt und promotet werden. Wir haben bei IKEA eine eigene Arbeitsgruppe zu Diversität und Inklusion gebildet, dazu gehört auch das Thema Topsharing und Jobsharing.

Glauben Sie, dass Ihr Topsharing-Modell auch für andere Berufe und Branchen geeignet ist?

Michaela Foißner-Riegler: Mir fehlen einfach Beispiele! Wir werden sehr oft kontaktiert zu dem Thema, jede Woche bekommen wir ein bis zwei Anfragen dazu und haben auch schon mit Studenten darüber gesprochen für wissenschaftliche Arbeiten. Ich glaube, das ganze Thema steht und fällt mit Beispielen und die sind einfach noch nicht sehr zahlreich. Wenn sich keiner drübertraut, weil sich jeder denkt, das ist ja nicht praktikabel und man als Firma keine Beispiele und Erfahrungswerte hat, ist es sehr schwierig, dass das Setup dazu kommt. Das Interesse ist definitiv da, besonders von Universitäten, Plattformen und anderen Unternehmen.

Viele Unternehmen fragen bei uns an, da sind Ideen da und die haben das auch strategisch geplant. Dazu muss ich sagen: Papier ist geduldig, aber ohne Beispiele wird es schwierig und da stirbt die Idee leider sehr schnell. Der Konnex Geschäftsführung/HR-Management muss da sein, sonst funktioniert es nicht. Man muss da visionär sein und sich einfach drübertrauen.

Ikea Topsharing

Michaela Foißner-Riegler & Nicole Reitinger

Zu den Personen

Michaela Foißner-Riegler (43 Jahre) ist verheiratet, hat zwei Kinder (10 und 4 Jahre alt) und lebt in der Nähe von Steyr. Sie hat an der WU Wien Wirtschaftspädagogik studiert. Seit 15 Jahren arbeitet sie bei IKEA, bereits an etlichen Standorten (Wien Nord, Salzburg, Zentrale in Vösendorf und nun in Haid). Ihr Background ist das Personalmanagement.

Ihre Tandempartnerin Nicole Reitinger (39 Jahre) ist ebenfalls Mutter von zwei Kindern (5 und 3 Jahre). Sie hat Handelswissenschaften in Linz studiert und kommt aus dem Sales. Sie ist seit 12 Jahren bei IKEA, vor ihrer Karenz als Store Managerin in Salzburg, dann als Business Verantwortliche für IKEA Austria.

Gemeinsam betreiben sie seit zwei Jahren bei IKEA Haid Topsharing in der Management-Funktion.

Bildnachweis: Rawpixel.com/Shutterstock; IKEA Haid

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Start in den Beruf: gemischte Gefühle bei Absolventen

Start Beruf Absolventen

Was erwarten Absolventen vom Berufseinstieg? Je nach Geschlecht und Branche recht unterschiedliche Dinge, wie das aktuelle trendence Graduate Barometer herausgefunden hat. Die ambivalenten Gefühle zeigen sich beispielsweise in eher besorgten Frauen und der scheinbar gängigen Erwartungshaltung, dass Familienzeit negativ für die Karriere sei. Dennoch: Jeder Fünfte spielte bereits einmal mit dem Gedanken, ein Start-up zu gründen.

Mehr als 7.700 Studierende an 32 österreichischen Hochschulen wurden in Kooperation mit karriere.at für das trendence Graduate Barometer befragt. Im letzten Artikel haben wir verraten, für welche Unternehmen die Wirtschaftswissenschaftler und Techniker am liebsten arbeiten würden, worauf sie bei der Wahl des Arbeitgebers Wert legen und welches Gehalt für sie drin sein muss. Wie die Absolventen in die Zukunft blicken, und was das Geschlecht der Befragten dabei ausmacht, haben wir uns nun angesehen:

Sorgen um die berufliche Zukunft: vor allem Frauen grübeln

2016 eine Arbeitsstelle zu finden wird schwer sein – daran glaubt mehr als ein Drittel der Befragten. Vor allem Frauen machen sich Sorgen. Jede zweite Befragte sieht der Zukunft besorgt entgegen. Wenn es um eine eigene Familie geht, fällt auf, dass fast so viele männliche Business-Absolventen (36,3 Prozent) wie Frauen aus dem Engineering- und IT-Bereich (38,4 Prozent) davon überzeugt sind, es würde sich negativ auf die Karriere auswirken, wenn man sich Zeit für die Familie nimmt.

Zeit für die Familie = negative Karriereauswirkungen – daran glauben immerhin ein Drittel der Befragten

Immerhin beinahe die Hälfte aller Befragten (42,5 Prozent) sowohl im Bereich Business also auch in Engineering und IT, fühlt sich dafür aber gewappnet. Sie finden: Mit meiner Ausbildung bin ich optimal auf meine berufliche Laufbahn vorbereitet. Dabei sind Frauen tendenziell vorsichtiger mit dieser Aussage: Die Differenz zwischen männlichen und weiblichen Absolventen beträgt hier in etwa 10 Prozent.

Frauenförderung: Vor allem Frauen finden Frauen förderungswürdig

„Der Werdegang von Frauen sollte gefördert werden.“ Zu dieser Aussage wurde eine Stellungnahme gefordert. Überraschendes Ergebnis: Nur etwas mehr als 20 Prozent der männlichen Befragten stimmen dem zu. Dabei weichen vor allem die männlichen Business-Absolventen stark vom Durchschnitt ab: nur 16,1 Prozent davon sind mit einer Frauenförderung einverstanden. Die Frauen selbst finden das weibliche Geschlecht förderungswürdiger: 59,6 Prozent stimmen der Aussage zu.

Dem Korsett von Großkonzernen entgehen: Unternehmergeist vorhanden

  • Dass es in Großunternehmen mitunter schwierig sein kann, sich selbst zu verwirklichen – davon sind viele überzeugt. Frauen wie Männer sind sich einig darüber, dass man eigene innovative Ideen in Großkonzernen nur bedingt durchsetzen kann – gut die Hälfte aller Befragten (45 Prozent) denken so.
  • Daraus resultierend wurde auch nach dem Entrepreneurship gefragt. Aus dem Engineering- und IT-Bereich kann sich jeder Fünfte vorstellen, während oder nach dem Studium ein eigenes Start-up auf die Beine zu stellen.
  • Dabei liegen die weiblichen Befragten im Schnitt 5 Prozent unter ihren männlichen Kollegen. Und auch im Businessbereich haben bereits rund 20 Prozent mit dem Gedanken gespielt, sich in die Selbstständigkeit zu wagen.
  • Die Geschlechterschere geht hier allerdings bereits auf knappe 10 Prozent auf: Männer geben sich hier tatkräftiger.

Über die Studie

trendence ist ein unabhängiges Beratungs- und Forschungsunternehmen für Employer Branding und Personalmarketing. Die österreichische Absolventenstudie wird seit 2007 jährlich als Barometerstudie durchgeführt. Befragt wurden diesmal mehr als 7.700 Teilnehmer im Zeitraum September 2015 bis Februar 2016. Das trendence Graduate Barometer ist Teil von Europas umfassendster Absolventenbefragung in 24 Ländern.

Bildnachweis: Ollyy/Shutterstock

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Best-of TED-Talks: 5 inspirierende Vorträge, die du sehen solltest

Ein Best of Ted-Talks

Was 1984 als Innovations-Konferenz in Kalifornien begann, hat mittlerweile die ganze Welt erobert: Die Rede ist von TED-Talks – kurze Keynotes, die sich rund um Technologie, Gesellschaft, Unterhaltung und Design drehen. Zur Einstimmung auf die Wiener TEDx im Herbst gibt es bereits heute ein paar Empfehlungen aus hunderten TED-Talks, die bereits online verfügbar sind.

TED-Talks: Ideas worth spreading

Auf den Bühnen der TED-Konferenzen finden sich Querdenker, Kreative, Unternehmer, Designer und Wissenschaftler. Zehn bis zwanzig Minuten, so lange dauern TED-Talks üblicherweise – das macht sie ideal für den schnellen, inspirierenden Input zwischendurch. Am 22. Oktober 2016 findet wieder die TEDx in Wien statt, als Vorgeschmack gibt es bereits heute fünf ausgewählte TED-Talks. Noch mehr Videoaufzeichnungen findet ihr übrigens auf der offiziellen TED-Website.

The First 20 Hours – How to Learn Anything

Wie viel Zeit benötigt man, um eine neue Fähigkeit zu erlernen? Josh Kaufman fand eine Antwort im Zug seiner Recherche: 10.000 Stunden. Erster Gedanke des Unternehmers und frischgebackenen Vaters: So viel Zeit habe ich nicht, ich werde nie wieder etwas Neues lernen! Die gute Nachricht: Er fand heraus – dass auch zwanzig Stunden reichen. In welchen Fällen das funktioniert und an welche Lernmethode man sich halten muss, erklärt er in seinem Talk.

How to find and do work you love

„Taking jobs to build up your resume is the same as saving up sex for old age.“ Dieser Ratschlag von Warren Buffett war alles, was Scott Dinsmore brauchte, um seinen verhassten Job zu kündigen. Danach machte er sich auf die Suche nach dem Grund, warum gut 80 Prozent aller Erwerbstätigen einen Job ausüben, in dem sie sich eigentlich nicht wohlfühlen.

The power of introverts

Introvertierte halten nicht viel von Small Talk, leiden in Büros ohne Rückzugsmöglichkeiten und werden im Arbeitsleben oft übersehen. „When it comes to creativity and to leadership,we need introverts doing what they do best“, sagt Susan Cain in ihrem TED-Talk über die Macht der stillen Wasser.

The happy secret to better work

Unterhaltsamer TED-Talk von Shawn Achor über unglückliche Studenten in Harvard, das Medizinstudenten-Syndrom und positive Psychologie für Baby-Einhörner.

Getting stuck in the negatives (and how to get unstuck)

Warum bleiben uns Misserfolge länger in Erinnerung als Erfolge? Psychologin Alison Ledgerwood geht der menschlichen Denkweise auf den Grund und untersucht, warum wir ticken, wie wir ticken.

Bildnachweis: Melpomene/Shutterstock

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Q&A Bewerbung: Auf diese 10 Fragen solltest du Antworten haben

Fragen und Antworten rund um die Bewerbung

Um die Bewerbung ranken sich viele Mythen und vor allem Fragen: Wie begründe ich Lücken im Lebenslauf? Sind die Partybilder auf Facebook wirklich ein Absagegrund? Was, wenn sich nach der Bewerbung niemand meldet? Wie wichtig ist das Foto im Anschreiben? Was tun, wenn der voraussichtliche Arbeitsbeginn mit dem geplanten Urlaub kollidiert? Diese 10 oft gestellten Fragen rund ums Thema Bewerbung beantworten wir übersichtlich in Questions & Answers-Form.

Q: In einer Stellenanzeige spricht das Unternehmen Bewerber mit „Du“ an. Soll bzw. kann ich in der Bewerbung den Personaler auch duzen?

A: Das Du-Wort in der Stellenanzeige wird meist verwendet, wenn eine junge Bewerberschicht angesprochen werden soll. Oder einfach, weil es zur Unternehmenskultur des Arbeitgebers passt: Flache Hierarchien, junges Team, Kommunikation auf Augenhöhe – wir arbeiten alle gemeinsam am großen Ganzen. Ob Du oder Sie, das müsst ihr von Fall zu Fall ganz individuell entscheiden. Das Du-Wort in einer Bewerbung an ein sehr junges, kleines Start-up wird wahrscheinlich nicht schaden – auf der sicheren Seite seid ihr allerdings immer mit der formellen Anrede per Sie. Wenn ihr im Jobinterview geduzt werdet, könnt ihr auch auf das Du-Wort zurückgreifen.

Q: Muss ich mit der Bewerbung unbedingt ein Foto mitschicken?

A: Offiziell sind Fotos in Bewerbungen kein Muss – in der Praxis ist es aber so, dass HR-Manager die Unterlagen gerne mit einem Gesicht in Verbindung bringen. Kein Bild mitzuschicken, könnte im schlimmsten Fall zum Nachteil werden oder den Personaler in Versuchung bringen, nach Name und Bild online zu suchen. Welches Foto man in der Bewerbung mitschickt, hat man immerhin selbst in der Hand – ein paar Dinge zu beachten, schadet natürlich auch nicht.

Q: Ich war vor zwei Wochen bei einem Bewerbungsgespräch und habe seitdem nichts mehr gehört. Soll ich nachfragen?

A: Wenn im Gespräch ein Zeitraum genannt wurde, in dem sich der Arbeitgeber meldet, diesen auf jeden Fall abwarten und notfalls ein oder zwei Tage noch draufschlagen. Vorschnelles Nachfragen könnte sonst als lästig empfunden werden. Wie Kandidaten richtig nachhaken können, haben wir hier beschrieben.

Q: Ich habe mich für einen Job beworben, der voraussichtliche Arbeitsbeginn würde allerdings mit einem bereits geplanten Urlaub zusammenfallen. Soll ich das bereits in der Bewerbung erwähnen?

A: In die schriftliche Bewerbung muss diese Info noch nicht hinein, im Lauf des ersten, spätestens im zweiten Jobinterview sollte der Urlaub aber zur Sprache kommen. Wann genau das ist, hängt vom Gespräch selbst ab. Die Frage nach dem ehestmöglichen Eintrittsdatum ist beispielsweise gut geeignet. Ist der Urlaub bereits gebucht und die Stornierung hätte auch finanzielle Folgen, hat der Arbeitgeber sicher Verständnis. Prinzipiell gibt es nur zwei Wege aus der Situation: Das Unternehmen hat kein Problem damit, dass kurz nach Dienstantritt ein (längerer) Urlaub konsumiert wird – oder die betrieblichen Erfordernisse sprechen dagegen und du stehst vor der Wahl: Job oder Urlaub?

Q: Stärken & Schwächen und weiter? Was sind die meist gestellten Fragen?

A: Skurrile Fragen à la „Wenn Sie ein Tier wären, was wären Sie?“ nicht zu ernst nehmen und auch nicht verkrampft versuchen, irgendwelche Fragen aus dem Internet auswendig zu lernen. Immer bedenken: Oft gibt es DIE richtige Antwort gar nicht, es geht dem Recruiter meist darum, hinter die Fassade blicken zu können! Außerdem gilt: Selbst Fragen stellen – das zeugt von Interesse am Unternehmen. Mit diesen 10 Standard-Fragen solltest du beim Vorstellungsgespräch jedenfalls rechnen.

Tipp: Mit Wissen über das Unternehmen kannst du immer punkten!

Q: Ich bin derzeit noch in einem anderen Arbeitsverhältnis, bin aber unzufrieden und auf der Suche. Worauf muss ich achten?

A: Man kann nie wissen, wie lange die Suche nach einem neuen Job dauert. Daher ist es ratsam, den Ball dem Vorgesetzten aber auch den Kollegen gegenüber möglichst flach zu halten. Allzu schnell ist man nämlich mit dem Vorurteil konfrontiert, nur noch halb bei der Sache zu sein, worunter die Qualität der geleisteten Arbeit und die Kollegen leiden würden. Oder schlimmer: Der Vorgesetzte beginnt ebenfalls mit der Suche – nämlich nach deinem Nachfolger! Gerade in einer sensiblen Phase wie einer Jobsuche ist eine brodelnde Gerüchteküche also das letzte, was man brauchen kann. Suchst du beispielsweise über eine Lebenslaufdatenbank, kannst du mittels Blacklist auch gewisse Unternehmen ausblenden, so dass dein derzeitiger Arbeitgeber nichts davon mitbekommt.

Tipp: Erst wenn ein Vertrag unterschrieben wurde, den Exit kommunizieren.

Q: Der Spanischkurs ist 10 Jahre her, die Photoshop-Skills vergessen – welche Kenntnisse soll ich im Lebenslauf wirklich erwähnen?

A: In einem Lebenslauf geht es darum, ein möglichst komplettes Bild des eigenen Leistungsspektrums zu präsentieren und dieses auch zu belegen. Dennoch sollte das mit klarem Fokus auf die angestrebte Position hin passieren. Für einen Job als Innenrevisor ist der Tauchkurs aus dem Jahr 1998 nicht relevant, sehr wohl aber die Buchhaltungs-Schulung 2009. In der Stellenausschreibung geforderte Kenntnisse, die bereits verblassen oder ausbaufähig sind, sollte man im Idealfall auffrischen, so lange Zeit dafür ist. Es kommt auf alle Fälle besser an – auch im Bewerbungssgespräch – wenn man sagt, dass man gewisse Skills gerade wieder auffrischt und dabei ist, sein Wissen auszubauen, als dieses ganz zu verschweigen.

Q: Anzug vs. Jeans, Pünktlichkeit und Facebook-Leichen – Wie bereite ich mich auf ein Vorstellungsgespräch idealerweise vor?

A: Underdressed oder overdressed, das ist die Frage! Schon bei der Terminvereinbarung nach dem Dresscode fragen und versuchen, einen Einblick von der Unternehmenskultur über Firmenwebsite, Arbeitgeberprofile oder Social Media zu gewinnen. Auch eventuelle Grenzsituationen, wie 40 Grad im Sommer, oder arktische Kälte im Winter, mit einberechnen. Viele Probleme vermeidet man, indem man im Vorhinein gewisse Dinge abklärt: Wo muss ich hin? Wer ist mein Ansprechpartner? Was sind die Aufgaben in meinem (potenziell) neuen  Job? Wie lange wird das Bewerbungsgespräch in etwa dauern? Und nein, es ist kein Gerücht, dass Personaler vorab gerne die sozialen Medien durchforsten. Diese 5 Dinge solltest du im Vorhinein für deine Online Reputation checken.

Q: Studienabbruch, ein Jahr im Ausland – Wie rechtfertige ich Lücken im Lebenslauf?

A: Die Lücke im Lebenslauf ist nicht mehr das große Problem, das es vor einigen Jahren noch war. Fakt ist: Bevor man Lügengebilde aufbaut, um nur ja keine Zeit ohne Festanstellung im Lebenslauf aufzuweisen, sollte man immer ehrlich bleiben. Eine Weltreise ist eine Weltreise, Punkt. Wer sich nach einem Studium oder einer stressigen Phase mit einigen Monaten im Ausland „belohnt“, sollte seine Motivation dafür auch im Bewerbungsgespräch erklären können. Ebenso einen Studienabbruch: Was ist schlecht daran, sich neu zu orientieren, um seiner wirklichen Leidenschaft – beispielsweise einem Job – zu widmen?

Die schlechteste Option sind immer erfundene Geschichten. Fliegen diese auf, steht man obendrein als Lügner da.

Q: Nach der Bewerbung: Absage, was jetzt?

A: Eine Jobabsage ist kein Weltuntergang, aber natürlich tut sie besonders weh, wenn die ausgeschriebene Stelle interessant und man selbst (nach eigener Meinung) der Beste dafür gewesen wäre. Vielleicht haben die Skills nicht gepasst oder einfach die menschliche Komponente. Ist einem absolut unklar, warum man abgelehnt wurde, darf und soll man ruhig nachfragen – beispielsweise mit einer freundlichen Mail oder einem Telefonat, in dem man um kurze Auskunft bittet. Um aus den eigenen Unzulänglichkeiten (zumindest im Bezug auf einen Job) zu lernen, musst du schließlich wissen, was ausbaufähig ist.  Wie du dran bleibst und deine Jobvorstellungen gegebenenfalls noch einmal nachbessert, erfährst du hier.

Das Wichtigste: Lass dich nicht unterkriegen!

Bildnachweis: Sergey Nivens / Shutterstock

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Glitzer & Hard Work: Praktikum bei einer Fashion-Bloggerin

Praktikum bei einer Bloggerinin

Bloggen über die schönen Dinge des Lebens und damit seinen Lebensunterhalt verdienen – der Traum vieler Menschen. Aber wie lebt es sich eigentlich als Lifestyle-Blogger? Wo liegen die Hürden und Fallen neben den augenscheinlich tollen Seiten dieses Berufs? karriere.at hat sich das auch gefragt und für die erfolgreiche Fashion-Bloggerin Who is Mocca? eine Praktikantin gesucht. Wie das Praktikum gelaufen ist und was es heißt, als selbstständige Bloggerin zu arbeiten, erzählen uns die beiden im Interview:

Outfits stylen, Beautyprodukte testen, Selfies machen – das ist es, was man in erster Linie von Lifestyle-Bloggern wahrnimmt. Aber was steckt da sonst noch dahinter? Sehr viel Arbeit! Davon weiß die Tiroler Fashionbloggerin Verena Raffl zu berichten. Mit ihrem Erfolgsblog Who is Mocca? liefert sie regelmäßig spannende Beiträge zu Mode, Beauty, Food und Interior. Das hat sie bisher immer ganz gut alleine gemeistert – weil es aber in Bloggerkreisen Ehrensache ist, sich gegenseitig zu unterstützen, suchte Verena gemeinsam mit karriere.at nach modebegeisterten Nachwuchstalenten.

Das fünftägige, bezahlte Praktikum in Innsbruck endete am 13. Mai. Dabei nahm Verena die aus zahlreichen Bewerbungen Auserwählte unter ihre Fittiche: Trixi mit ihrem Blog amigaprincess. Wie sich das Blogger-Leben so lebt und wie die beiden die gemeinsame kreative Zeit erlebt haben, erfahrt ihr hier:

Verena, wie war für dich die Umstellung von einem fixen Job zur Freelancerin?

Praktikum bei einer Bloggerin

Trixi, Mocca und Verena

Verena: Sehr leicht und fließend, da ich mir meinen Blog neben meinem damaligen Beruf als Grafikerin aufgebaut habe. Man hat einen gewissen Druck, immer up-to-Date zu bleiben. Das wiederum motiviert mich aber für neue Beiträge und Artikel auf meinem Blog. Die schönen Seiten überwiegen ganz klar. Ich kann täglich das machen, was ich gerne mache und weiß, wo ich meine Energie und mein Herzblut reinstecke.

Stichwort Selbstorganisation: Wie gehst du mit Krankheit oder Urlaub in der Selbstständigkeit um?

Verena: Ich war schon seit Jahren nicht mehr krank, habe aber für den Ernstfall vorgesorgt. Ansonsten habe ich immer vier bis fünf Beiträge fertig vorbereitet, die sofort online gehen könnten. Eine kleine Grippe könnte ich also mal einschieben. ;) Urlaub mache ich zwar, aber nicht ohne morgens und abends meinen Blog und Mails zu checken. Ich handhabe es so, dass ich vor dem Urlaub alle Beiträge vorschreibe, damit ich währenddessen auch mal freie Zeit genießen kann.

Bewerbungen sichten, Leute ablehnen, mit jemandem im Team arbeiten – wie sind die Erfahrungen zum ersten Praktikum bei dir?

Verena: Ich war positiv überrascht über die Menge an Bewerbungen und auch die teils persönlichen Anschreiben fand ich richtig toll. Daher war es auch wirklich schwer, mich nur für eine zu entscheiden. Aber ich habe die für mich am besten Passende ausgewählt. Wir hatten eine tolle Zeit. Die Woche ist wie im Flug vergangen und ich hätte mich schon an sie gewöhnen können. Sie hat mir einiges an Arbeit abgenommen, selbst tolle Artikel verfasst und mich bei der Umsetzung von Projekten unterstützt.

Trixi, wie hast du dich beworben und was war deiner Meinung nach der ausschlaggebende Punkt, weshalb sich Verena für dich entschieden hat?

Trixi: Als ich vom Praktikum erfahren habe, habe ich mich sofort an den PC gesetzt und ein Thema für den Bewerbungstext gesucht. Da Verena nun auch Trendreports schreibt, habe ich meine Textprobe ähnlich gestaltet. Ein netter Text dazu und das war es meinerseits. Ich denke, Verena hat mich gewählt, da unser Schreibstil sehr ähnlich ist und ich bereits Erfahrung mit WordPress und Co. hatte. So konnte sie sichergehen, dass wir in der Praktikumswoche viel schaffen und nicht zu viel Zeit mit einer Einschulung verstreicht.

Wie man zu einem Praktikum bei einer Bloggerin kommt…

Du stehst am Beginn deiner Bloggerkarriere und konntest jetzt bei Who is Mocca? ins professionelle Bloggerbusiness hineinschnuppern – was hast du für dich mitgenommen?

Trixi: Ich bin nun hochmotiviert und habe schon viele Neuerungen für meinen Blog amigaprincess.com im Kopf. Ich bin total begeistert, mit welcher Leidenschaft und mit wie viel Spaß sie ihren Job macht und nun weiß ich: Genau das will ich auch! Ich habe wirklich viel gerlernt. Viele Kleinigkeiten und Tipps, die man nur mit der nötigen Erfahrung weitergeben kann. Verena hat mich außerdem ermutigt, mich auch in Richtung Fashion weiterzuentwickeln und mich mehr zu trauen. Alles ist möglich, wenn man hart und konsequent dafür arbeitet – und genau das hat mir Verena beigebracht.

Verena, ist es für dich ein Ziel, immer ganz eigenständig zu arbeiten, oder kannst du dir in Zukunft auch ein mehrköpfiges Team vorstellen?

Verena: Ich habe bereits freie Redakteure, die für mich schreiben, denn Who is Mocca? entwickelt sich immer mehr zu einem Magazin. Eine Art Blogazine also. Da mein Blog aber mein ganzer Stolz ist, muss in jedem Redakteur etwas „Mocca“ drin stecken und zu meinem Stil passen. Ansonsten würde das nicht funktionieren. Ich habe allerdings drei tolle Mädels für Beiträge im Fashion, Beauty und Interior Bereich gefunden, die mich bereits tatkräftig unterstützen. Who is Mocca? soll schließlich wachsen und gedeihen.

Kannst du anderen in einer ähnlichen Situation Tipps geben?

Verena: Eine gute Organisation ist das A und O. Es schadet auch nicht, eine gewisse Menge an Beiträgen in petto zu haben, vor allem wenn man sich an einen gewissen Themenplan hält. Die gegenseitige Unterstützung in der Blogger-Community spielt und wird immer eine große Rolle spielen. Gemeinsam kommt man meist sehr viel schneller und teilweise auch leichter ans Ziel.

 Wie war das Praktikum im Rückblick, was habt ihr alles gemeinsam erlebt?

Trixi: Es war wirklich eine tolle Woche und ich habe viel gelernt. Leider ist die Zeit viel zu schnell vergangen. Wir hatten jede Menge Spaß und auch viele ernste „Businessgespräche“. Ich kann wirklich viel mit nach Hause nehmen und bin sehr dankbar! Einen genauen Bericht findet ihr auch auf whoismocca.com und auf amigaprincess.com.


PS:
Neben Erfahrungen und Tipps hat Trixi jetzt übrigens noch etwas anderes mit nach Hause genommen: einen fixen Platz im Redaktionsteam von Who is Mocca? Außerdem hat Verena wohl Blut geleckt: Sie hat angekündigt, auch in Zukunft wieder einmal ein Praktikum bei Who is Mocca? auszuschreiben. Ihr seid kreativ und wollt den Schritt in die Selbstständigkeit wagen? Hier findet ihr weitere Tipps dazu.

Bildergalerie: Praktikum bei einer Fashion-Bloggerin

Praktikum bei einer Lifestylebloggerin Warda Network | Simon Rainer Warda Network | Simon Rainer Warda Network | Simon Rainer Warda Network | Simon Rainer Praktikum Bloggerin Warda Network | Simon Rainer Warda Network | Simon Rainer Warda Network | Simon Rainer Warda Network | Simon Rainer Warda Network | Simon Rainer Warda Network | Simon Rainer Warda Network | Simon Rainer Warda Network | Simon Rainer Warda Network | Simon Rainer

Bildnachweis: whoismocca?, Simon Rainer / Warda Network

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Lesestoff für den Berufseinstieg: Get Organized!

Buch Get Organized

Erster Job, erstes Gehalt und jede Menge neue Aufgaben. Damit sich Berufsanfänger im Neuland „erster Job“ nicht verirren, gibt ihnen Autorin Isabelle Pfister einen Ratgeber mit auf den Weg. „Get Organized!“ richtet sich an alle, die im ersten Job starten und beim Thema Selbstmanagement noch ein bisschen Nachhilfe brauchen.

Wir verlosen drei Exemplare des Ratgebers – alle Infos dazu unten!

Vom Studium den Sprung in den ersten Vollzeitjob zu machen, das bringt eine Menge Herausforderungen mit sich. Vielleicht gestaltet sich dein Tagesablauf plötzlich ganz anders, du verantwortest dein eigenes Aufgabengebiet, musst dich in ungewohnte Arbeitsprozesse einordnen und die Work-Life-Balance, ja die sollte auch irgendwo stecken. Alle, die beim Start etwas Hilfe benötigen, werden in Isabelle Pfisters Buch „Get Organized!“ fündig.

Gut organisiert im ersten Job

Selbstmanagement ist ein Prozess, der Spaß machen kann und darf – so weit das Versprechen des Buches. Um die Leser zu Selbstmanagement-Experten zu machen, orientiert sich der Ratgeber an drei Ebenen: Die normative, in der es um die Vision, die Prinzipien und die Philosophie geht; die strategische, auf der mittelfristige Ziele gesetzt und Aufgaben priorisiert werden; die operative, bei der es darum geht, die Dinge im Tagesgeschäft richtig umzusetzen.

Acht Kapitel sollen Leser dabei unterstützen, zum eigenen Feelgood-Manager zu werden. Besprochen werden Themen wie Zeitmanagement, die (manchmal mühsame) Zusammenarbeit mit Kollegen, Zielsetzungen und natürlich, wie man es schafft, Ordnung zu halten. Über allem steht ein großes Ziel: Sein eigenes Mission Statement finden.

Pfisters Ratgeber ist stark praxisorientiert mit vielen Übungen wie dem persönlichen Wochenplaner oder dem Auffinden der eigenen Stressverstärker. Ergänzt wird der Autoren-Text durch zahlreiche Expertenstatements, die verraten, wie andere Menschen ihren Joballtag meistern.

Verlosung: 3 Exemplare von „Get organized!“ für euch

Einfach bis einschließlich Sonntag, 29. Mai 2016 eine E-Mail mit dem Betreff „Get organized!“ samt Postadresse an marketing@karriere.at senden. Die drei Bücher werden unter allen Einsendungen verlost – der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden per E-Mail informiert.

Bildnachweis: Nikita Sursin / Shutterstock

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Wer wird Bundeskanzler? Best-of aus mehr als 500 Bewerbungen

Bundeskanzler Inserat

Mit Freiwerden des Bundeskanzlerpostens war uns klar: Das ist ein Fall für karriere.at! Was wir nicht geahnt haben, war die gewaltige Resonanz in der Berichterstattung und das Rascheln im Online-Blätterwald: Unser Stelleninserat erreichte auf Facebook mehr als 400.000 Personen und wurde mehr als 250.000 Mal aufgerufen. Das Resultat daraus? Mehr als 500 Bewerbungen innerhalb der ersten 48 Stunden! Die Basics einer richtig guten Bewerbung gelten natürlich auch für Spitzenpositionen im Staat. Wir haben alle Zusendungen gesichtet und für euch die besten Abschnitte aus den erhaltenen Kanzler-Bewerbungen herausgesucht – sortiert nach Bewerbungs-Must-haves.

Inserat Bundeskanzler

Was macht eine gute Kanzler-Bewerbung aus?

Parteibuch, Vitamin B, Männer- oder Frauenbünde – alles gar nicht nötig, denn die eingetroffenen Bewerbungen für das Amt des Bundeskanzlers sprechen für sich. Mehr als 500 Bewerbungen haben wir auf unser Inserat hin erhalten – in gerade einmal 48 Stunden. Und auch bei der Bewerbung für das hohe Amt ist klar, dass Anschreiben und Lebenslauf perfekt sein müssen. Wir sind von unseren Kandidaten und ihren Bewerbungen begeistert und zeigen euch deshalb ein „Best-of der Bundeskanzlerbewerbungen“! #willstdukanzlerstdu

Punkten durch Bescheidenheit

  • Meine Erwartungen an das Land sind nicht groß. Umgekehrt erhoffe ich mir auch keine allzu großen Erwartungen an meine Person. Meine persönliche Stärke, einfach alles auf sich zukommen zu lassen, nichts zu planen, und auch nichts zu überstürzen, kann ich sicher in den Beruf einbringen. So ändert sich nichts und die künftigen Generationen können dadurch genau abschätzen, mit welchen Problemen sie konfrontiert sein werden und können schon jetzt beginnen, sich Lösungen zu überlegen.
  • Politische Erfahrung und Qualifikation bzw. Bildung sind keine Voraussetzungen für diese spannende Stelle und ich bringe auch nichts davon mit, außer einem laufenden Studium, das kaum etwas mit Politik zu tun hat. Aber da ich auf Lehramt studiere, sitze ich ohnehin nur im Park herum oder demonstriere.

Identifikation mit der ausgeschriebenen Stelle

  • Die von Ihnen ausgeschriebene Stelle entspricht darüber hinaus sehr gut meinem Fachwissen, als ehemaliger Politprovinzjournalist und langjähriger Gemeinderat (3 Amtszeiten, jedes Mal wiedergewählt, dass soll mir mal wer nachmachen!) beherrsche ich den Buffetsmalltalk ebenso souverän wie das Durchschneiden diverser Eröffnungsschleifen.
  • Bei der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung bin ich auf Ihr Stelleninserat gestoßen – Sie haben mein vollstes Interesse. Die von Ihnen ausgeschriebene Stelle entspricht darüber hinaus auch sehr gut meinem Mangel an Fachwissen. Schon seit meiner zweijährigen Tätigkeit als Klassensprecher einer 2. und 3. A-Klasse in Wien Leopoldstadt war es ein berufliches Ziel von mir, Regierungsverantwortung zu übernehmen – dort konnte ich auch schon umfangreiche politische Erfahrung sammeln.

Das große Ganze sehen und im Anschreiben klar vermitteln

  • Als vor 10.000 Jahren der kleine Marduk beim Spielen mit seinen Freunden auf eine in Stein gemeißelte Inschrift stieß, war den Dorfschamanen schnell klar, dass hiermit die Ankunft des Großen Kriegers prophezeit sei.
    Dieser vom Universum verliehene Titel darf, bei aller selbstkritischer Bescheidenheit, mir zugeschrieben werden. Infolge dieser unbestreitbar skandalös guten Qualifikationen trete ich nun den Pfad des Schicksals an und beginne die Errettung der Erde als Bundeskanzler unseres schönen Staates.

Durch Fragen Interesse signalisieren

  • Klingt gut. Gerade die Essensmarkerl sprechen mich an. Braucht man dann da gar nichts zahlen für das Essen bzw. ist da auch eine Nachspeise dabei? Über das Gehalt müssen wir noch reden.

Persönliche Infos sind ein MUSS!

  • Zu meinen Hobbies gehören Nutella-Fressen, Chakren-Reinigung und RTL2.
  • Dass ich frischen Wind in die Hofburg bringe, merkt ihr spätestens dann, wenn die Klänge von Motörhead und Slayer durch die Gänge schallen.

Wirkungsvoller letzter Satz im Anschreiben

  • Sehen Sie dieses Schreiben nicht als Bewerbung, sondern vielmehr zugleich als Amtsantritts-Bestätigung.

Und wer hat sich beworben?

Üblicherweise unterliegen Bewerbungen ja der Anonymität, angesichts des Who-is-who machen wir allerdings eine Ausnahme. Auch wenn der dringende Verdacht besteht, dass einige Kandidaten mit einem Pseudonym nachgeholfen haben: Werner Faymann, Michael Häupl, Alfons Haider, die Grinse Katze, Kim Jong Un, Barack Obama, Wladimir Putin, Heinz Christian Strache, KC Streichel, Richard Lugner, Terminator Arni, Hubert Gorbach, Mark Zuckerberg, Jesus Christus und Laura Rudas. Viel Erfolg! ;-)

Übrigens: Die karriere.at-Bewerbungskommission berät sich und kontaktiert alle Bewerber. Die kreativsten Anschreiben werden mit einem Goodie-Package belohnt.

Bildnachweis: Octavus/Shutterstock, karriere.at (Inserat)

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Wie virtuelle Führung den Wunsch nach flexiblem Arbeiten erfüllt

Virtuelle Führung eines Teams

Arbeitnehmer, die morgens am Arbeitsplatz im Büro eintreffen und diesen Abends wieder verlassen – in den meisten Unternehmen Realität. In naher oder nicht so ferner Zukunft könnte es auch anders aussehen. Bewerber wünschen sich zunehmend die Möglichkeit, flexibel und ortsunabhängig zu arbeiten. Auf der Suche nach Talenten sollte man sich außerdem nicht darauf verlassen, dass High Potentials für einen neuen Job mit Sack und Pack umziehen. Gute Gründe, sich mit dem Thema „Virtuelle Führung“ auseinanderzusetzen. Unternehmensberater Wolfgang Tschinkel kennt die Chancen und Fallen der Führung auf Distanz.

Wolfgang Tschinkel

Wolfgang Tschinkel

Teamwork wird im Arbeitsleben großgeschrieben, aber nicht immer befinden sich die Mitglieder eines Teams am selben Arbeitsplatz. Die Führungskraft in Österreich, das Sales-Team in Deutschland oder überhaupt: eine Gruppe Mitarbeiter, verstreut auf der ganzen Welt. So international muss es aber gar nicht erst werden – zunehmend wünschen sich Arbeitnehmer, teilweise oder komplett von zu Hause aus zu arbeiten. An den Abschied von der Präsenzkultur müssen wir uns langsam gewöhnen – und das fällt nicht allen Führungskräften und Arbeitgebern leicht. Worauf es bei der Führung virtueller Teams ankommt und welchen großen Fehler österreichische Arbeitgeber hier begehen, weiß Wolfgang Tschinkel. Er ist Unternehmensberater und begleitet Arbeitgeber in Change Prozessen. Über die Vor- und Nachteile der Führung aus Distanz haben wir uns mit ihm unterhalten.

Führen auf Distanz: die Voraussetzungen

Home Office, mobiles Arbeiten, der Wunsch nach Flexibilität wird immer lauter. Denken Sie, das Thema Arbeiten und Führung auf Distanz wird in Zukunft noch relevanter?

Tschinkel: Das Thema virtuelle Führung wird sicher noch wachsen, sich weiterentwickeln und für Arbeitgeber immer relevanter werden. Man muss sich nur die Social Media Strukturen ansehen, die von vielen Führungskräften noch gar nicht genutzt werden – und für junge Arbeitnehmer völlig normal sind. Für sie ist die Denkweise eine ganz andere, für sie ist es auch völlig egal, von wo aus sie ihre Arbeit erledigen. Ich habe festgestellt, dass IT-Unternehmen ursprünglich die ersten waren, die sich mit dieser Thematik auseinandergesetzt haben. Mittlerweile gehen auch andere Branchen dazu über – darunter auch Industrieunternehmen, Banken und produzierende Betriebe.

„Österreich hinkt anderen Ländern hinterher.“

Auf der Tagesordnung steht in Österreich aber nach wie vor klassisch: „9 to 5“ vor Ort am Arbeitsplatz.

Tschinkel: Das ist der Haken daran – Österreich hinkt anderen Ländern in dieser Thematik hinterher. Weniger vom gesetzlichen Rahmen, sondern wie es in den Unternehmen gelebt wird: Haben wir eine „9 to 5“-Kultur, wo die Chefs darauf achten, wann die Arbeitnehmer da sind? Ich kenne einige Unternehmen, in denen flexibles Arbeiten rechtlich und vom System her möglich wäre – und das wird nach außen hin auch so kommuniziert. Die Realität sieht dann anders aus: Möchte ein Mitarbeiter einen Tag Home Office einlegen, sagt die Führungskraft dazu: Sicher nicht! Zu Hause habe ich Sie ja nicht im Griff.

Ein Beispiel aus der Praxis: Im Rahmen eines Change Projektes habe ich eine Bank begleitet, dort wurde nach außen kommuniziert, dass flexibles Arbeiten möglich sei. Im Gespräch mit Mitarbeitern habe ich dann erfahren, dass ein Tag Home Office von der Führungskraft nicht gewünscht oder ermöglicht wird. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft oft eine große Lücke. Rekrutiere ich jemanden von der Generation Y oder der Gen What und der findet im Job dann heraus, dass etwas „Versprochenes“ vom Arbeitgeber nicht gehalten wird – dann ist der schnell wieder weg und sucht sich einen neuen Job. Andere Arbeitgeber ermöglichen die kommunizierten Dinge nämlich auch.

Sie sprechen das Bedürfnis an, Arbeitnehmer „im Griff zu haben“. Was Vertrauen betrifft, besteht in Österreich wohl noch Aufholbedarf?

Tschinkel: Ich denke, dass wir hier grundsätzlich vor einem Kulturwandel stehen, der Zeit und eine neue Denkweise benötigt. Sehen wir uns nur das Thema Change Management an, das viel damit zu tun hat. Da braucht es noch viel Umdenken. Wird Vertrauen von oben nicht vorgelebt, wird es schwierig, solche Unterfangen überhaupt auf die Straße zu bringen. Erst dann lassen sich Dinge wie Vertrauensarbeitszeit oder Home Office erst einführen. Ein Unternehmenskulturwandel ohne Commitment von oben? Das geht nicht!

Arbeit auf Distanz und virtuelle Führung

Virtuelle Führung in der Praxis

Worauf müssen Arbeitgeber bei der Bildung eines virtuellen Teams achten?

Tschinkel: Distanz managen, Vertrauen aufbauen und Routinen festlegen – für mich sind das die drei grundsätzlichen Themen virtueller Führung. Die Teamphasen gibt es auch für virtuelle Teams, allerdings sehen sie dort anders aus. Die Teamkurve bleibt aus, wenn nicht mindestens einmal persönlicher Kontakt zwischen allen involvierten Personen stattgefunden hat. Ein Kick-off-Event ist ein absolutes Muss. Die Teammitglieder müssen einmal die Gelegenheit haben, sich persönlich zu sehen und kennenzulernen. Es ist nicht möglich, einfach zu sagen: Wir haben jetzt ein Team und halten nur virtuelle Meetings ab. Mitarbeiter arbeiten dann stand-alone in einer Gruppe – das ist keine Teamarbeit. Es gibt Unternehmen, die investieren in solche Kick-offs für ihre Teams und es gibt Arbeitgeber, die möchten dafür am liebsten kein Geld ausgeben – hier ergibt sich natürlich ein Spannungsbogen.

Welche Vor- und Nachteile gibt es, wenn Führungskräfte ein Team auf Distanz führen?

Tschinkel: Es gibt einige Vorteile, die ganz typisch sind für virtuelle Arbeit – aber auch Nachteile:

  • Ein Vorteil ist es, Experten flexibel an verschiedenen Standorten einbinden zu können. Ich kann ein Team so zusammensetzen, dass örtliche Verfügbarkeit keine Rolle spielt. Ich kann mir die Top-Skills zusammensuchen.
  • Ein Team, dessen Personen selbstverantwortlich zusammenarbeiten, besitzt einen hohen Grad an Eigenorganisation.
  • Der Kostenaspekt: Virtuelle Führung spart Anfahrts-, Abfahrts- oder Reisekosten, das optimiert außerdem die Zeitressourcen.
  • Ein möglicher Nachteil, den ich in der Praxis immer wieder erlebe, ist die geringe Identifikation mit dem Team. Bei internationalen und interkulturellen Teams ist die Geschäftssprache oft Englisch, die Teammitglieder kommen aber aus unterschiedlichen Ländern und sprechen verschiedene Muttersprachen. Das erschwert den Vertrauensaufbau. Falls dieser Aufbau überhaupt möglich ist, dauert das lange.
  • Manche Arbeitnehmer leiden unter dem Gefühl der Isolation, wenn sie alleine arbeiten.
  • Ein virtuell geführtes Team ist abhängig von der Technologie, die Kommunikation erst ermöglicht.
  • Nicht zuletzt kann mangelndes oder fehlendes Feedback durch die Führungskraft ebenfalls ein Nachteil sein.

Gibt es Arbeitnehmer, die sich für virtuelles Arbeiten besonders gut eignen?

Tschinkel: Es macht zuerst einen großen Unterschied, ob in der virtuellen Welt innerhalb eines Kulturkreises zusammengearbeitet wird, oder über mehrere Kulturen hinweg. Auch die Form der Tätigkeit spielt eine Rolle. Um das zu konkretisieren, greife ich gerne auf die Typen von Corell zurück:

  1. Der Besondere
    Extrovertierte Typen, die sich für virtuelle Arbeit eignen, wenn sie sich auch auf diesem Weg profilieren können. Sie benötigen laufend Feedback und das Wissen, dass sie und ihre Arbeit gesehen werden. Fällt das weg, sind sie schnell demotiviert.
  2. Der Sicherheitsorientierte
    Er geht risikominimierend vor und kann virtuell gute Arbeit leisten, wenn sie wertgeschätzt wird. Diesem Typ Arbeitnehmer muss man genug Zeit geben.
  3. Der Teamorientierte
    Im virtuellen Kontext tut er sich oft schwer, wenn er alleine arbeiten muss. Ihm fehlt die Gruppe, er arbeitet gerne direkt im Team und benötigt viel Austausch. Fällt das weg, fühlt er sich alleine und isoliert.
  4. Der Verlässliche
    Genauigkeit und Exaktheit sind ihm sehr wichtig. Hat er das Gefühl, dass auch die anderen Teammitglieder so genau arbeiten, kommt er gut mit virtueller Arbeit zurecht. Er klinkt sich schnell aus, sobald er das Gefühl hat, dass er sich mit den anderen nicht genug abstimmen kann oder sie seinen Prinzipien nicht genügen.
  5. Der Autonome
    Er liebt seinen Freiraum und es geht ihm extrem gut, wenn er selbstständig und alleine für sich arbeiten kann. Seinen Weg geht er gerne autonom, selbstbestimmtes Arbeiten z.B. im Home Office ist für ihn kein Problem. Bei diesem Arbeitnehmer ist es nur wichtig darauf zu achten, dass er sich nicht zu weit vom Geforderten entfernt.

Welche Themenbereiche dürfen Arbeitgeber außerdem nicht außer Acht lassen?

Tschinkel: Das Festlegen von Routinen und den Bereich Kultur bzw. Interkultur. Manche virtuelle Teams haben unterschiedliche Arbeitszeiten, bedingt durch verschiedene Zeitzonen. Ein Meeting ist für den einen frühmorgens, für den anderen am Nachmittag und für den nächsten mitten in der Nacht. Hier ist es wichtig, über Routinen nachzudenken. Es soll nicht immer denselben Arbeitnehmer treffen, der sich um 3 Uhr morgens für ein Meeting den Wecker stellen muss. Letzter Bereich ist das Thema Kultur und Interkultur: Was läuft in anderen Kulturen anders, wie müssen sich beide Seiten anpassen, damit es langfristig funktioniert? Auf lange Sicht wird das bei virtueller Führung oft vergessen.

Zur Person

Wolfgang Tschinkel hat Abschlüsse in Betriebswirtschaft, Managementtraining, Unternehmensberatung und ist akkreditierter Wirtschaftstrainer. Ausbildungen in systemischer Beratung, transpersonaler Psychologie, Transaktionsanalyse, Change Management, NLP und Führungstechniken. Heute ist er Eigentümer und Geschäftsführer von IQ Consulting mit den Beratungsbereichen Organisationsentwicklung, Change Management und Managementtraining. In den letzten Jahren hat IQ Consulting in über 90 Unternehmen Menschen begleitet, gefördert und entwickelt.

Bildnachweis: Rawpixel.com/Shutterstock; GaudiLab/Shutterstock

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Gute Nachrichten für Fachkräfte: Digitalisierung sorgt für mehr Nachfrage

Fachkräfte-Stellenmarkt

Das Jahr 2016 schließt mit einem guten 1. Quartal für den Fachkräfte-Stellenmarkt ab: Die Zahl der Stellenanzeigen für Fachkräfte hat ein deutlich höheres Niveau erreicht als noch vergangenes Jahr. Die Werte sind so hoch wie seit Mitte 2012 nicht mehr – der Digitalisierung sei Dank, wie der Hays-Fachkräfte-Index ermittelt hat.

Der Hays Fachkräfteindex hat wieder Stellenanzeigen (Online und Print) ausgewertet und analysiert, wie das Jobangebot für Fachkräfte u.a. aus IT, Technik, Finanzwesen, Industrie sowie Sales & Marketing in Deutschland momentan aussieht.

Aus dem Index ragen vor allem die Nachfrage nach Fachkräften für IT und Sales & Marketing hervor mit einem Anstieg von jeweils 23 Punkten. Ebenso gut scheint die Lage für Finance-Spezialisten zu sein: auch sie können bei den Stellenangeboten von einem Plus von 19 Punkten profitieren.

Sales & Marketing-Fachkräfte mehr denn je gefragt

Vor allem Sales Manager und Online Marketing Manager stehen hoch im Kurs. Know-How in Sachen digitale Welt sind im Marketing wohl gefragt, um Unternehmen in die „neue Welt“ zu begleiten. Sales & Marketing-Fachkräfte sind auch im Handel recht beliebt, der aufgrund seines Geschäfts im Endkundenbereich ohnehin den mit Abstand zahlenmäßig höchsten Bedarf hat.

Index Fachkräfte-Stellenmarkt

IT-Spezialisten brechen Rekord

Der aktuelle Wert von 129 für die Suche nach IT-Fachkräfte stellt einen neuen Rekord seit Bestehen des Index im Jahr 2011 dar. Was sofort auffällt: Die Digitalisierung scheint den positiven Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte und Spezialisten an der Schnittstelle zwischen Software und Maschinen deutlich anzuschieben. Anwendungsentwickler und hardwarenahe Softwareentwickler sowie IT-Berater werden stark nachgefragt. Besonders im Handel werden IT-Spezialisten gesucht, um das Online-Geschäft anzukurbeln.

Die ITK-Branche steht hoch im Kurs am Fachkräfte-Stellenmarkt

Die Stellengesuche aus der Informations- und Telekommunikationstechnik toppen das noch mit 36 mehr Punkten im Vergleich zum letzten Quartal. Der Handel, der von der Digitalisierung geprägt ist, kann hier ebenso mithalten. Im Maschinenbau sorgten digitale Aktivitäten für einen Anstieg des Index um 28 Punkte.

Finanzspezialisten gefragt am Fachkräfte-Stellenmarkt

Auch bei Banken und Versicherungen, die ihre Prozesse und Geschäfte ebenfalls digitalisieren, gibt es allen Grund zur Freude: Um immerhin 25 Punkte stiegen dort die Stellenanzeigen. Am häufigsten gesucht werden immer noch Controller. Fast verdoppelt hat sich im letzten Quartal die Zahl der Stellenangebote für Auditoren. Das veranschaulicht, dass Unternehmen verstärkt Fachkräfte für ihre Compliance benötigen. Auch die Nachfrage nach Bilanz- und Finanzbuchhaltern legte deutlich zu.

Engineering durchwachsen

Insgesamt entwickelt sich der Fachkräfte-Stellenmarkt auch für Ingenieure positiv, die einzelnen Berufsgruppen ergeben allerdings ein differenzierteres Bild. Mehr Stellenanzeigen gibt es für Projektleiter und Qualitätsmanager. Konstrukteure werden zahlenmäßig nach wie vor am meisten gesucht.

Digitalisierung: „Bildungssystem muss nachziehen!“

„Die Digitalisierung unserer Volkswirtschaft kommt jetzt spürbar auf dem Arbeitsmarkt für Fachkräfte an. Mehr denn je ist es daher wichtig, dass das Bildungssystem diese Entwicklung schnell aufgreift und die passenden Angebote entwickelt. Gleichzeitig sind Unternehmen gefragt, ihre Aus- und Weiterbildung auf die digitalen Themen einzustellen“, kommentiert Dirk Hahn, Vorstand der Hays AG, die Ergebnisse des Index.

Bildnachweis: SFIO CRACHO / Shutterstock; Hays

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Söldner, Superstar, Sklave: Wie glücklich bist du im Job?

Studie: Glücklicher im Beruf

Viele Dinge spielen eine Rolle, wenn es um die Frage geht: Wie glücklich bist du in deinem Job? Generell lassen sich alle Faktoren in zwei Gruppen einteilen: Materielle und immaterielle Dinge. Geld, Kollegen, Arbeitsatmosphäre: Wie happy Arbeitnehmer sind und in welchen Rollen sie sich selbst sehen, das hat die Umfrage „Glücklicher im Beruf“ herausgefunden.

Wie glücklich oder unglücklich ein Job macht, hängt von vielen Faktoren ab: Vom Gehalt, den Kollegen, den Führungskräften und der Tätigkeit selbst. Was Arbeitnehmer glücklich macht, hat eine Studie erfragt. Durchgeführt wurde sie von Martin-Niels Däfler (FOM Hochschule Frankfurt/Main) gemeinsam mit dem Social Media Recruiting Experten Ralph Dannhäuser als Grundlage für ihr Buch „Glücklicher im Beruf“ . Befragt wurden mehr als 1.500 deutsche Arbeitnehmer.

Ich war jung und brauchte das Geld

Abgefragt wurde, wie happy die Arbeitnehmer mit ihrem Job in materieller und immaterieller Hinsicht sind. Kernergebnis der Studie: Zwei Drittel aller Arbeitnehmer sind nicht glücklich in ihrem Job. Dabei liegt es oft nicht am Geld: „Es hapert vor allem an der Atmosphäre am Arbeitsplatz. Dies zeigen nicht nur die Zahlen, sondern vor allem die Angaben, die bei den Freitextantworten gegeben wurden. Insbesondere die Verhaltensweise des direkten Vorgesetzten wird kritisiert“, erklärt Studienautor Martin-Niels Däfler.  Die Ergebnisse im Detail:

  • Frauen sind etwas unzufriedener als Männer – sowohl in materieller, als auch in immaterieller Hinsicht.
  • Mit ihrem Gehalt am zufriedensten sind jene, die über Matura- oder Studienabschluss verfügen.
  • Arbeitnehmer zwischen 26 und 35 Jahren sind schwer zufriedenzustellen: das betrifft ihr Gehalt und immaterielle Faktoren.
  • Mitarbeiter über 55 Jahren klagen am wenigsten: Sie sind mit Geld und Arbeitsumfeld am zufriedensten.
  • Am zufriedensten sind Berufstätige, die länger als fünf Jahre in ihrem Job tätig sind.

Anhand der beiden Kategorien Vergütung und nicht monetäre Faktoren, haben die Studienautoren vier Typen identifiziert:

Der Söldner

Für diesen Arbeitnehmer stimmt nur das Geld. Die Bezahlung ist sehr gut oder gut, es stehen genügend Urlaubstage zur Verfügung und vielleicht sogar ein Firmenwagen. Sein Tätigkeitsbereich stellt den Söldner allerdings nicht zufrieden: Er steht mit einem Bein entweder im Bore-out oder schrammt knapp am Burn-out vorbei. Die Kollegen hält er für entbehrlich, für seine Führungskraft hat er ebenfalls nicht viel übrig. 18 Prozent der Befragten stufen sich in dieser Kategorie ein.

Der Surflehrer

Dieser Typ surft durch paradiesische Arbeitstage. Er mag seine Kollegen, arbeitet mit netten Kunden und versteht sich auch mit seinem Chef prima. Seine Aufgabe macht ihm Spaß, er geht gerne zur Arbeit. Einziger Haken: die Bezahlung. Sie liegt im unteren Durchschnitt und von Benefits kann ein Surflehrer meist nur träumen. 13 Prozent der befragten Arbeitnehmer sind „Surflehrer“.

Der Superstar

Jackpot! Für diese Arbeitnehmer stimmt im Job einfach alles – bestenfalls Kleinigkeiten stören ihr Bild von der idealen Arbeit. Die Superstars der Arbeitswelt sind mit ihrem Gehalt äußerst zufrieden, haben spannende Aufgaben und sind für Arbeitgeber tätig, die sich durch eine positive Unternehmenskultur auszeichnen. Ganze 37 Prozent der Befragten sind mit materiellen und immateriellen Faktoren ihres Jobs zufrieden.

Der Sklave

Der Typ „Sklave“ hätte lieber heute als morgen einen neuen Job. Er  wird mies bezahlt, hat unmögliche Arbeitszeiten und steht ständig unter Druck. Zum Stress kommen oft noch undankbare oder langweilige Arbeitsaufgaben sowie ein cholerischer Chef dazu. 25 Prozent stufen sich als „Sklave“ ein.

Und der Rest? 7 Prozent lassen sich nicht genau einer Kategorie zuordnen, weil sie bei beiden Dimensionen mit „mal zufrieden / mal unzufrieden“ geantwortet haben.

Love it, change it or leave it: Glücklicher im Beruf

Studienautor Ralph Dannhäuser meint zu den Ergebnissen: „Erfreulich ist, dass ungefähr ein Drittel der Berufstätigen rundum zufrieden im Job ist. Andererseits heißt das aber auch, dass zwei Drittel eben nicht glücklich sind.“ Je nachdem, aus welchen Gründen man im Job frustriert ist, schlagen die Studienautoren andere Lösungsansätze vor. Laut Däfler ist für mehr Happiness im Job oft nur etwas Mut erforderlich:  „Es mag banal klingen, doch es ist meistens der beste und einfachste Weg: Offen ansprechen, was am meisten stört. Häufig trauen wir uns jedoch nicht, heikle Dinge zu thematisieren. Lieber frisst man seinen Ärger in sich hinein, statt in die Offensive zu gehen. Sofern man aber tatsächlich den Mut gefasst hat, wird man in aller Regel feststellen, dass es gar nicht so schlimm war.“ Übrigens: Arbeitnehmern, die sich selbst als „Sklave“ einstufen, raten Dannhäuser und Däfler zur Exit-Strategie: Raus aus dem Job!

Bildnachweis: SFIO CRACHO / Shutterstock

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Keine Macht dem Stress: 14 kleine Auszeiten für jeden Tag

Tipps gegen Stress

Wenn euch alles über den Kopf wächst, ist es höchste Zeit, eine kurze Pause einzulegen. Wir haben für euch eine Infografik mit Strategien für die kurz- und langfristige Bewältigung stressiger Zeiten gefunden. Vom bewussten Schluck Wasser bis hin zur Tasse Kakao – 14 Anti-Stress-Tipps für jeden Tag:

Schnelle Tipps gegen stressige Momente

Kurze Stressspitzen können unserer Motivation auf die Sprünge helfen und dazu beitragen, dass wir in kurzer Zeit enorm viel bewältigen. Wird Stress allerdings zum Dauerzustand, kann das für Körper und Psyche auch gefährlich werden. Termindruck, ständige Unterbrechungen und Mehrarbeit machen uns das Leben schwer.

Neben Methoden zur langfristigen Stressbewältigung gibt es auch kleine Tricks, mit denen ihr Körper und Geist beruhigen könnt. Vorschläge für Mikropausen und kurze Bewegungsübungen haben wir hier bereits vorgestellt. Diese kleinen Auszeiten könnt ihr außerdem in euren Arbeitsalltag oder Feierabend einbauen:

  • Glückshormone in Tafelform
    Schokolade gegen Stress? Da sagen wir nicht Nein! Kakao regt die Serotoninbildung an, wer zu dunkler Schokolade greift, macht alles richtig: Weniger Zucker, viel Kakao.
  • To-Do-Listen
    Am Ende eines Arbeitstages die To-Do-Liste für den nächsten Tag vorzubereiten hilft, stressfreier und starten zu können. Auf den Montag könnt ihr euch bereits am Freitag vorbereiten.
  • Auszeit gönnen
    Wenn es gar nicht mehr geht: kurzer Rückzug in ein freies Büro, das Besprechungszimmer oder den Pausenraum!
  • Kurze Pause vor dem Lärm
    Erlaubt euch der Arbeitgeber, während der Arbeitszeit Kopfhörer zu verwenden, könnt ihr euch eine akustische Auszeit gönnen. Unsere liebsten Tools für eine angenehme Geräuschkulisse haben wir an dieser Stelle gesammelt.
  • Rahmenbedingungen ändern
    Arbeiten ohne genaue Anweisungen, mangelndes Feedback oder unter ständig hoher Belastung – da hilft auf Dauer auch kein Yoga. Stimmen die Rahmenbedingungen des Jobs nicht, führt das immer wieder zu Stress. Ein klärendes Gespräch mit Führungskraft und/oder den Kollegen schafft hoffentlich Abhilfe.

Erste Hilfe gegen Stress
Bildnachweis: Chutima Chaochaiya /Shutterstock; Ergotopia

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Karriere im Vertrieb: Auf diese Strategien setzen heimische Recruiter

Recruiting für den Vertrieb

Gute Vertriebsmitarbeiter sind immer gefragt – besonders dann, wenn sie die passende Ausbildung und benötigtes Backgroundwissen mitbringen. Wir haben bei zwei Arbeitgebern nachgefragt, mit welchen Maßnahmen sie Vertriebsprofis rekrutieren: So begeistern Förch und Stiegl Bewerber für eine Vertriebskarriere im Innen- oder Außendienst.

Jährlich rund 46 neue Arbeitnehmer, so gestaltet sich der Personalbedarf bei Förch im Vertrieb. Das Unternehmen versorgt Handwerk und Industrie mit Werkstatt-, Montage- und Befestigungsartikel. Zwei Vertriebsmitarbeiter decken jeweils ein Gebiet ab, versorgen dabei jedoch unterschiedlich Branchen. Besonders gefragt sind Mitarbeiter mit handwerklicher oder technischer Ausbildung wie Holz-Bau, Metall, Elektro, KFZ-Handwerk oder HKLS (Heizung-Klima-Lüfung-Sanitär). So informiert Förch über Karrieremöglichkeiten im Vertrieb:

Auf Quereinsteiger nicht vergessen

„Der größte Teil unserer neuen Mitarbeiter kommt aus einem Handwerksberuf ohne Direktvertriebserfahrung. Wir haben in unserem Sortiment insgesamt 80.000 Artikel. Für einen Außendienstmitarbeiter in der Branche Bau ist es von Vorteil, wenn er z.B. ausgebildeter Tischler ist. Dann kam er mit Produkten bereits in Berührung, kennt sich damit aus und kann dem Kunden Empfehlungen aussprechen. In den ersten drei Monaten erhalten alle neuen Mitarbeiter eine grundlegende Basisausbildung, in welcher nicht nur unsere Produkte geschult werden, sondern auch Verkaufs- und Kommunikationskenntnisse vermittelt werden“, erklärt Jana Lukic, Geschäftsbereichsleiterin Vertriebssupport. Begleitend dazu wird in regelmäßige Zusatzschulungen investiert, auf den ersten Fahrten zu Kunden sind Neulinge und „alte Hasen“ außerdem zu zweit unterwegs.

„Videos interessieren Bewerber viel mehr als textliche Information“

Im Recruiting setzt Förch auf ausführliche Informationen für Bewerber. „Wir sind sehr dahinter, den Bewerbern zu helfen und ihnen zu vermitteln, worauf wir im Bewerbungsprozess Wert legen und was sie für den Job mitbringen sollten“, erklärt Lukic. Im Vertrieb sind neben Branchenkenntnissen auch Verhandlungskompetenz ein hoher Grad an Eigenmotivation und Freude am Umgang mit Menschen gefragt. Auf der Karrierewebsite ermöglich die Rubrik „Ein Tag bei Förch“ Bewerbern einen praxisnahen Einblick. Beliebtestes Medium als Infoquelle sind Bewegtbilder. „Die Bewerber sehen sich jedes Video, das wir drehen, sehr gerne an. Bilder, Videos – das interessiert Kandidaten viel mehr als textliche Information“, sagt Lukic.

Ein Job im Vertrieb: „Viele Wege führen nach Rom“

Eine andere Branche, dieselbe Herausforderung: Die Privatbrauerei Stiegl rekrutiert für ihre acht Niederlassungen jährlich drei bis vier neue Vertriebsmitarbeiter. „Gefragt sind Verkaufspersönlichkeiten mit Bezug zu Gastronomie und Hotellerie, die erfolgreich netzwerken und Freude an herausfordernden Kundengesprächen haben“, erklärt HR-Generalist Alexander Pertele. Eine gastronomische Ausbildung ist jedoch nicht zwingend notwendig. „Viele Wege führen nach Rom. Einige unserer Vertriebsmitarbeiter waren selbst langjährig in der Gastronomie tätig, haben das Getränkegeschäft von Kundenseite her kennen gelernt und wollten in den Verkauf wechseln. Andere hatten schon Vertriebserfahrung aus anderen Branchen, die sie jetzt erfolgreich einsetzen können. Die Chancen für Quereinsteiger stehen gut“, so Pertele.

Stiegl setzt im Recruiting auf ein umfassendes Maßnahmenpaket und die Karrierewebsite infomiert über offene Stellen, Karrieremöglichkeiten und Stiegl als Arbeitgeber. „Wir sind ein wertegeführtes Unternehmen und das spürt man in der täglichen Zusammenarbeit. Neben hausinternen Weiterbildungsmöglichkeiten haben Vertriebsmitarbeiter die Möglichkeit, ihr Umfeld aktiv mitzugestalten. Um einen ganz authentischen Einblick in die abwechslungsreiche Aufgabe im Außendienst zu geben, haben wir eigens ein Video mit einem unserer Außendienstmitarbeiter gedreht“, sagt Alexander Pertele.

Bildnachweis: Dooder/Shutterstock

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Das sind die größten Zeitfresser in der Personalarbeit

Die Zeitfresser im Recruiting

Arbeiten unter Zeitdruck und hoher administrativer Aufwand – diese Bereiche machen HR im Daily Business besonders zu schaffen. Welche Aufgaben am meisten Zeit und Energie kosten, hat eine Studie erfragt: Die Top 3 der Zeitfresser im Recruiting und mögliche Lösungsansätze für effiziente HR-Arbeit.

HR-Arbeit: Prioritäten setzen

Bereits zu Jahresbeginn hat eine Befragung von Talents Connect in 100 HR-Abteilungen nachgefragt: Welcher Bereich der Personalarbeit wird in diesem Jahr die meiste Aufmerksamkeit benötigen?

  1. Alle Vakanzen rechtzeitig besetzen (48 Prozent)
  2. Prozessoptimierung (22 Prozent)
  3. Die Mitarbeiterbindung erhöhen (19 Prozent)
  4. Einsparungen im HR-Bereich (7 Prozent)
  5. Keiner dieser Bereiche (4 Prozent)

Zeitgerecht alle freien Stellen mit passenden Kandidaten zu besetzen, das ist für rund die Hälfte der HR-Verantwortlichen die größte Herausforderung. Nahezu ein Viertel der Befragten möchte ihre Prozesse optimieren. Mitarbeiterbindung und Einsparungen im HR-Bereich stehen ebenfalls im Fokus der Personalabteilungen.

Top 3 der Zeitfresser im Recruiting

Diese Einschätzung ist realistisch, das zeigt ein Blick auf die größten Zeitfresser der Personalisten. Womit haben sie im vergangenen Jahr gefühlt die meiste Zeit verbracht?

#1 Bewerbungen sichten und Vorauswahl treffen

Je nach Größe des Unternehmens landen jährlich hunderte oder tausende Bewerbungen in den Postfächern der HR-Abteilungen. Alle eingegangenen Dokumente zu sichten, zu bewerten und eine Vorauswahl passender Kandidaten zu treffen, das kostet laut HR-Verantwortlichen am meisten Zeit.

#2 Bewerbungsgespräche

Mit der Auswahl der Bewerber ist es natürlich noch nicht getan: Bewerbungsverfahren – meist in mehreren Runden – kosten Zeit. Dazu kommt die administrative Arbeit für alle To-Dos rund um das eigentliche Jobinterview. Durchlaufen Kandidaten ein Assessment-Center, erhöht sich der Arbeitsaufwand im Recruiting noch einmal erheblich.

#3 Stellenanzeigen erstellen und schalten

Auf Platz drei der Zeitfresser: Immerhin 14 Prozent der Befragten wenden viel Zeit für das Erstellen von Jobinseraten auf.

Wie könnten Lösungen aussehen?

  • Matching-Technologien erhöhen die Passgenauigkeit zwischen Arbeitgebern und Bewerbern. Das funktioniert im Active Sourcing genauso wie für interessierte Kandidaten, die Jobbörsen nach geeigneten Inseraten durchforsten. Dabei geht es nicht nur um Hard Facts, sondern auch um Soft Skills. 88 Prozent der Befragten der talents connect Studie geben an, dass Persönlichkeitsmerkmale genauso entscheidend sind, wie fachliche Eignung.
  • Zielgerichtetes Employer Branding hilft außerdem bei der Suche nach passenden Kandidaten. Arbeitgeber, die ihre Werte und Wünsche an Bewerber klar kommunizieren, erhalten dann weniger Bewerbungen – aber mehr von geeigneten Kandidaten. Alles zum Thema Employer Branding haben wir auch in unserem aktuellen Whitepaper zusammengefasst.
  • Vakanzen rechtzeitig zu besetzen – das gelingt, wenn HR geeignete Kandidaten bereits im Vorfeld ins Auge fasst. Die Talente von morgen könnten übrigens bereits in den eigenen Reihen zu finden sein.

Bildnachweis: BrAt82/Shutterstock

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