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Arbeitgeberranking: Zu diesen Unternehmen wollen die Absolventen

Trendence Arbeitgeberranking 2017

Raus aus dem Hörsaal – rein ins Berufsleben! Bei welchen Arbeitgebern österreichische Absolventen am liebsten einen Schreibtisch beziehen würden und worauf sie bei der Suche nach dem ersten Job Wert legen. Das aktuelle trendence Graduate Barometer kennt die Antworten.

trendence erhebt seit 2003 jährlich, welche Arbeitgeber bei Absolventen hoch im Kurs stehen. Für die aktuelle Studie haben 12.000 österreichische Studierende (Wirtschaftswissenschaftler und Techniker) an 31 österreichischen Hochschulen darüber Auskunft gegeben.

Der Schwerpunkt der diesjährigen Abolsventenbefragung liegt außerdem auf digitalen Talenten – Studierende, die digitale Tools entwickeln, Onlinekanäle entwickeln bzw. pflegen, ihren Lebensalltag digital tracken und sich online fortbilden. Aber nur etwas über ein Drittel der Wirtschaftswissenschaftler und knapp die Hälfte der Techniker zählen zu diesen Digitals. Exklusive Studienergebnisse zu den Wünschen der digitalen Talente werden wir in den kommenden Wochen hier im karriere.blog veröffentlichen. Heute aber zuerst das allgemeine Ranking der österreichischen Absolventen:

Top-Arbeitgeber des Jahres

  • Die Wirtschaftswissenschaftler haben, wie auch letztes Jahr, klare Präferenzen: Red Bull landet als Wunscharbeitgeber klar auf Platz 1, gefolgt von BMW und Google.
  • So sieht es bei den Technikern aus: Google steht auf der Wunschliste der Absolventen ganz oben, auf den Plätzen zwei und drei landen BMW und Siemens.

Die Präferenzen der Wirtschaftswissenschaftler

Ein Blick auf die beliebtesten Arbeitgeber der Wirtschaftswissenschaftler zeigt außerdem, dass die Top 10 vom öffentlichen Sektor dominiert wird. Die Europäische Kommission findet sich auf Platz 4, das Außenministerium auf Platz 5, die Wirtschaftskammer Österreich (neu im Ranking) auf Platz 7 und die Österreichische Nationalbank auf Platz 9. Beliebteste Branche ist jedoch die Beratungsbranche – und sie gewinnt weiter an Beliebtheit. Die Boston Consulting Group, Deloitte und PwC sind nur einige der bekannten Arbeitgeber aus der Consultingbranche, die sich im Ranking finden. Mit ein Grund für die steigende Attraktivität der Beratungsunternehmen ist, dass sie Absolventen zahlreiche Karrieremöglichkeiten bieten können – und das auch noch sehr schnell.

Die Wünsche der Techniker

Die Chemie- und Pharmabranche ist bei den Technikabsolventen besonders beliebt für den ersten Job nach dem Studium. Mit Borealis (Platz 30) und Lenzing (Platz 49) schaffen es zwei österreichische Arbeitgeber in die Top 100. Weiter vorne ebenfalls bekannte Namen: Bayer auf Platz 5, Boehringer Ingelheim auf Platz 8, Baxter auf Platz 11, Sandoz auf Platz 16 und Novartis auf Platz 19.

Bildnachweis: LOFTFLOW/Shutterstock, trendence

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In Ruhe arbeiten – Challenge Großraumbüro

Ruhe im Großraumbuero

Tratschende Kollegen, läutende Telefone und surrende Drucker sind die Feinde eines jeden Stille liebenden Arbeiters. Im Großraumbüro wird das schnell zur Herausforderung. Was uns am meisten stresst und was wir dagegen tun können: 3 Tipps für mehr Ruhe im Büro.

Die Deadline rückt näher, der Stresspegel steigt parallel zum Kaffeeverbrauch und alles, was man sich wünscht, um das Projekt endlich abschließen zu können, ist einfach Ruhe. Die ist für viele Arbeitnehmer allerdings alles andere als selbstverständlich. Das Großraumbüro kann schon eine große Challenge sein, wenn man konzentriert arbeiten möchte. Lärm ist ein Stressfaktor und sollte nicht unterschätzt werden, wenn es um die Effektivität beim Arbeiten geht: Fünf bis zehn Prozent kann die Leistungsfähigkeit durch Lärm absinken, so Studien.

Das Top-Ärgernis im Büro sind die lieben Kollegen, so der neue Office Report 2017 von Marketagent, im Auftrag von Bene Büromöbel, Wifi und karriere.at. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass diese im Schnitt 13 Telefonate führen und in rund der Hälfte der Büros das Radio läuft.

In der letzten karriere.at Online-Umfrage haben wir nachgefragt, wie sich das Großraumbüro auf die Produktivität auswirkt. Fazit: Acht von zehn Arbeitnehmer (501 Arbeitnehmer) leiden unter der Geräuschkulisse.

  • Fokussierte Arbeit ist für jeden Zweiten (55 Prozent) auf Arbeitnehmerseite nur phasenweise möglich.
  • Die Geräuschkulisse in einem Großraumbüro schränkt die Konzentrationsfähigkeit immer ein, findet ein Viertel (26 Prozent).
  • Zwölf Prozent der Befragten schaffen sich mit Kopfhörern eine akustische Insel im Lärmmeer.
  • Die Betriebsamkeit in der Arbeitsumgebung genießen kann nur ein kleiner Teil der Befragten (7 Prozent).

Manager und Führungskräfte haben es viel besser? Falsch gedacht…auch die Arbeitgeberseite (152 befragte Unternehmensvertreter) fühlt sich betroffen:

  • Mehr als die Hälfte (63 Prozent) kann sich aufgrund von Lärm zeitweise nur schwer konzentrieren.
  • Dass der Lärmpegel im Großraumbüro ein Grund für ständige Ablenkung sein kann, finden 17 Prozent der Voting-Teilnehmer.
  • Jeweils zehn Prozent der Unternehmensvertreter empfinden Lärm als positiv oder entfliehen der allgemeinen Geräuschkulisse durch Kopfhörer.

3 Tipps für mehr Ruhe im Großraumbüro

#1 Rücksicht ist King!

Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu! Den Beziehungsstreit der telefonierenden Kollegin laut mitzuhören, kann durchaus spannend sein, muss es aber nicht. Für Telefongespräche (regelmäßige berufliche Calls, aber natürlich vor allem private) sollte man lieber einen kleinen Spaziergang einlegen – das freut die Kollegen und sorgt gleichzeitig für etwas gesunde Abwechslung, weil das ewige Sitzen unterbrochen wird. Wer gerne Musik hört während der Arbeit, sollte sich definitiv schalldichte Kopfhörer zulegen.

#2 Ruhe- und Rückzugszonen nutzen

Das ideale Büro hält Rückzugsorte und Kreativbereiche bereit. Solche Zonen sind im Nachhinein schwer nachzurüsten, obwohl Teppiche, Möbel und Pflanzen viel verändern können. Arbeitgebern kann man nur dazu raten, rechtzeitig Zonen zur Erholung von der Dauerbeschallung einzuplanen und den Mitarbeitern bereitzustellen.

Für alle Arbeitnehmer, die nicht den Luxus einer Chill-out-Area im Büro haben: Das Lärmproblem ansprechen und nachfragen, ob eine freie Wahl des Arbeitsplatzes im Bereich des Möglichen liegt oder Home Office erlaubt ist. Weniger Lärmbelästigung bedeutet schließlich besseren Arbeitsoutput und zudem sinken mit der Lärmbelästigung erwiesenermaßen auch die Krankenstände. Gegen die lästige Dauerbeschallung von Kaffeemaschine und Drucker kann beispielsweise ein extra Raum für Abhilfe schaffen, außerdem gilt: doppelter Abstand, halber Schall.

#3 Der Notfallplan

Lärmempfinden ist individuell, dementsprechend fühlt sich nicht jeder von den privaten Klatschrunden oder dem surrenden Drucker belästigt. Ist man selbst betroffen und findet absolut keine Möglichkeit zu fliehen, hilft nur eins: Kopfhörer auf und in die Lieblingsmusik eintauchen. Wenn dir Musik fürs Arbeiten zu stressig ist, hilft vielleicht eine Website oder App mit Klängen aus der Natur, etwa einem leichten Sommerregen oder Vogelgezwitscher beim Entspannen.

An Telefonläuten kann man sich übrigens gewöhnen und dieses mit der Zeit ausblenden, an Sprache leider nicht. Sprechen neben mir Menschen miteinander, hat das immer Auswirkungen auf meine Aufmerksamkeit. Die Lösung kann hier nur sein, die Kollegen darauf aufmerksam zu machen bzw. im Team zu vereinbaren, längere Gespräche in einen anderen Raum oder auf Pausen zu verlagern.

Und nicht vergessen: Alles hat zwei Seiten! Was Kommunikation und soziale Interaktion betrifft, gewinnt das Großraumbüro gegen alle.

 

Bildnachweis: Voyagerix/Shutterstock

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Ländervergleich: Kinderbetreuung während einer Dienstreise

Kind: Betreuung während der Dienstreise

Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen – gar nicht so einfach. Besonders knifflig wird es dann, wenn Dienstreisen zu längeren Abwesenheiten eines Elternteils führen. Eine Studie der Johannes Kepler Universität in Linz hat untersucht, wie Eltern weltweit diese Schwierigkeit meistern.

51 Frauen aus sieben Ländern haben Iris Fischlmayr und Katharina Puchmüller vom Institut für Internationales Management an der JKU für ihre Forschungen befragt: Welche Art von Unterstützung gibt es für berufstätige Frauen in Deutschland, Österreich, Kanada, Kolumbien, Kroatien, Mexiko und Taiwan, wenn sie dienstlich verreisen?

Über alle Kulturen hinweg schätzen berufstätige Frauen die Unterstützung, die sie von ihrer Familie erfahren wenn es darum geht, den Nachwuchs zu betreuen. Die Hauptorganisation von Kinderbetreuung und Haushalt liegt laut Studie meist in den Händen der Frauen, die beruflichen Reisetätigkeiten nachgehen. Während ihrer Dienstreise übernehmen der Partner, weitere Familienangehörige und fallweise auch Freunde Haushaltsführung und Kinderbetreuung.

Kinderbetreuung während der Dienstreise: Privatsache?

Länderspezifisch fällt die außerfamiliäre Unterstützung sehr unterschiedlich aus. Frauen in Österreich und Deutschland nehmen auch öffentliche Kinderbetreuungseinrichtungen in Anspruch. Dass der Staat berufstätige Mütter unterstützt, ist für sie eine übliche Forderung. Kinderbetreuung als Privatsache, das sehen Frauen z.B. in Mexiko und Taiwan so. Sie nutzen vor allem private Einrichtungen, um den Nachwuchs versorgt zu wissen, oder engagieren ein Kindermädchen. Vom Staat fordern Frauen in diesen Ländern vor allem finanzielle Unterstützung.

Unterstützung durch den Arbeitgeber, das gibt es so nur in der westlichen Welt: Flexible Arbeitszeiten und -orte erleichtern es Frauen, ihrer Reisetätigkeit im Job nachzugehen. Frauen aus westlichen Industrienationen sehen das als wichtigste Maßnahme, die ihnen ein Arbeitgeber bieten kann. In sämtlichen nicht-westlichen Ländern ist diese Form des Vertrauensbeweises allerdings noch nicht Teil der Unternehmenskultur. Einrichtungen wie ein Betriebskindergarten werden in westlichen Ländern zwar als hilfreich angesehen, aber nur von wenigen Frauen tatsächlich genutzt.

Flexibilität stärkt Arbeitgeberimage

Das Fazit der Studienautorinnen: „Firmen, die zeitliche und örtliche Flexibilität ermöglichen, zum Beispiel durch einen Home Office Tag nach einer längeren Reise, werden hierbei sicherlich als die attraktiveren Arbeitgeber gesehen und von der untersuchten Zielgruppe bevorzugt. Gerade in nicht-westlichen Kulturen wäre es für Frauen am wichtigsten, Arbeitszeit und -ort flexibler zu gestalten. Ebenso zeichnet sich generell eher der Ruf nach staatlicher als unternehmensseitiger Unterstützung ab.“

Bildnachweis: mooshny/Shutterstock

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Alle Unternehmen wollen im Moment agil sein – Aber was ist das?

Agile Unternehmen

Agile Unternehmenskultur – ein Begriff, der immer öfter fällt. Doch was ist damit eigentlich gemeint? Und welche weiteren Herausforderungen gibt es für die Unternehmenskultur der Zukunft? Welche Bedeutung werden Innovation und Führung spielen und wieso ist es manchmal gut, eine Führungsrolle wieder abzugeben? Antworten auf diese und weitere Fragen sind das Ziel des ersten Corporate Culture Jam am 16. Mai in Wien.

Plus Verlosung: 1 Ticket für den ersten Corporate Culture Jam im Wert von 1160 Euro.

Nur wenige haben ein Gespür dafür, was Agilität wirklich ist

Mitorganisatorin Sabine Prettenhofer berichtet im Interview, worauf sich die Teilnehmer des Corporate Culture Jam einstellen können:

Wendig, munter und flink: Das bedeutet agil. Was passiert bei ihrer Veranstaltung, einem agilen Jahresforum?

Sabine Prettenhofer

Sabine Prettenhofer: Agiles Jahresforum für Unternehmenskultur bedeutet für uns: Wir wollen viel ausprobieren. Es gibt tausende Konferenzen für HR-Menschen und andere Berufsgruppen und was wir machen möchten, ist eine Konferenz, die mehrere Berufsgruppen zusammen bringt und auf der eben viel ausprobiert wird. Wir wollen HR, genauso wie Kommunikation, Innovation und Marketing dabei ansprechen. Kurz: alle, die mit dem Thema Unternehmenskultur zu tun haben. Das macht das Ganze schon einmal agiler und herausfordernder in der Gestaltung des Programms. Alle Unternehmen wollen im Moment agil sein und nur wenige haben wirklich ein Gespür dafür, was Agilität wirklich ist. Deshalb haben wir Workshops, wie etwa einen Scrum-Workshop, um Begriffe wie diesen zu verstehen und auch erleben zu können. Agil ist das Forum auch deshalb, weil wir eine Mischung schaffen wollen aus traditionellen Unternehmen, Startups und KMU-Unternehmen. Das Wichtigste für uns ist, dass jeder Konferenzteilnehmer wirklich mitmachen kann und wird.

Unternehmenskultur schreibt sich jeder gerne auf die Fahne

Was ist ein agiles Unternehmen jetzt genau?

Sabine Prettenhofer: Für mich hat ein agiles Unternehmen eine Innovationskultur. Unternehmen, die sich etwas ausprobieren trauen und das auch relativ schnell umsetzen. Das sind Unternehmen, in denen es nicht immer für alles eine Projektgruppe gibt, sondern wo auch einmal schnell etwas einfach entwickelt wird. Es geht also in Richtung Prototyping. Im Zentrum steht für mich dabei immer die Frage: Welche Benefits bringt dies dem Kunden?

Was sind für Sie die aktuellen und künftigen zentralen Themen der Unternehmenskultur?

Sabine Prettenhofer: Unternehmenskultur ist so ein Wort, dass sich jeder gerne auf die Fahne schreibt. Ich glaube, sie hat mehrere Aspekte. Für mich hat die Unternehmenskultur immer eine starke Mitarbeiterorientierung. Ganz wichtig ist hier das Thema Information: Wie kommuniziere ich mit meinem Mitarbeitern? Wie ist der Kommunikationsfluss? Inwieweit wissen die Mitarbeiter Bescheid und können sich auch ins Unternehmen einbringen? Dann das Thema Führung. Hier wird gefragt: Wie werden Führungskräfte ausgewählt? Wie passiert Führung? Was haben Führungskräfte für einen Stellenwert? Unternehmenskultur fängt zudem oft sehr weit oben an: Wie ist die Haltung der Geschäftsführung? Wie interagiert sie mit Mitarbeitern? Das Thema, welches immer mehr reinspielt und meiner Meinung nach immer wichtiger wird, ist jenes der Innovation.

Innovation sollte nicht nur in der IT-Abteilung passieren

Was genau ist damit gemeint?

Sabine Prettenhofer: Innovation wird häufig fälschlicherweise nur mit Technologie in Verbindung gebracht. Für mich ist die Technologie nur ein Tool, nur ein Instrument für Innovation. Innovation ist vielmehr die Haltung der Mitarbeiter und des gesamten Unternehmens gegenüber dem Kunden, gegenüber Fehlern, gegenüber Neuem und auch gegenüber der Zukunft im Allgemeinen. Ich finde es sehr schade, wenn Innovationsprojekte nur rund um das Thema Technologie passieren, weil es meiner Meinung nach die Mitarbeiter oft frustriert. Man muss zuerst an der Haltung arbeiten und die Technologie dann als Ermöglicher der Innovation sehen. Innovation sollte vor allem nicht nur in der IT-Abteilung passieren: Alle Mitarbeiter, auch besonders die mit Kundenkontakt, sollten innovativ denken.

Es ist kein Drama, zu sagen: Ich will keine Führungskraft mehr sein!

Beim Jam werden viele Best Practice Unternehmen vor den Vorhang geholt: Haben sie zwei Beispiele?

Sabine Prettenhofer: Ein Vorreiter für mich ist das Schweizer Softwareunternehmen Haufe-Umatis, welches komplett neue Wege geht: Die Mitarbeiter wählen ihre Führungskräfte zum Beispiel immer wieder neu. Es ist auch kein Drama, wenn man selbst sagt: „Ich will keine Führungskraft mehr sein“. Macht und Führung wird nicht so wichtig genommen und man kann durchaus sagen: „Ich möchte mich jetzt lieber wieder einem Projekt widmen.“ In vielen Unternehmen würde das überhaupt nicht funktionieren oder als Niederlage empfunden werden. Ein österreichisches Beispiel ist der ÖAMTC, der als extrem traditionelles Unternehmen sagt: „Wir müssen uns verändern“. Im neuen Gebäude leben sie das neue Arbeiten, etwa mit flexiblen Arbeitszeiten.

Die Veranstaltung selbst ist übrigens auch agil: Ein Projektteam von insgesamt acht Leuten aus den drei Organisationen succus, IDENTITÄTER und M.O.O.CON hat im Sommer 2016 mit der Entwicklung begonnen, Anmeldungen für das Corporate Culture Jam in der Wiener Anker Brotfabrik sind online möglich.

Zur Person:

Sabine Prettenhofer ist Beraterin bei IDENTITÄTER und wortwelt. Als Expertin für Employer Branding gibt sie ihr Wissen auch als Lektorin an der FH Wien weiter.

Veranstaltungsticket gewinnen:

Die Veranstalter verlosen ein Ticket für den Corporate Culture Jam im Wert von 1160 Euro. Einfach bis einschließlich Sonntag, 30. April 2017 eine E-Mail mit dem Betreff „Jam“ samt Postadresse an marketing@karriere.at senden. Das Ticket wird unter allen Einsendungen verlost – der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinner wird per E-Mail informiert.

Bildnachweis: rawpixel.com/Shutterstock, Identitäter

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Erfolgreich durch Hypnose: So wirst du deine Ängste los!

Mehr Erfolg im Job durch Hypnose

Per Hypnose glücklich und erfolgreich im Job? Ja, das geht, sagt eine, die es wissen muss. Die Linzer Psychologin Denise Wilson wendet seit Jahren unter anderem Hypnose bei ihren Klienten an. Diese kommen aus den verschiedensten Bereichen, sind oft in Führungspositionen und so manch einer hat danach nicht nur Job, sondern sogar Branche gewechselt.

Viele werden es wohl kennen: das Gefühl, mit einer Sache nicht glücklich zu sein, obwohl doch eigentlich alles passen würde. Seine Ziele erreicht zu haben und dennoch nicht erfüllt zu sein. Beruflich oder aber auch privat. Eine, die bei der Spurensuche und Neuorientierung helfen kann, ist die Linzer Psychologin Denise Wilson. Neben dem mentalen Training, welches vor allem mit Spitzensport in Verbindung gebracht wird, arbeitet sie auch mit Hypnose. „Hypnose kann helfen, den Dingen auf den Grund zu gehen und meist setzt dadurch der Behandlungserfolg viel schneller ein“, so Wilson.

„Man behält immer die letzte Kontrolle“

Denise Wilson

Aber zurück zum Start. Es gibt Begriffe, die sind einfach vorbelastet: Hypnose ist so einer. Schuld daran ist unter anderem die Showhypnose in Fernsehen und Co., die das Bild von willenlosen Menschen vermittelt hat, die wie Marionetten alles tun, was ihnen der Hypnotiseur vorgibt. Alles Humbug, so die Psychologin. „Man behält immer, auch in diesem Zustand, die letzte Kontrolle über das, was man sagen und tun will, und was nicht. Die Hypnose hilft aber, Unbewusstes hervorzuholen und Dingen auf den Grund zu gehen.“ Allgemein bekannt ist zum Beispiel die Anwendung der Hypnose bei der Bekämpfung von Phobien, wie etwa der Angst vor dem Zahnarztbesuch oder vor Spinnen. Sie kann aber noch viel mehr, verrät Wilson.

Geringes Selbstbewusstsein als Hauptursache von Problemen

Ihr Klientel ist bunt gemischt: Spitzensportler, Studenten mit Prüfungsangst, Schauspieler aber auch Arbeitnehmer wie du und ich oder Führungskräfte suchen bei ihr Hilfe für das Arbeitsleben. Behandelt wird etwa die Angst, vor vielen Menschen zu sprechen oder aber auch jene, unangenehme Prozesse umzusetzen. Eine graue Maus wird auch durch Hypnose kein Rockstar aber kann lernen, besser mit der beruflichen Rolle zurechtzukommen. „Ich kann und möchte keine Persönlichkeiten ändern, aber ich kann den Menschen in der Hypnose vermitteln, dass sie ihre Ziele erfolgreich umsetzen können.“ Meistens, so Wilson, ist die Ursache für Probleme ein geringes Selbstbewusstsein. Dieses kann mittels Beratung, mentalem Training aber eben auch unter Hypnose gestärkt werden.

Mischung aus Gesprächstherapie, mentalem Training und Hypnose

Wie man sich das vorstellen darf? „Die Klienten müssen mir vorerst einmal vertrauen, um sich richtig entspannen zu können. Meist ist das ab der zweiten Sitzung der Fall. Konkret sieht die Hypnose so aus, dass ich den Leuten in dem entspannten Zustand die richtigen Botschaften vermittle und sie damit stärke.“ Ihren Erfolg verdankt Wilson einer Mischung aus Gesprächstherapie, mentalem Training und eben der Hypnose.

Jeder Mensch erlebt täglich den hypnotischen Zustand

Hypnose ist übrigens keine Zauberei sondern ein Zustand, den jeder Mensch mehrmals am Tag in gewissen Tiefen erlebt: „Der erste Zustand der Entspannung ist die Meditation. Wenn ich die Augen schließe und einen Sinn, das Sehen, ausschalte, kann ich nicht alles kontrollieren und das Unterbewusstsein wird aktiviert. Man setzt den Körper also in Ruhe und ist entspannt. Noch tiefere Entspannung erlebt man zum Beispiel, wenn einen ein Film im Fernsehen so sehr mitreißt, dass man vielleicht sogar weinen muss. In dieser hypnotischen Trance fährt man auch Auto. Bei Rot bremsen kann man aber schon – denn wie gesagt, das Bewusstein ist immer aktiv. Und dann gibt es eben noch eine Spur tiefer: Das ist der Zustand, den jeder Mensch zwei Minuten vor dem Einschlafen und zwei Minuten nach dem Aufwachen erlebt.“ All diese entspannten Zustände sind also etwas ganz Natürliches, für die Hypnose werden sie künstlich erzeugt.

Sich an Profis wenden und vertrauen können

„Wichtig ist, dass die Menschen der Person wirklich vertrauen und sich an Profis wenden. Denn dass man unter Hypnose nichts anrichten kann, stimmt nicht“, warnt Wilson vor schwarzen Schafen, die es in jeder Zunft gibt.

Über die Person:

Denise Wilson ist von Ursprungsberuf Krankenschwester, hat nach einigen Jahren Berufstätigkeit Pädagogik, Medizin und Psychologie studiert. Seit 28 Jahren lebt die gebürtige Tschechin in Österreich, seit zehn Jahren ist sie als Psychologin in eigener Praxis in Linz tätig. Eine zweijährige Zusatzausbildung in (zahnärztlicher) Hypnose hat sie in Stuttgart absolviert, vor sieben Jahren hat sie die Ausbildung zum Mentaltrainer absolviert. In ihrer Praxis vereint sie psychologische Kenntnisse mit Hypnose sowie mentalem Training.

Bildnachweis: Shutterstock/vfedorchenko, Wilson

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Nur Probleme? Die häufigsten Schwierigkeiten bei der Jobsuche

Schwierigkeiten bei der Jobsuche

Auf Jobsuche sind einige Hürden zu meistern und Herausforderungen gibt es immer: Egal, ob der Jobwechsel von langer Hand geplant ist oder spontan passieren muss. Die Talents & Trends-Studie des Beratungsunternehmens von Rundstedt hat mehr als 1.000 Jobsuchende nach den größten Schwierigkeiten bei der Jobsuche gefragt.

Die Sorgen der Jobsuchenden

  • Networking
    Das berühmte Vitamin B ist nicht jedem gegönnt! 43 Prozent der Befragten tun sich mit Networking schwer und meinen: Um an die richtig interessanten Jobs zu kommen, dafür fehlen mir die notwendigen Kontakte.
  • Unklar formulierte Inserate
    Worum geht’s in dem Job eigentlich? Diese Frage kann das Jobinserat für 42,5 Prozent der Bewerber nicht beantworten. Sie wissen nach der Lektüre immer noch nicht, worum es im ausgeschriebenen Job eigentlich genau geht.
  • Zu lange „out of the game“
    Sich nach langer Zeit wieder auf Jobsuche zu begeben, wirft auch die Frage auf: Was wird von einer Bewerbung erwartet? Format, Sprache und Inhalt einer guten Bewerbung sind für 38 Prozent der Jobsuchenden unbekannt. Für viele ist auch unklar, wie eine effiziente Jobsuche ablaufen sollte.
  • Die Sache mit der Selbstpräsentation
    Sich selbst gut zu präsentieren – sei es im Anschreiben oder im Jobinterview – das fällt 30 Prozent schwer.
  • Viel Zeit und Mühe notwendig
    Im Idealfall punkten Bewerber mit individuellen Bewerbungsunterlagen für jeden Arbeitgeber. Das kostet allerdings viel Zeit. 42 Prozent der Befragten finden es sehr aufwändig, Bewerbungsunterlagen immer wieder anzupassen und den Überblick zu behalten.
  • Passt das?
    Kann ich leisten, was das Unternehmen verlangt? 33 Prozent zweifeln daran, ob der ausgeschriebene Job zu ihren Fähigkeiten und Talenten passt.

Unterschiedliches Alter – unterschiedliche Schwierigkeiten bei der Jobsuche

Je nach Altersgruppe gibt es Unterschiede hinsichtlich der Schwierigkeiten, denen Jobsuchende begegnen: Jüngere, besonders jene zwischen 18 und 29 Jahren, tun sich bei der Planung ihrer Zukunft schwer. Schwierigkeiten bereitet ihnen auch die Wahl eines passenden Jobs. Ältere Arbeitnehmer stehen vor der Herausforderung, sich schon länger nicht mehr mit dem Arbeitsmarkt beschäftigt zu haben.

Schwierigkeiten bei der Jobsuche

Bildnachweis: Ollyy/Shutterstock; von Rundstedt (Infografik)

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Arbeiten bei TELE: Hier werden Chefs gewählt, nicht befördert

Arbeitswelt bei TELE Haase

Seinen Chef kann man sich halt nicht aussuchen, oder? Die Arbeitnehmer des Wiener Unternehmens TELE können das: Dort werden Führungskräfte nicht befördert, sondern demokratisch gewählt. Abgesehen von diesem „Weg zur Führungskraft“, gibt es noch viele weitere Dinge, die bei TELE ganz anders laufen, als in anderen Unternehmen.

Plus: Verlosung – Tickets für die Freiräume (Un)Conference gewinnen.

Die klassische Beförderung zur Führungskraft, das gibt es beim Arbeitgeber TELE in Wien nicht. Das 1963 gegründete Familienunternehmen hat sich einer ganz anderen Form der Organisation verschrieben: Keine Hierarchien, dafür Eigenverantwortung für alle. Klare Strukturen sorgen dafür, dass das nicht im Chaos endet. Wie das funktioniert, zeigen Maria Vörös-Mélykuti und Bettina Putz als Vertreterinnen des Pionierunternehmens bei der Freiräume (Un)Conference am 8. und 9. Mai 2017 in Graz. Einen Vorgeschmack auf die Arbeitswelt bei Tele geben die beiden bereits hier:

Ein Arbeitgeber ohne Hierarchien, wie funktioniert das? Können Sie mir etwas über die Organisationsform bei TELE erzählen?

Putz/Vörös-Mélykuti: Operative Prozesse bilden das Fundament. Dort hat jeder Mitarbeiter mindestens eine Funktion – seine bzw. ihre Grundfunktion. Darauf aufgesetzt sind Gremien, die Kollegen aus allen diesen Prozessen besetzen. Prozesse arbeiten operativ, Gremien treffen alle strategischen Entscheidungen. Es gibt Verantwortliche, aber keine Vorgesetzten. Jeder Mitarbeiter organisiert sich selbst, das Unternehmen führt sich allein. Seit 2013 leben wir diesen intelligenten Organismus. Davor hatten wir eine klassische hierarchische Struktur mit Managementebenen.

Warum haben Sie sich für diese Form der Organisation entschieden?

Putz/Vörös-Mélykuti: Gesunder Menschenverstand sollte zurück ins Unternehmen kommen. Fünfzig Jahre Tradition hatten uns bei TELE engstirnig und unbeweglich gemacht. Die klassische Hierarchie-Pyramide war uns zu starr, langsam und borniert. Wir wollten neugierig, schnell, gemeinsam, fair und transparent sein. Also haben wir ein System entworfen, das zu unserem Anspruch passt. Ohne klassische Führungsspitze.

Können die gewohnten Strukturen den Anforderungen der Zukunft überhaupt noch gerecht werden?

Putz/Vörös-Mélykuti: Ich denke schon, dass in einer gewissen Weise die gewohnte Struktur funktioniert. Wenn man aber bedenkt, was passiert, wenn jeder Mitarbeiter sich einbringt, sich Gedanken zum Unternehmen macht – als wär es sein eigenes, dann kommt so viel mehr Mehrwert.

Wie lange hat es gedauert, die neue Organisationsstruktur bei Tele zu implementieren?

Putz/Vörös-Mélykuti: Das Grundgerüst wurde 2013 aufgebaut und ins Unternehmen integriert. Seither leben wir die agile Organisation. Jedoch wird es nie einen Endstatus geben. Der intelligente Organismus verändert sich ständig. Auch derzeit sind wir wieder dabei, die Prozesse in einen Wertschöpfungs- und Innovationsprozess zu gliedern.

Welche Hindernisse gab es auf dem Weg, womit kämpfen Sie vielleicht noch jetzt?

Putz/Vörös-Mélykuti: Hindernisse gab es und gibt es immer noch viele. Es ist manchmal nicht so einfach, Mitarbeiter dazu zu bewegen, sich einzubringen. Ist es doch viel bequemer sein tägliches Arbeitspensum zu bewältigen, als sich ständig Gedanken zu machen, wie man etwas verändern kann. Wenn einem plötzlich nicht mehr gesagt wird, was zu tun ist, dann fällt es manchmal schwer, selbstständig und im Team etwas zu bewegen.

„Die klassische Aufstiegschance gibt es bei uns nicht.“

Ist diese Form der Organisation für alle Menschen(typen) geeignet? Welche Mitarbeiter werden damit vielleicht nicht glücklich?

Putz/Vörös-Mélykuti: Ich denke, Menschen für die es ein besonderer Anreiz ist, Statussymbole wie z.B. Firmenautos oder Titel zu haben, werden in dieser Organisation nicht glücklich. Wir besitzen Pool-Fahrzeuge – und jeder, der eines benötigt, kann darauf zugreifen. Die klassische Aufstiegschance gibt es bei TELE auch nicht. Jeder kann Verantwortung übernehmen und führt in gewisser Weise von selbst.

Haben Sie ein Beispiel, das veranschaulicht, wie mit diesen Prozessen und Gremien gearbeitet wird?

Putz/Vörös-Mélykuti: Wir haben zurzeit die Hauptprozesse Sales, Produktion und Innovation sowie acht Unterstützungsprozesse wie HR, Finance, IT, Office – und Facility, Einkauf & Logistik, u.ä. In diesen Prozessen arbeiten die Kollegen operativ innerhalb ihrer Budgetrahmen. Hier geschieht, was an täglicher Arbeit für das Funktionieren eines Unternehmens notwendig ist, operative Entscheidungen werden auch in diesen Prozessen beschlossen. Auch prozessübergreifend können Entscheidungen ohne die Gremien getroffen werden, wenn diese operativ sind und nicht das gesamte Unternehmen betreffen. Strategische Entscheidungen, Entscheidungen die den gesamten Geschäftsablauf oder Aufbau betreffen, werden in den Gremien beschlossen.
Wenn zum Beispiel ein neuer Kunde akquiriert wurde, der aus unserem Produktportfolio in dem für uns üblichen Maße bestellt, ist es eine operative Entscheidung im Salesprozess. Wenn es aber einen Interessenten gibt, der mit uns zum Beispiel ein neues Produkt entwickeln und produzieren will, wozu wir (neue) Ressourcen brauchen, dann wird das Thema mit Chancen und Risiken vorerst von Sales, Innovation und Produktion durchdacht und durchgerechnet, damit das Gremium darüber entscheiden kann.

Organisation bei Tele Haase

Nicht befördern, sondern demokratisch wählen

In der Beschreibung der Organisationsstruktur steht, dass Verantwortliche in Prozessen nicht festgelegt, sondern gewählt werden.
Sie würden Stellen für Führungskräfte also gar nicht ausschreiben?

Putz/Vörös-Mélykuti: Es ist genauso. Jeder Mitarbeiter hat eine Grundfunktion. Diese lautet Prozessmitarbeiter im Prozess A oder B etc. In den Stellenausschreibungen stehen diese Grundfunktionen. Die Mitarbeiter können darüber hinaus bestimmte Zusatzfunktionen übernehmen, praktischerweise nach einigen Monaten Betriebszugehörigkeit, nachdem die Organisation verstanden und kennengelernt wurde. Und natürlich, wenn es eine zu besetzende Zusatzfunktion gibt. Diese werden auch ausgeschrieben, aber nur intern. Die Mitarbeiter können sich mit einem Motivationsschreiben bewerben und werden dann im Gremium Organisation von den Vertretern der Prozesse gewählt.

Diese Möglichkeit, Kollegen in Gremien und Prozesse als Verantwortliche zu wählen: Ist das eine demokratische Form, sich seine Führungskräfte (auf Zeit) selbst zu bestimmen?

Putz/Vörös-Mélykuti: Ja, das ist eine demokratische Form. Und gleichzeitig auch eine große Herausforderung. Sowohl für die Wähler als auch für den Gewählten. Für die Wähler, weil eigentlich alle Mitarbeiter sich Gedanken darüber machen müssen, wer der am besten geeignete Kandidat ist. Wer kann und wird die bestimmte Funktion am besten ausüben? Sei es Gremienverantwortung, Prozessverantwortung oder Personalverantwortung. Und für die gewählten Verantwortlichen, da sie nicht einem Management, sondern direkt ihren Wählern, den Mitarbeitern, Kollegen sozusagen „berichten“. Das Feedback, ob man in seiner Funktion richtig ist oder nicht, kommt nicht von einer höheren Ebene, sondern von den eigenen Kollegen, direkt von den Wählern.

Freiräume: Von den Pionieren lernen

Die Freiräume (Un)Conference verlost Tickets für die Teilnahme am Event in Graz.

Teilnahme: Die Gewinnspiel-Frage „Wer hält die beiden Keynotes der Freiräume (Un)Conference?“ beantworten und unter Angabe des gewünschten Tickets an win.tickets@freiraeume.community schicken. Teilnahmefrist ist Mittwoch, 26. April um 24 Uhr. Die Gewinner werden schriftlich verständigt.

Bildnachweis: LOFTFLOW/Shutterstock

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Office Report: So sehen österreichische Arbeitstage aus

Ein Arbeitstag in Österreich

Nine to five in österreichischen Büros: Wie häufig wird zum Telefonhörer gegriffen? Ist Kaffee tatsächlich allgegenwärtig? Und was nervt im Laufe eines Arbeitstages mehr – der Chef oder die Kollegen? Der „Office Report 2017“ nimmt den heimischen Büroalltag genau unter die Lupe und wirft einen Blick auf Arbeitszeiten, Stressfaktoren, Pausenkultur & Co. Und wie sieht dein Arbeitstag aus?

Erstmals gewährt eine Studie umfassenden Einblick in den österreichischen Arbeitstag. Der „Office Report“ von karriere.at, bene und dem WIFI Österreich, durchgeführt von Marketagent.com, verrät, wann die Arbeitstage in Österreich starten, was im Job nervt und mit welchem Gefühl Arbeitnehmer nach einem Tag im Büro nach Hause gehen. 2.150 Österreicher zwischen 20 und 65 Jahren haben an der Studie teilgenommen, davon 85 Prozent Vollzeitarbeitskräfte. Besonders ist das Studiendesign: Erstmalig wurde abgefragt, wie ganz konkret der gestrige Arbeitstag ausgesehen hat. Die ausgewerteten Antworten verteilen sich gleichmäßig auf die Arbeitstage zwischen Montag und Freitag. Die spannendsten Erkenntnisse im Überblick:

13 Fakten rund um den Arbeitstag in Österreich

#1 Gearbeitet wird bereits vor der Ankunft im Büro

Ein Drittel der befragten Österreicher erledigt berufliche Dinge bereits auf dem Weg zur Arbeit. Vor allem werden E-Mails gelesen, beantwortet und Telefonate geführt. Wer als Einzelunternehmer tätig ist oder eine Führungsposition inne hat, arbeitet am häufigsten schon am Weg ins Büro. Rund 15 Minuten wird bereits vor der Ankunft am Arbeitsplatz gearbeitet.

#2 Der typische Arbeitsweg…

…wird in Österreich mit dem Auto zurückgelegt. Die Mehrheit kommt auf diese Weise an den Arbeitsplatz. 30 Prozent fahren mit den Öffis, 13 Prozent gehen zu Fuß.

#3 Guter Start in den Tag?

Um 7:40 Uhr beginnt der österreichische Büroarbeitstag im Mittel und die Österreicher starten meist so in den Tag: Computer hochfahren, E-Mails lesen, Kaffee trinken und mit den Kollegen plaudern – das sind jene Tätigkeiten, die morgens im Büro als erstes erledigt werden.

#4 Die Bürosituation

Großraumbüro oder kleines eigenes Königreich? Der Großteil der Befragten (38 Prozent) teilt sich ein Büro mit bis zu zehn anderen Kollegen, 11 Prozent sitzen in einem Großraumbüro. Fast ein Viertel teilt sich das Büro mit einem anderen Kollegen, ein Einzelzimmer haben 23 Prozent der Österreicher – darunter vor allem Führungskräfte.

#5 Heute schon geärgert?

Kunden, Kollegen oder der Chef: Anlässe zum Ärgern gibt es im Berufsleben immer wieder. Laut Studie geben 6 von 10 Arbeitnehmern an, sich am Vortag über etwas geärgert zu haben. Aber worüber?

  • Das Ärgernis ist ganz nah: 32 Prozent haben sich im Laufe des Tages über unfreundliche oder faule Kollegen geärgert.
  • Über das Verhalten ihres Chefs waren 16 Prozent not amused.
  • Unfreundliche oder nervige Kunden waren für 13 Prozent Anlass zum Ärgern.

#6 Friday, I’m in love!

Wenig überraschend: An Freitagen ist die Stimmung in den heimischen Büros am besten. An diesem Tag gibt es auch die wenigsten Ärgernisse im Job.

#7 Alle Tage wieder: Meetings

Kaum ein Arbeitstag ohne Besprechungen: Ein Meeting pro Tag nimmt die Mehrheit der Arbeitnehmer durchschnittlich auf sich – und das dauert knapp zwei Stunden. Die Meetingkultur dürfte gut sein, denn Besprechungen werden zu 70 Prozent als produktiv bewertet.

#8 Pause!

Wer arbeitet, der muss auch Pause machen: 70 Prozent nehmen ihre Mittagspause auch in Anspruch, sie dauert durchschnittlich 36 Minuten und wird entweder mit den Kollegen oder alleine verbracht. Wer Pause sagt, muss auch Kaffee sagen: Im Durchschnitt trinken die Österreicher zwei Tassen Kaffee pro Arbeitstag. Keine Pause ohne Klatsch und Tratsch? Mehr als die Hälfte der Österreicher sind dabei, wenn über die neuesten Geschichten geplaudert wird. Dies geschieht aber weniger in den Pausen, sondern direkt am Arbeitsplatz.

#9 Online-Shopping und Facebook während der Arbeitszeit?

Private Kommunikation hat auch im Job ihren fixen Platz: Rund 10 Minuten pro Arbeitstag werden auf Social Media Kanälen verbracht, 13 Minuten mit dem Senden privater Nachrichten per Messenger oder E-Mail. Privat telefoniert wird auch, aber weniger – durchschnittlich nur sechs Minuten täglich. Für private Erledigungen wie Online-Shopping oder Reisebuchungen werden pro Arbeitstag rund 10 Minuten aufgewendet.

#10 Stress lass nach!

6 von 10 Österreichern sind im Job stark ausgelastet, 29 Prozent fühlen sich gestresst. Das sorgt im Job am häufigsten für Druck:

  1. Zeitdruck und schlechtes Zeitmanagement
  2. Unfreundliche, nervige Kunden
  3. Viele und/oder störende Telefonate
  4. Alles muss gleichzeitig gemacht werden
  5. Zu hohes Arbeitspensum

#11 Das sind die Zeitfresser im Job

Neben Stress und hohem Arbeitspensum gibt es noch weitere Dinge, die im Laufe eines Arbeitstages viel Zeit kosten: Berufliche Anfragen per E-Mail oder Telefon, Gespräche mit Kollegen, notwendige Recherchen und IT-Probleme sind die Hauptgründe.

#12 Stress führt zum Kündigungswunsch

Mehr als jeder Dritte möchte sich im Job verändern. Rund 12 Prozent haben im Lauf des Arbeitstages ernsthaft über eine Kündigung nachgedacht, darunter vor allem Personen, die hohem Stress ausgesetzt sind und angeben, dass ihre Work-Life-Balance schlecht ist. Genauso hoch ist auch die Zahl jener, die sich im Laufe des Tages über offene Jobangebote informiert haben (12 Prozent).

#13 Bilanz zum Feierabend

  • Pünktlich raus aus dem Büro – das schaffen 66 Prozent. Um 16:30 Uhr wird durchschnittlich in den Feierabend gestartet.
  • Die häufigsten Gemütszustände beim Verlassen des Büros: Müde, zufrieden, gelassen, neutral und fröhlich.
  • 82 Prozent haben das Gefühl, während des Arbeitstages etwas Sinnvolles geleistet zu haben.
  • Ein Viertel der Österreicher arbeitet nach Feierabend noch weiter, checkt E-Mails oder erledigt Telefonate.
  • Über berufliche Angelegenheiten wird auch in der Freizeit noch gesprochen, am öftesten mit dem Lebenspartner.
  • Fast drei Viertel der Befragten können nach Dienstschluss gut abschalten und den Job vergessen.

Bildnachweis: Durch/Shutterstock

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Fehlende Kenntnisse im Lebenslauf: So bekommst du den Job trotzdem!

fehlende Kenntnisse im Lebenslauf verkaufen

Einschlägiges abgeschlossenes Studium, fünf Jahre Berufspraxis, Erfahrung mit diversen Programmen und und und. Die Liste der Wünsche von Arbeitgebern in Stelleninseraten ist oft lang. Da fragt man sich: Ist das eigentlich möglich? Und: Welche Kriterien muss ich wirklich erfüllen? Wir verraten dir, wie du fehlende Kenntnisse im Lebenslauf richtig verpackst – in 5 Schritten.

Die gute Nachricht: Die wenigsten Arbeitgeber rechnen mit einer hundertprozentigen Übereinstimmung von Stellenanzeige und Bewerberprofil. Wie überall im Leben gilt: Niemand ist perfekt. Die gewünschten Anforderungen eines Unternehmens sind eben das: Wünsche. Lass dich von einschüchternden Jobinseraten also nicht entmutigen! Auch wenn du nicht der „perfekte“ Bewerber bist, solltest du deinem potenziellen neuen Arbeitgeber klar machen können:

Warum bin ich der richtige Kandidat für euch?

Fehlende Kenntnisse im Lebenslauf richtig verkaufen: in 5 Schritten

#1 Kenne die Keywords

Die Profil-Anforderungen in einem Jobinserat sind oftmals eine inoffizielle Liste an Keywords, die Personalverantwortliche im Auge behalten, wenn sie Bewerbungen aussortieren. Deshalb solltest du darauf achten, Qualifikationen auch anzuführen, wenn du sie erfüllst.

Während manche Anforderungen die Grundvoraussetzung für ein Weiterkommen im Bewerbungsprozess sind, sind andere Qualifikationen bloß ein netter Bonus. Soll man beispielsweise im internationalen Bereich tätig sein und bringt die geforderten Englischkenntnisse nicht mit, wird das eher Probleme bereiten als die fehlende Erfahrung mit dem Programm InDesign. Überlege, was für die ausgeschriebene Stelle essentiell ist und was nettes Beiwerk.

  • Tipp: Wer angibt, für vieles offen, neugierig und lernbereit zu sein, setzt ein wichtiges Zeichen für den Arbeitgeber – nämlich nicht perfekt zu sein, aber besser werden zu wollen! Das kann fehlende Fachkenntnis oft wettmachen.

#2 Streich deine Soft Skills hervor

Spezielle Programme oder Abläufe kann man sich meist recht schnell aneignen. Für viele Arbeitgeber sind Teamfähigkeit, Empathie oder Flexibilität gewichtiger – denn das kann nur schwer erlernt werden.

Diese Soft Skills kann man übrigens bei den eigenen Interessen im Lebenslauf gut unterbringen. Das Problem bei „kreativ, konfliktfähig und Co“.: Im Lebenslauf werden die einzelnen Eigenschaften unkommentiert schnell zu Buzzwords, die floskelhaft und abgedroschen wirken können.

  • Glaubwürdig transportiert man Soft Skills in Beispielen im Anschreiben. Rühmst du dich etwa als Organisationstalent, solltest du das konkret begründen, etwa so: In meinem Praktikum beim Unternehmen x organisierte ich eigenständig eine Pressekonferenz, aus der drei Medienberichte in lokalen Zeitungen entstanden.
  • Auch ehrenamtliche Tätigkeiten, eine Mitgliedschaft bei einem Verein oder spezifische Sportarten sagen viel aus: Wer beim Musikverein ist, kann womöglich gut mit Menschen und ist zudem musikalisch und kreativ. Wer Marathon läuft, verfügt vermutlich über Ausdauer und Durchhaltevermögen – alles nur Mutmaßungen, aber trotzdem Konnotationen, die beim Leser (dem Personaler) mitschwingen.

#3 Setze auf gleiche Werte

Was schätzt mein zukünftiger Arbeitgeber? Die Wertekultur eines Unternehmens zu kennen, gehört zu deinen Aufgaben in der Recherchephase der Bewerbung.

  • Schau dir den Online-Auftritt deines potenziellen neuen Arbeitgebers an, die Karriereplattform und die Präsenz auf sozialen Medien. Was wird dort kommuniziert, wie stellt sich das Unternehmen dar und was sagen Mitarbeiter darüber?

Letzteres kann man im Idealfall über Bekannte erfahren, die dort arbeiten. Die Alternative ist mindestens so gut: Über Bewertungsplattformen oder Video-Mitarbeiterinterviews erhält man authentische Einblicke und erfährt zudem ganz nebenbei, wie es vor Ort aussieht oder wie der Dresscode lautet.

Wenn du dich mit den Werten eines Unternehmens identifizieren kannst und das Gefühl hast, dorthin zu „passen“, kannst du viel authentischer argumentieren, warum genau du die richtige Person bist. Oft basiert diese Sympathie zwischen Bewerber und Arbeitgeber auch auf Gegenseitigkeit. Wenn deine Persönlichkeit gut ins Unternehmen passt, wird man dich vermutlich dem Musterkandidaten vorziehen – auch wenn du nicht alle geforderten Kenntnisse mitbringst.

#4 Zeig dem Arbeitgeber den Nutzen auf

Im Leben gibt es immer wieder Phasen, die uns zum Warten zwingen. Ob es die Zeit zwischen Studium und erster richtiger Arbeit oder die unangekündigte Insolvenz des Arbeitgebers ist. Wichtig dabei ist, diese Phasen für sich selbst und für die persönliche Weiterentwicklung und Weiterbildung zu nutzen (Lücken stopfen!)

Umzüge der Liebe wegen in eine andere Stadt, Firmenwechsel aufgrund von Perspektivlosigkeit? Das zeigt, wie flexibel du bist und dass du immer nach vorne schaust. Ein Jahr auf Weltreise veranschaulicht, dass du selbstständig arbeiten kannst und Neuem gegenüber aufgeschlossen bist.

  • Alles, das für einen neuen Arbeitgeber relevant sein kann, solltest du ihm auch so präsentieren.
  • Willst du den Job wirklich haben, kann es von Vorteil sein, aktiv vorzuschlagen, dir fehlende Kenntnisse bis zum Start anzueignen.

#5 Bleib ehrlich und authentisch

Was in den Bewerbungsunterlagen gilt, gilt beim Bewerbungsgespräch erst recht! Tischst du in deinem Lebenslauf eine Lüge auf, um eingeladen zu werden, kann das zwar gut gehen, aber die Frage ist „wie lange?“ Meist nur bis zum Gespräch unter vier Augen. Wenn Fähigkeiten beim Vorstellungsgespräch hinterfragt oder gar abgeprüft werden, kann das unschön enden. Und spätestens bei Arbeitsbeginn kann das kräftig nach hinten losgehen und die eigene Reputation nachhaltig schädigen.

  • Bei der Wahrheit bleiben! Lügengebilde brechen unter Druck irgendwann zusammen und machen dir das Leben schwerer, als es sein muss.

Bildnachweis: GaudiLab/Shutterstock

 

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Digitalisierung: Das sind die gefährdeten Jobs in Österreich

Digitalisierung in Österreich

Die fortschreitende Digitalisierung wird Jobs kosten – wie viele tatsächlich und wen wird es treffen? Eine IHS-Studie hat untersucht, welche Arbeitsplätze in Österreich mittelfristig betroffen sein werden.

Die Digitalisierung schreitet voran und damit rückt auch die Tatsache näher, dass am heimischen Arbeitsmarkt bestimmte Jobs in Zukunft wegfallen werden. Ob die Verluste so massiv sein werden, wie eine US-Studie prognostiziert, hat das Institut für Höhere Studien im Auftrag des Sozialministeriums untersucht. Das Ergebnis: Mittelfristig sind rund neun Prozent der heimischen Arbeitsplätze in Gefahr, durch die Digitalisierung wegzufallen. Das ist wesentlich weniger, als laut US-Studie prognostiziert (40 bis 50 Prozent).

Die Methodik: Job ist nicht gleich Job

Den unterschiedlichen Ergebnissen liegen verschiedene Methodiken zugrunde, erklärt Martin Kocher, Direktor des IHS: „Unsere Berechnungen beziehen mehrere Dimensionen und Parameter bei der Bewertung der Automatisierbarkeit von Berufen mit ein. So gibt es auch innerhalb ein- und desselben Berufs oftmals unterschiedliche Tätigkeitsstrukturen, die man bei der Prognose hinsichtlich der Automatisierungswahrscheinlichkeit berücksichtigen muss.“

Für die IHS-Studie wurde zunächst eine bestehende Bewertung des Automatisierungspotenzials der einzelnen US-Berufe herangezogen. Danach wurde der Tätigkeitsanteil, der durch Maschinen oder Algorithmen ersetzbar ist, für alle Beschäftigten in Österreich sowie auf Ebene der neun Berufshauptgruppen und 43 Untergruppen berechnet. Der Unterschied zur US-Studie: Es wird nicht davon ausgegangen, dass alle Arbeitnehmer im gleichen Beruf auch die gleiche Tätigkeit ausüben. Dafür werden individuelle Tätigkeitsstrukturen anhand von Jobbeschreibungen berücksichtigt. Können mehr als 70 Prozent eines Jobs durch maschinelle Prozesse übernommen werden, gilt dieser Arbeitsplatz mittelfristig als gefährdet.

Diese Jobs sind von der Digitalisierung bedroht

Arbeitnehmer, die nur über einen Pflichtschulabschluss verfügen, sind von der digitalisierten Arbeitswelt am stärksten betroffen: Rund 30 Prozent der Jobs für Hilfsarbeitskräfte werden wegfallen. 18 Prozent der Maschinenbediener und 19 Prozent der Handwerker wird die Digitalisierung ebenfalls treffen. Entwarnung gibt es für Jobs, die Kreativität, soziale Intelligenz und Flexibilität fordern. Die Tätigkeiten von Führungskräften, Akademikern und Technikern sind ebenfalls kaum oder gar nicht bedroht.

Jobs werden also wegfallen, dafür werden laut Studienautorin Gerlinde Titelbach aber neue Arbeitsplätze entstehen: „Zur gleichen Zeit werden aufgrund der Automatisierung in bestimmten Bereichen, wie etwa bei der Entwicklung neuer Technologien oder aufgrund veränderter Arbeitsprozesse, neue Arbeitsplätze entstehen. Demnach sind merkliche Gesamtbeschäftigungseffekte unwahrscheinlich, jedoch werden sich die Anforderungen und Tätigkeiten der Erwerbstätigen verändern. Zudem bleibt auch noch abzuwarten, wie rasch Klein- und Mittelbetriebe technologische Entwicklungen in ihre Arbeitsprozesse implementieren.“ Damit die Digitalisierung letztendlich aber mehr Jobs schafft, als diese zu eliminieren, sind laut IHS treffsichere Qualifikationsprogramme notwendig sowie ein Bildungssystem, das sich auf die Digitalisierung einstellt.

Bildnachweis: josefkubes/Shutterstock

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Im Vertrieb: Was bekommen die Top-Seller Österreichs?

Gehaltsstudie Verkauf 2017

Der ideale Sales-Job befindet sich in der IT- und Software-Branche in einem Großkonzern. Wer dafür 16 bis 20 Jahre Berufserfahrung und ein postgraduales Studium mitbringt, Personalverantwortung übernimmt und in Salzburg wohnt, ist auf dem besten Weg zum Sales-Bestverdiener. Laut einer aktuellen Gehaltsstudie beeinflussen diese Faktoren Vertriebsgehälter maßgeblich. Noch mehr Einblicke rund um Gehälter in der Vertriebsbranche:

Neue Insights in die Gehaltssituation österreichischer Sales-Profis gibt die aktuelle Gehalts-Studie der jobs Personalberatung. Mehr als 500 Personen aus der Verkaufsbranche haben für die aktuelle Auflage der Studie verraten, was sie verdienen und welche Faktoren sie in ihrem Sales-Job zufrieden machen.

Wie viel Gehalt ist im Verkauf zu holen?

Verkaufs- oder Vertriebsleiter sind laut Studie mit durchschnittlich 76.500 Euro brutto jährlich die Top-Verdiener der Branche. 2015 lag dieser Wert mit 85.000 Euro allerdings wesentlich höher. Wer im Verkaufsaußendienst tätig ist, verdient jährlich rund 65.000 Euro, im Innendienst liegt das Durchschnittsgehalt bei 39.500 Euro.

Diese Faktoren beeinflussen den Verdienst

  • Branche: Sales-Gehälter in der IT- und Software-Branche sind am höchsten (durchschnittlich 97.957 Euro jährlich), gefolgt von der Pharma- und Telekommunikationsbranche. Ranking-Schlusslichter sind die Branchen Eisen/Metall, Werbung und Marketing sowie Transport und Verkehr.
  • Berufserfahrung: Die größten Gehaltssprünge geschehen in den ersten zwanzig Jahren der Karriere, danach bleibt das Verdienstlevel relativ konstant.
  • Vertriebsgebiet: Je größer das betreute Gebiet, desto höher auch das Gehalt. Die Sales-Verantwortung für ganz Österreich und das Ausland bringt monetär am meisten. Wer sein Gehalt steigern möchte, sollte sein Vertriebsgebiet zumindest auf mehrere Bundesländer ausweiten.
  • Innen- und Außendienst: Reisetätigkeit bringt zusätzliches Geld, am meisten verdienen jedoch jene, die Innen- und Außendienst kombinieren und zwischen vier und zwanzig Außendiensttage monatlich absolvieren.
  • Geschlecht: Der Vergleich der Vollzeitgehälter zeigt, dass Männer durchschnittlich 20 Prozent mehr verdienen als Frauen im Sales. Der Frauenanteil in Führungspositionen liegt bei 9,5 Prozent (Studie 2015: 3,8 Prozent).
  • Ausbildung: Ein postgraduales Studium macht sich bezahlt: Am besten bezahlt sind Personen mit Masterabschluss oder vergleichbarer Qualifikation (durchschnittlich 100.000 Euro jährlich)
  • Benefits: Zur Grundausstattung an Zusatzleistungen zählen bereits seit Jahren Handy, Laptop, Spesenersatz und ein Firmenauto. Viele Sales-Mitarbeiter haben außerdem einen eigenen Parkplatz. Sonderprämien und Pensionsvorsorge finden sich als Benefits außerdem in den Top 10 der Zusatzleistungen.

Das wünschen sich Sales-Profis im Job

  • Zurückhaltender, als in der Studie 2015, blicken die Befragten in die Zukunft. Das liegt auch an der gestiegenen Zufriedenheit. Den Wechsel zu einem anderen Unternehmen ziehen 40 Prozent innerhalb der nächsten fünf Jahre in Betracht (2015: 47 Prozent). Der Wunsch nach einer Führungsfunktion oder das Übernehmen eines größeren Verantwortungsbereichs, das findet sich auf den Plätzen 2 und 3.
  • Was macht im Job zufrieden? Die Antwort auf diese Frage lautet klar: Selbstständiges Arbeiten. Danach folgen der Kontakt zu den Kunden, gutes Arbeitsklima, Verantwortung, neue Herausforderungen und flexible Arbeitszeiten.

Bildnachweis: Don Pablo / Shutterstock

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Glücklich im Job – sonst noch Wünsche?!

Frau ist sehr glücklich im Job

Meine Mitarbeiter sind glücklich im Job! Diesen Satz würden viele Unternehmer jederzeit unterschreiben. Wie die Faktenlage tatsächlich ausschaut, wo die glücklichsten Arbeitnehmer zu finden sind und was Arbeitgeber tun können, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen, damit beschäftigt sich eine aktuelle Studie.

In Österreich geht man mit dem Faktor „Glück“ gewohnt ambivalent um. Egal, ob es sich um das persönliche (Lebens)glück oder spontan erfahrene glückliche Zufälle handelt: Beide Bedeutungen werden gerne mit dem Sprichwort „Das Glück ist ein Vogerl“ relativiert. Man hebt also die Zufälligkeit, Vergänglichkeit und Sprunghaftigkeit eines jeden Glückszustandes hervor und macht Faktoren wie Planung, Fleiß oder gute Arbeit zu Nebendarstellern. Ein ziemlich resignativer Ansatz, oder?

Was bedeutet eigentlich Glück im Job?

Denkt man an die Arbeitswelt, stellt sich automatisch die Frage: Kann man einen Job überhaupt länger gut machen, ohne jemals dabei glücklich zu sein? Klar, Ansprüche sind individuell und skalieren mit dem Erreichten: Jemand, der lange arbeitslos war, erfährt Glück im Job allein durch die Tatsache, gebraucht zu werden und produktiv zu sein. Kreative fühlen sich wahrscheinlich glücklich, wenn sie ihr Talent im Beruf leben können. Führungspersönlichkeiten wiederum, wenn sie gestalten können, und so weiter.

Wie glücklich Arbeitnehmer in ihrem Job im Allgemeinen sind, hat eine repräsentative Studie erhoben, die Robert Half mit 23.000 Teilnehmern aus acht Ländern durchgeführt hat. Bekannt ist, dass zufriedene Mitarbeiter nicht nur produktiver, innovativer und leistungswilliger sind. Sie sind dazu seltener krank und bleiben ihrem Arbeitgeber zudem länger treu. So weit, so bekannt.

Führungskräfte sind glücklicher im Job als andere Mitarbeiter

Die Studienergebnisse gehen aber stärker ins Detail und zeigen unter anderem, dass Mitarbeiter am glücklichsten im Job sind, die …

  • im Marketing- und Kreativbereich arbeiten
  • erst kurz im Unternehmen sind (weniger als ein Jahr) oder schon zwischen sechs und zehn Jahre denselben Dienstgeber haben
  • in einer Führungsposition sind
  • bei kleinen Unternehmen angestellt sind
  • zwischen 18 und 34 Jahre alt sind

Arbeitgeber, die hauptsächlich Mitarbeiter mit diesen Merkmalen beschäftigen, haben – statistisch gesehen – also die beste Grundlage für unternehmerischen Erfolg. Statistisch gesehen. Denn rund ein Drittel der Studienteilnehmer plant innerhalb des kommenden halben Jahres einen Jobwechsel. Dafür muss es ja Gründe geben.

Glücklich arbeiten ist mehr als eine Stimmung

Wo aber entsteht das Glück im Job? „Glücklich arbeiten ist mehr als eine kurzfristige Stimmung. Es ist ein Gefühl der allgemeinen Zufriedenheit und des Sinns, den man durch die Arbeit und die Wertschätzung dafür verspürt“, weiß Robert Szvetecz, Senior Manager bei Robert Half Wien.

Arbeitnehmer antworten laut den Studienautoren übrigens relativ selbstkritisch auf die Frage, wer für die Zufriedenheit im Job verantwortlich ist: Die Mehrheit sieht den Ergebnissen zufolge Arbeitnehmer und Vorgesetzte gleichermaßen in der Pflicht. Jeder Fünfte (19 Prozent) sagt, dass jeder Mitarbeiter zum Großteil selbst dafür verantwortlich ist. Nur 6 Prozent erwarten eine Rundum-Versorgung durch den Arbeitgeber, was ihr Glück im Job betrifft.

Glück im Job beginnt beim Recruiting

Für Arbeitgeber hängt viel daran, wie glücklich ihre Mitarbeiter in ihren Jobs sind: Unternehmenskultur, Produktivität, Stimmung in der Belegschaft und vieles mehr. All diese Gegebenheiten bestimmen dann aber auch, wie die Arbeitgebermarke eines Unternehmens besetzt ist, was wiederum maßgeblichen Einfluss auf den Erfolg im Recruiting hat.

Dass sich Glück und Zufriedenheit am Arbeitsplatz verbessern lassen, davon ist Robert Szvetecz überzeugt: „Österreichische Unternehmen sollten die Bedürfnisse der Mitarbeiter stärker in den Mittelpunkt stellen, um die Zufriedenheit zu steigern. Kurzfristig mag eine Gehaltserhöhung für einen glücklichen Arbeitnehmer sorgen. Auf lange Sicht sorgen jedoch andere Dinge, wie etwa der Stolz auf den Arbeitgeber, ein positives Arbeitsklima, die empfundene Wertschätzung und Fairness für Freude am Arbeitsplatz.“

Sechs Tipps für glückliche Mitarbeiter

Glücklich im Job

#1Jeder Topf hat einen Deckel.Ob ein Mitarbeiter glücklich im Job ist, entscheidet sich zum Teil schon in der Stellenbeschreibung: Je genauer diese ist, umso wahrscheinlicher wird ein passender Kandidat gefunden. Hier zählt nicht nur Fachkompetenz, auch Soft Skills und persönliche Ansprüche müssen mit der Stelle zusammenpassen.
#2Vertrauen und Zutrauen.Wer Dinge selbst entscheiden darf, ist in der Regel stärker engagiert als jemand, der nur Befehle ausführt. Laut Studie beklagt jeder Zweite, keinen Einfluss in der Arbeit ausüben zu können.
#3Sagen, was Sache ist.Viel zu oft bleibt Lob aber auch konstruktives Feedback aus. Wenn sich jemand mit erbrachten Leistungen auseinandersetzt und sich dazu (positiv) äußert, drückt dies Wertschätzung gegenüber dem Mitarbeiter und dessen Leistung aus.
#4Sinn stiften, wo es geht.Nur wer versteht, was sein persönlicher Beitrag zum "großen Ganzen" ist, kann auch den "Sinn" in seiner Tätigkeit erkennen.
#5Immer fair bleiben.Fehlt der respektvolle, faire Umgang miteinander, werden Kollegen nie wirklich zu einem Team zusammenwachsen. Frauen legen auf Fairness und Respekt besonderen Wert: Laut Studie ist dieser Aspekt der wichtigste Glücksfaktor.
#6Auch Spaß muss sein.Gute Beziehungen am Arbeitsplatz sorgen nicht nur für Spaß, sondern treiben auch Motivation, Produktivität und Innovationsgeist an.

Bildnachweis: Dirima / Quelle Shutterstock

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„Wir suchen nie den besten Mitarbeiter, immer nur den richtigen“

dm Drogeriemarkt als Arbeitgeber

Kein Stein bleibt auf dem anderen – im positiven Sinn ist das bei Arbeitgebern der Fall, die sich an neue Organisations- und Arbeitsformen trauen. Bei einer Konferenz in Graz werden solche Pionierunternehmen ihre Dos and Dont’s mit anderen Arbeitgebern teilen. dm Drogeriemarkt Österreich ist einer dieser Arbeitgeber. Über selbstbestimmtes Arbeiten und zufriedene Mitarbeiter in einer Branche, der meist ein schlechter Ruf vorauseilt.

Plus Verlosung: 2 Tickets für die Freiräume (Un)Conference zu gewinnen.

Neue Wege: mit-gestalten statt mit-arbeiten

Als Arbeitgeber neue Wege beschreiten und Dinge wagen, die sich andere oft noch nicht trauen. Selbstbestimmung und mögliche Methoden für die New World of Work stehen bei der Freiräume (Un)Conference am 8. und 9. Mai 2017 in Graz auf dem Programm. Zwei Tage lang wird die Konferenz wieder zum Spielplatz für Querdenker, Neugierige und Pioniere, die ihre Learnings mit Interessierten teilen. dm Drogeriemarkt ist eines der Pionierunternehmen, das neue Organisations- und Arbeitsformen bereits aktiv im Unternehmen erprobt und bei Erfolg implementiert.

Petra Mathi-Kogelnik

Petra Mathi-Kogelnik

Petra Mathi-Kogelnik ist Geschäftsführerin von dm drogeriemarkt Österreich mit 10 Tochterunternehmen in Süd- und Südosteuropa und zuständig für das Ressort Mitarbeiter sowie die Vertriebsregion in der Steiermark. Wir haben nachgefragt: Was macht dm Drogeriemarkt anders und als Arbeitgeber besonders?

Wie ermöglicht dm selbstverantwortliches Handeln? Mit welcher Organisationsstruktur lässt sich das umsetzen?

Petra Mathi-Kogelnik: Unser Motto heißt „Freiheit mit Verantwortung“. Wir wollen den Mitarbeitern Freiraum geben, damit sie eigenverantwortlich handeln und entscheiden können. Aufgabe der Führenden ist es, für die richtigen Rahmenbedingungen zu sorgen und die Mitarbeiter nach ihrem individuellen Bedarf zu unterstützen. Flache Hierarchien, agile Zusammenarbeitsformen und Führende, die sich nicht als „Chef“, sondern als Begleiter und Coach betrachten, sind Voraussetzungen dafür.

Außerdem ist es uns ein Anliegen, dass die Mitarbeiter auch Verantwortung für das Ganze übernehmen, dass sie über ihren eigenen Arbeitsbereich, ihre Filiale oder Abteilung hinaussehen, um die Organisation zu verstehen und den eigenen Beitrag für das Ganze erkennen zu können. Die Mitarbeit in Projekten ist hierfür eine gute Möglichkeit. Ein Erfolgsfaktor ist, dass die Mitarbeiter die Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit sehen können. Sie gibt dem einzelnen die Orientierung, um verantwortungsvoll im Sinne des Ganzen initiativ werden zu können.

Diese Form von Zusammenarbeit braucht Menschen, die nicht nur mit-arbeiten sondern mit-gestalten wollen, die eigeninitiativ sind, Verantwortung übernehmen wollen und lösungsorientiert agieren. Die bereit sind, vom Kunden aus zu denken und sich dessen Bedürfnisse zu eigen zu machen. Die sich ihrer Rolle als Repräsentanten des Unternehmens nach außen bewusst sind. Diese Menschen sind die Seele und der Motor unserer Wirtschaftsgemeinschaft. Wir suchen nie den besten Mitarbeiter, immer nur den richtigen. Persönlichkeiten sind uns wichtig – außergewöhnliche, neugierige Menschen, die Lust an der Arbeit mit Menschen im Handel oder in der Dienstleistung haben. Vielfalt ist das Erfolgsgeheimnis der Zukunft!

Selbstorganisation im Einzelhandel – wie funktioniert das? Vor welchen Hindernissen und Herausforderungen steht dm dabei?

Petra Mathi-Kogelnik: Eine große Herausforderung ist natürlich unsere Filialnetzstruktur: Es ist einfacher, wenn man viele Mitarbeiter an einem Ort hat – das trifft bei dm aber nur auf die Zentrale und das Verteilzentrum zu.

Ein schönes Beispiel ist, dass sich Filialen in einem Gebiet selbst organisieren können, wenn ihr Gebietsmanager für einige Zeit ausfällt (beispielsweise aufgrund eines Sabbaticals, wegen Eltern- oder Bildungskarenz). Filialbesuche, die sonst vom Gebietsmanager durchgeführt werden, werden gegenseitig geleistet: Die Filialleiter besuchen sich, machen Wahrnehmungen und geben sich Rückmeldung. Besprechungen werden selbst organsiert. Es kristallisieren sich Spezialisten im Gebiet heraus, die dann Ansprechpartner bei fachlichen Problemen sind – das Gebiet ist selbstorganisiert und selbstgeführt.

An welchen Werten orientiert sich Führungskultur in Ihrem Unternehmen?

Petra Mathi-Kogelnik: Generell haben wir bei dm sehr hohe Anforderungen an unsere Führungskräfte und Mitarbeiter, was Eigeninitiative und Kreativität, Lösungsorientiertheit und Kundenorientierung, Teamfähigkeit, soziale Fähigkeiten und Loyalität betrifft. Wir wollen für die Menschen Rahmenbedingungen schaffen, in denen sie wachsen und sich entwickeln können, eigene Visionen und Ziele einbringen können und so die gestellten Aufgaben zu ihrem eigenen Anliegen machen. Wer nur darauf wartet, was an Aufträgen „von oben“ kommt, ist bei dm fehl am Platz.

„Menschen müssen den Sinn ihrer Arbeit erkennen können.“

Gestaltungsfreiheit, Verantwortung, Entscheidungsfreiraum und eine Unternehmenskultur, die von Menschlichkeit und hohen Werten geprägt ist, sind durchaus motivierende Rahmenbedingungen. Die Menschen müssen den Sinn ihrer Arbeit erkennen können. Wir wollen nicht Einkommensplätze schaffen, sondern Arbeitsplätze – also ein Umfeld, in dem der Beruf nicht bloße Erwerbsquelle ist, sondern ein sinnstiftender Teil des Lebens. Dazu kann und muss jeder Führende beitragen.

Um aktives, selbstständiges und selbstverantwortliches Handeln und Mitgestalten auf allen Ebenen zu ermöglichen, braucht es klar vereinbarte Rahmenbedingungen, viel Vertrauen in die Menschen und viel Zutrauen in deren Fähigkeiten. Führungsarbeit ist Kulturarbeit und es geht darum, das Beste in den Menschen aufblühen zu lassen.

„Wir experimentieren an vielen Stellen…“ steht in der Kurzbeschreibung zu dm auf der Website der Freiräume (Un)Conferenz. Können Sie dazu vielleicht ein paar Beispiele nennen?

Petra Mathi-Kogelnik: An einigen Stellen – derzeit vor allem in der Zentrale – laufen Organisationsentwicklungsprojekte, durch welche sich die Kollegen als Ressort oder Abteilung neu und agiler aufstellen wollen. Innerhalb der Projekte haben wir uns z.B. in der demokratischen Wahl geübt, im agilen Arbeiten oder auch Scrum versucht …

Auf welche Weise holen Sie die Mitarbeiter an Bord wenn es darum geht, neue Prozesse zu implementieren oder neue Dinge auszuprobieren?

Petra Mathi-Kogelnik: Da gibt es die bereits etwas überstrapazierte Formulierung, die „Betroffenen zu Beteiligten“ zu machen. Aber im Grunde ist es genau das: Die Mitarbeiter von Anfang an ins Boot holen, für Transparenz und Öffentlichkeit sorgen. Den einzelnen Betroffenen die Möglichkeit geben, ihre Sichtweisen, Ideen und Bedürfnisse einzubringen. Ein Ergebnis zu erarbeiten, das von möglichst allen mitgetragen wird. Das Thema Changemanagement und die psychosozialen Prozesse gehen wir dabei sehr gezielt und behutsam an.

„Unsere Mitarbeiter sind kein Produktionsfaktor, sondern Teil der Wirtschaftsgemeinschaft.“

dm Drogeriemarkt genießt als Arbeitgeber im Einzelhandel einen sehr guten Ruf. Wie gelingt Ihnen das in einer Branche, in der die Unzufriedenheit meist eher schlecht ist?

Petra Mathi-Kogelnik: Wir versuchen in allen Bereichen des Unternehmens die Grundhaltung zu verankern, dass die Mitarbeiter kein „Produktionsfaktor“ sind, sondern Teil unserer Wirtschaftsgemeinschaft. Dass jeder von uns Stärken und Potentiale, Fähigkeiten und Talente hat, die sich in einem Team mit Kollegen gut ergänzen können. Dass Vielfalt viele Chancen eröffnet. Dass wir alle langfristig körperlich und seelisch nur dann gesund bleiben können, wenn sich familiäre und berufliche Anforderungen gut miteinander vereinbaren lassen. Dabei sind viele Menschen des Unternehmens gestaltend aktiv.

Letztlich ist es doch so, dass jeder Mensch Wertschätzung sucht und Sinnstiftung in seiner täglichen Arbeit finden will. Wir wollen den Mitarbeitern Mitgestaltungsmöglichkeiten geben und fördern Eigeninitiative sowie das Übernehmen von Verantwortung. Wir unterstützen die Menschen in ihrer fachlichen aber auch in ihrer persönlichen Weiterentwicklung. Und dort, wo es im Leben vielleicht einmal nicht so rund läuft – sei es aus beruflichen oder privaten Gründen – bieten wir Hilfestellungen an, um wieder Perspektiven zu finden. All das geht auch auf die Grundhaltungen des dm Gründers Götz W. Werner zurück, der sagt: „Da ich Drogist gelernt habe, verkaufen wir jetzt Zahnpasta. Aber die Grundidee von dm ist, dass man sich als Mensch entwickeln kann.“

Freiräume: Von den Pionieren lernen

Die Freiräume (Un)Conference verlost Tickets für die Teilnahme am Event in Graz.

Teilnahme: Die Gewinnspiel-Frage „Wer hält die beiden Keynotes der Freiräume (Un)Conference?“ beantworten und unter Angabe des gewünschten Tickets an win.tickets@freiraeume.community schicken. Teilnahmefrist ist Mittwoch, 26. April um 24 Uhr. Die Gewinner werden schriftlich verständigt.

Bildnachweis: Rawpixel.com/Shutterstock

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Denkblockade adé – Tipps für mehr Kreativität

Denkblockade Kreativitaet Tipps

Wer kennt es nicht? Das leere Blatt Papier, die Denkblockade oder schlichtweg das Gefühl, dass die eigene Kreativität noch in der Mittagspause steckt oder aber heute gar nicht erst aus dem Bett gekommen ist? Wie man den kreativen Durchhänger durch einen einfachen Trick überlisten kann, haben Forscher nun herausgefunden.

Keine Zeit, auf Ideen zu warten

Die besten Einfälle kommen unter der Dusche. Oder beim Spazierengehen. Oft kommen die guten Ideen auch sprichwörtlich über Nacht. Nicht selten müssen aber, gerade im Berufsleben, kreative Ideen schneller auf den Tisch. Und gerade dann will einem oft nichts, aber wirklich gar nichts Neues einfallen. Ein Grund dafür ist, dass unsere Kreativität von unserem Vorwissen und den Dingen, die wir bereits kennen, negativ beeinflusst wird. Anstatt der gewünschten Super-Idee sind es dann lediglich die „Standard-Lösungen“, die einem einfallen. Ein Forscherteam zeigt einen relativ einfachen Ausweg aus diesem Kreativitäts-Tief, berichtet die Plattform Forschung erleben.

Wie das Erinnern neuen Ideen auf die Sprünge helfen kann

Die Forscher um Kai Sassenberg nahmen an, dass die Aktivierung eines kreativen Denkmusters der Vergangenheit manchmal schon ausreichen kann, den Weg für neue Kreativität zu ebnen. Einfach gesagt: Wer sich an eine vergangene Situation erinnert, in der er kreativ war, kann wieder kreativ sein. Hintergrund: die kreativen Denkmuster im Gehirn werden durch die Erinnerung aktiviert. Um diese Theorie mittels Test zu beweisen, teilten die Forscher die Probanden zuvor per Zufallsprinzip in drei Gruppen auf: die Teilnehmer der ersten Gruppe wurden vorab gebeten, sich an Situationen zu erinnern, in denen sie kreative Ideen hatten. Dadurch wollten die Forscher bei ihnen gezielt ein kreatives Denkmuster aktivieren. Die Teilnehmer der zweiten Gruppe sollten sich an eine Situation erinnern, in der sie sehr sorgfältig vorgegangen waren, die dritte Gruppe erhielt vorab keine Aufgabe.

Eigene Ideen statt Altbekanntes

Anschließend wurden alle Teilnehmer gebeten, einen Kreativitätstest zu bearbeiten, bei dem es darum ging, Alltagsgegenständen, wie etwa bestimmten Nudelsorten neue Namen zu geben. Und tatsächlich: Jene Teilnehmer, die sich zuvor an kreative Situationen erinnert haben, schlugen innovativere neue Namen vor als ihre Konkurrenten. Im Gegensatz zu den Probanden der anderen beiden Gruppen haben sie nämlich tatsächlich eher eigene Ideen entwickelt und sich weniger an Vorhandenem, bereits Bekanntem, orientiert. Wer also gerade vor einem leeren Blatt Papier sitzt oder sich dringend etwas Neues, noch nie Dagewesenes einfallen lassen möchte, der sollte einmal versuchen, sich an geglückte Kreativität der Vergangenheit zu erinnern und so sein Hirn bzw. die Blockade auszutricksen.

Bildnachweis: Shutterstock/piyapong sayduang

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Lesestoff zum Wochenende: Sei einzig, nicht artig!

Buchtipp: Sei einzig, nicht artig!

Was würden Sie tun, wenn Ihr Leben in sechs Monaten vorbei wäre? Eine Frage, die Lebenscoach Martin Wehrle den Lesern in seinem Buch „Sei einzig, nicht artig“ stellt, denn: Im Angesicht des nahenden Todes würde wohl kaum jemand so weitermachen, wie bisher. Wer zu viele Dinge tut, die er eigentlich gar nicht mag und ständig „Ja“ sagt zu den Wünschen anderer, für den hat Wehrle dieses Buch geschrieben.

Der Autor verrät bereits im Vorwort: Er war 18 Jahre alt, als er sein Leben verlor. Jenes Leben, das bekannterweise möglichst erfüllt und glücklich erlebt werden soll. Was war passiert? Er hatte sich um einen Beamtenposten bei einer Behörde beworben – mit Erfolg. Die Verwandten beglückwünschten ihn zum sicheren Job, Freunde gratulierten dem Glückspilz, der sich als Beamter jetzt sicher nicht tot arbeiten musste. Weniger happy war Wehrle selbst, der in der Behörde zwei Jahre lang „als Verwalter dahinsiechte“. Warum? Weil er zu sehr auf die Ratschläge anderer gehört hatte und nicht auf das, was er eigentlich wollte.

„Wer ins Arbeitsleben wechselt, hat den Funkkontakt zu seinem Herzen oft schon verloren.“

Für alle, die ihre eigenen Träume nicht verwirklichen, weil sie zu den Wünschen anderer ständig „Ja“ sagen, hat Wehrle sein Buch „Sei einzig, nicht artig!“ geschrieben. In einer Arbeitswelt, in der das eigene Leben auf ein bis zwei Seiten Lebenslauf komprimiert wird (aber möglichst stimmig, bitte!) liegt Lebens- und Berufsentscheidungen oft eine Frage zugrunde: Macht sich das gut in meinem Lebenslauf? Laut Wehrle müsste die Frage aber ganz anders lauten: Wäre das gut für mein Leben?

Von der Freiheit, Nein zu sagen

Der Mensch fühlt sich als Herdentier in der Gruppe wohl. Was die Gruppe gut findet, kann nicht so falsch sein. Nicht umsonst verkaufen sich Produkte und Dienstleistungen am besten, wenn Influencer die Werbetrommel dafür rühren. Unsere Meinungen und Handlungen orientieren sich oft an dem, was der Großteil anderer Menschen als richtig empfindet. Zu tun, was andere von uns verlangen, das beginnt bereits in der Kindheit und zieht sich wie ein roter Faden bis ins Erwachsenenleben. Die Erwartungen prasseln dabei aus unterschiedlichen Richtungen auf uns ein: Eltern, Freunde, Kollegen, Arbeitgeber und die Gesellschaft, in denen wir uns bewegen, teilen uns mit, wie wir im Idealfall handeln sollten, damit am Ende ein möglichst stimmiger und lückenloser Lebenslauf entsteht. Anecken, Nein sagen und eine Richtung einschlagen, die für alle anderen unerwartet kommt, das ist nicht immer einfach.

Wer zurückfinden möchte zu einem individuellen Leben, findet im Buch von Wehrle viele Hilfestellungen, kleine Tests, Selbstcoaching-Übungen und praxisnahe Anleitungen zur Reflexion des eigenen Lebens. Der Schreibstil ist – wie von Wehrle gewohnt – locker und der Ratgeber beinhaltet viele Praxisbeispiele. Von guter Struktur und lockerer Schreibe aber nicht täuschen lassen: Der gut 360 Seiten starke Ratgeber liest sich zwar gut, die Lektüre alleine ändert aber noch kein Leben – aktive Arbeit an den eigenen Baustellen ist gefragt! Wer sich darauf einlässt, wird sicher nicht enttäuscht.

Bildnachweis: Funny Solution Studio / Shutterstock

Der Artikel Lesestoff zum Wochenende: Sei einzig, nicht artig! erschien zuerst auf karriere.blog.

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