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Fauler Kollege? 5 Typen unangenehmer Arbeitsverweigerer

Mein fauler Kollege

Während die einen noch in Arbeit schwimmen, machen andere längst Feierabend. Grund dafür ist nicht immer persönliches, unterschiedliches Arbeitspensum, sondern vielleicht auch der Umstand, dass du mit einem „Arbeitsverweigerer“ zusammenarbeitest. Die Arbeit dieser 5 Kollegentypen landet vermutlich irgendwann auf deinem Schreibtisch – und das kannst du tun, um von faulen Kollegen nicht ausgenutzt zu werden:

#1 Der Dumme

Er bzw. sie ist natürlich nicht wirklich dumm, aber ein Quäntchen Ahnungslosigkeit verhilft zu mehr Ruhe im Job. Für dringende oder wichtige Projekte wird der Dumme vom Chef nämlich nicht in Betracht gezogen. Je mehr auf dem Spiel steht, desto eher greift der Boss auf jene Mitarbeiter zurück, die den Job auch zuverlässig und zeitgerecht erledigen. „Das Projekt für Kunde A vertraue ich Ihnen an. So unter uns, Huber tut sich da immer etwas schwer.“ Das verschafft dem Ahnungslosen im Office zwar kein Prestige, das nimmt er aber gerne in Kauf. So muss der Dumme nie bis selten ran.

#2 Der Gestresste

Er ist immer bei der Arbeit, ständig am Limit und für zusätzliche Aufgaben hat er deshalb leider keine Ressourcen mehr frei – könnte man meinen. In Wahrheit reißt sich der Gestresste im Job kein Bein aus, sein Eigenmarketing hat er jedoch perfektioniert. Spät abends noch eine E-Mail ans Team schicken, halblaut „Dieser Tag hat es wieder in sich“ seufzen oder nach langen Phasen der Faulheit totale Gestresstheit demonstrieren, weil die Arbeit halt doch erledigt werden muss. Das signalisiert: Ich bin echt eingedeckt mit Arbeit (oder Facebook).

#3 Der Verpeilte

Kurz vor dem Wochenenende hilft das Team – wieder einmal – zusammen, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Warum? Weil der Verpeilte kurz vor der Deadline offenbart, dass er die Arbeit doch nicht bewältigen kann. Klingt nach angebrachter Hilfsbereitschaft im Büroalltag – das ist aber nicht immer der Fall. Der Verpeilte weiß um den Zusammenhalt im Team und denkt sich: Warum die ganze Arbeit selbst machen, wenn notfalls sowieso alle zusammenhelfen? Angesichts der noch weit entfernten Deadline lässt er erstmal die Seele baumeln – und seine Kollegen später helfen.

#4 Der Nein-Sager

Was hilfsbereite Kollegen oft nicht schaffen, hat er perfektioniert: Nein sagen und Abwimmeln. Unangenehme Aufgaben prallen an ihm ab, denn seine Ausreden sitzen. Statt einem plumpen „Nein“ hält er ausgefeilte Gründe bereit um dir zu sagen: „Ich würde wirklich gerne, aber leider…“ Möchte er etwas nicht machen, findet er garantiert eine plausible Ausrede, um jemand anderem die Aufgabe in die Schuhe zu schieben.

#5 Der Verplante

Privates und Berufliches – das kollidiert manchmal eben. Beim Verplanten tut es das auffallend oft. Er hat genau auf dem Radar, welche Projekte, Termine und Tasks anstehen – und das bereits weit im Voraus. Irgendwo in seinem Schreibtisch muss sich neben dem Terminkalender auch eine Glaskugel verstecken. Woher kann er sonst wissen, wann sich Urlaubstage und Zeitausgleich am besten anbieten, um Terminen und lästigen Aufgaben gekonnt aus dem Weg zu gehen? Die langweilige Konferenzschaltung mit der Zentrale, das öde Geschäftsessen mit dem Kunden – der Verplante hat da leider schon was vor. Immer. Verblüffend.

Das kannst du tun, wenn die Arbeit eines faulen Kollegen bei dir landet

Ausgenutzt wird, wer das auch mit sich machen lässt. Dem einen Riegel vorzuschieben ist nicht immer angenehm – leiden dein Wohlbefinden oder deine eigene Produktivität aber unter faulen Kollegen, solltest du etwas dagegen unternehmen.

  • Bestandsaufnahme
    Hand aufs Herz: Wirst du wirklich von einem Kollegen ausgenutzt oder hast du es momentan nur stressig und empfindest deshalb so? Falls du wirklich denkst, dass ständig die Arbeit anderer bei dir landet und du nie etwas dafür erhältst, solltest du das über einen gewissen Zeitraum mitprotokollieren. „Beweisaufnahme“ klingt vielleicht hart, aber Beweise wirst du als Argumente brauchen, wenn es an den nächsten Schritt geht:
  • Gespräch suchen
    Du bist dir sicher: Kollege B. schiebt dir ständig Arbeit zu, die er nicht machen möchte – vielleicht subtil, vielleicht auch ganz offen. Dann solltest du ihn damit direkt konfrontieren. Aber Vorsicht! Die Gründe, warum er das tut, können vielfältig sein. Nicht immer steckt böse Absicht oder Faulheit dahinter. Es könnte auch sein, dass er aufgrund persönlicher Probleme derzeit nicht so leistungsfähig ist, aber Angst hat, das vor allen zu offenbaren. Vielleicht hat er auch die Freude an seinem Job verloren, steckt in einem Motivationstief oder fühlt sich unter- oder überfordert.
  • Nein sagen
    Stellst du fest, dass Arbeit ständig bei dir landet, weil ein Teammitglied einfach keine Lust darauf hat, darf deine Hilfsbereitschaft auf Grenzen stoßen. Bleib konsequent und sag öfter einmal nein: „Tut mir leid, ich kann dir dabei nicht helfen, ich bin mit meinem Projekt diese Woche total ausgelastet.“ Und wenn es gar nicht anders geht, musst du vielleicht ganz deutlich werden und Klartext reden: „Sorry, diesmal helfe ich dir nicht aus der Patsche. Hättest du deine Zeit und Energie in deine Arbeit gesteckt, wärst du damit auch fertig geworden.“

Bildnachweis: sirtravelalot/Shutterstock

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Großraumbüro, Cubicle und Home-Office: Büros im Lauf der Zeit

60er-Jahre Büro

Büroräume bewegen sich zwischen Funktionalität und Design und entwickeln sich ständig weiter. Schließlich müssen auch sie Schritt halten mit fortschreitenden Technologien. Nicht zuletzt sind sie immer auch Abbild der vorherrschenden Unternehmenskultur. Ein Blick auf Büro-Trends, die teilweise bis heute nachwirken:

In der Serie Mad Men nehmen Besucher im Büro von Werbetexter Don Draper in orangefarbenen Schalensesseln Platz, während er es sich vielleicht auf dem Sofa gemütlich macht. Natürlich nicht, ohne sich zuvor einen Drink am Barwagen zu mixen. Ein Einzelbüro mit Sitzecke ist heute bestenfalls im Büro des Chefs zu finden – so es überhaupt noch eigene Büros für Führungskräfte gibt. Welche Wandlung Büroräume im Lauf der letzten Jahrzehnte vollzogen haben, hat sich Steelcase angesehen:

Trend #1: Das effiziente Großraumbüro

Es kann der Alptraum eines jeden Arbeitnehmers sein – das Großraumbüro. Praktisch ist es jedoch: Auf relativ kleinem Raum können viele Arbeitsplätze untergebracht werden. In den USA hielt diese Form des Büros bereits in der Mitte des 20. Jahrhunderts Einzug, um das rasante Wirtschaftswachstum nach dem zweiten Weltkrieg zu meistern. Europa zog da erst einige Jahrzehnte später nach. Heute investieren Arbeitgeber nach wie vor in Großraumbüros. Die Zusammenarbeit auf großer Fläche soll Teamwork, Innovation und Kreativität fördern. Was die Anzahl der sogenannten „Open Spaces“ betrifft, liegen die USA immer noch vorne. Rund die Hälfte der Amerikaner arbeiten in Großraumbüros, in Deutschland sind es nur 25 Prozent. Das liegt auch an der historischen Baustruktur in Europa. Wer hingegen neu baut, entscheidet sich oft für Gebäude mit Großraumbüros.

Trend #2: Das Chefbüro

Dem Trend zum Großraumbüro haben Einzelbüros trotzdem getrotzt. Nicht jeder Arbeitnehmer muss an einem Schreibtisch inmitten der Bürohengst-Herde Platz nehmen. Das repräsentative Chefbüro ist nie verschwunden. „Nach wie vor existiert in Unternehmen weltweit das Chefbüro, wobei der Status einer Führungskraft meist über die Größe des eigenen Büros definiert wird“, bestätigt Marc Nicolaisen, Director Customer Experience bei Steelcase. Allerdings zog das Führungsteam von Steelcase ebenfalls in Open Spaces um. Und noch ein Beispiel aus Österreich: Seit dem Einzug in den Erste Bank Campus in Wien verzichten die Vorstände dort auf ihre Einzelbüros.

Der Chef im Großraumbüro, das ist zunehmend Ausdruck eines neuen Führungsstils und Zeichen für den Verzicht auf steile Hierarchien. Status und dessen Symbole rücken in den Hintergrund, direkter Austausch und Kommunikation auf Augenhöhe treten an dessen Stelle.

Trend #3: Das Wohlfühlbüro

So effizient ein Großraumbüro auch ist, dort zu arbeiten ist nicht immer angenehm. Anfang des 21. Jahrhunderts entwickelt sich ein Gegentrend dazu. Vor allem europäische Unternehmen realisierten, dass eine Fläche voller Schreibtische nicht unbedingt die beste Lösung für tägliches Arbeiten ist. In den Vordergrund trat langsam ein Büro, in dem sich Arbeitnehmer auch wohlfühlen können. Flexible neue Räume und Rückzugsmöglichkeiten verbesserten die Situation im Großraumbüro.

Trend #4: Das Home-Office

Die Tendenz zum Home-Office finden nicht alle toll, die fortschreitende Digitalisierung zwingt Arbeitgeber und Raumgestalter jedoch, sich mit diesem Trend zu beschäftigen. Mobiles Arbeiten wird auch die Büroräume wieder verändern. Nicht jeder Arbeitnehmer kehrt täglich an seinen Arbeitsplatz zurück oder arbeitet vielleicht nur ein paar Stunden im Büro, bevor er sich ins Home-Office verabschiedet. In den USA wird mobiles Arbeiten bereits als komplett neue Arbeitsform wahrgenommen, in Europa stellen Home Office & Co. immer noch eine Ergänzung dar.

Und das Büro der Zukunft? Das wird kommenden Entwicklungen Rechnung tragen müssen. Mensch, Arbeitsort und Technologie werden noch stärker miteinander vernetzt werden, unsere Büros werden immer smarter. Steelcase beobachtet außerdem eine Veränderung im Verhältnis zwischen Führungskräften und Mitarbeitern. „Die Führungskraft wird mehr zum Coach, weniger zum fachlich inhaltlichen Tonangeber. Die Tendenz dazu ist in Deutschland und den USA gleichermaßen vorhanden – die Schrittlänge in den USA ist jedoch größer“, schätzt Marc Nicolaisen die aktuelle Entwicklung ein. Das spiegelt sich auch in den Büroräumen wider: Der Chef zieht aus dem Einzelbüro ins Großraumbüro, offene Bereiche ermöglichen flache Hierarchien, die Zusammenarbeit geschieht netzwerkbasiert.

Bildnachweis: Steelcase

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No Nine to Five: Ein Arbeitstag als Führungskraft in Österreich

Arbeitstag als Führungskraft

Stark ausgelastet, auch in der Freizeit arbeitend aber trotzdem zufrieden – so lassen sich Arbeitstage österreichischer Führungskräfte zusammenfassen. Woher wir das wissen? Wie der Büroalltag eines Entscheidungsträgers aussieht, wurde im Rahmen einer Bürostudie untersucht.

DerOffice Report von bene, karriere.at, WIFI und Marketagent.com hat im Rahmen der österreichweiten Studie auch Führungskräfte durch ihren Arbeitstag begleitet. Unterscheiden sich die Arbeitstage der Chefs merklich von denen ihrer Angestellten? Finden wir es heraus:

  • Ein Arbeitstag „nine to five“ ist für viele Arbeitnehmer unrealistisch – noch mehr trifft das auf Führungskräfte zu. Für knapp die Hälfte erfolgt der Start in den Arbeitstag bereits vor dem Eintreffen im Büro: E-Mails lesen (34 Prozent) und beantworten (17 Prozent) sowie Telefonate führen (17 Prozent) sind Tätigkeiten, die bereits auf dem Weg ins Büro erledigt werden. Das tun Arbeitnehmer ohne Führungsfunktion zwar auch, allerdings in geringerem Ausmaß. Führungspersonen absolvieren täglich rund 2,8 Telefonate mehr.
  • Meetings sind fixer Bestandteil der Arbeitstage von Führungskräften, im Mittel finden 1,6 Besprechungen täglich statt. Dabei müssen Führungskräfte etwas aktiver sein als Angestellte ohne Managementfunktion. Sie gestalten mehr Meetings aktiv mit. So ist wenig überraschend, dass zwei Drittel der Entscheidungsträger ihre Arbeitsauslastung als hoch beschreiben. Im Vergleich dazu: 58 Prozent der Österreicher ohne Führungsfunktion schätzt ihre Arbeitsauslastung als hoch ein.
  • Allerdings sind Führungskräfte auch etwas zufriedener mit ihrer eigenen Leistung am Ende eines Arbeitstages (36 Prozent Entscheidungsträger vs. 32 Prozent Personen ohne Führungsfunktion). Sie verbuchen auch mehr Erfolgserlebnisse: Mehr als zwei Drittel freuen sich im Laufe eines Tages über ein oder mehrere positive Ereignisse. Dieses Gefühl bleibt für knapp die Hälfte der Arbeitnehmer, die keine Entscheidungsträger sind, aus.
  • Das schicke Chef-Büro oder Einzelbüro statt Schreibtisch im Großraumbüro? Führungspersonen sind nicht zuletzt aufgrund der Arbeitsumgebung zufriedener: 30 Prozent sagen, sie hätten genügend Rückzugsmöglichkeiten, 37 Prozent fühlen sich in ihren vier Bürowänden richtig wohl. 30 Prozent geben an, konzentriertes Arbeiten sei für sie möglich.
  • Das Verlassen des Arbeitsplatzes bedeutet für 83 Prozent der Österreicher einen arbeitsfreien Abend, bei den Führungskräften sieht es ein wenig anders aus: Für 41 Prozent ist der Arbeitstag damit noch nicht zu Ende. E-Mails, Telefonate oder sonstige Tätigkeiten beschäftigen sie auch noch während des Feierabends. Dafür haben 89 Prozent das Gefühl, mit ihrer Arbeit etwas Sinnvolles zu tun. Im Vergleich: Bei den Beschäftigten ohne leitende Funktion sind es 78 Prozent. Der nächste Arbeitstag kommt bestimmt, mehr als 4 von 10 Entscheidungsträgern freuen sich darauf.

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Frauennetzwerke: Das Positive, das Negative und das Komische

Wie gut sind Frauennetzwerke?

Jedes Ding hat drei Seiten: eine positive, eine negative und eine komische, meinte der Münchner Komiker Karl Valentin. Ich habe für mich herausgefunden, dass dies bei vielen Sachen zutrifft. Bei Frauennetzwerken ganz besonders.

Ein Gastbeitrag von TEDxVienna-Autorin Zaphira Rohde.

In unterschiedlichen Phasen im Berufsleben – Berufseinstieg nach der Uni, längere Elternzeit vor dem Wiedereinstieg – habe ich manches Frauennetzwerk hautnah erlebt. Es ist vieles, aber nicht alles gut. Es ist auch nicht alles schlecht. Und eine Seite davon ist einfach urkomisch.

Das Gute: Schwesterherz und Frauenpower!

Du triffst auf einige beeindruckende Frauen in Frauennetzwerken. Jeden Alters. Mit exzellenten Qualifikationen, klasse Lebensläufen und wertvoller Lebenserfahrung. Geballte Frauenpower eben. Du lernst aus Vorträgen von Frauen in Führungspositionen und Coaches, die ja immer mit solchen Vereinen zusammenarbeiten. Wenn sie in der Runde bereit sind, aus dem Nähkästchen zu plaudern und anderen Frauen wertvolle Tipps aus der Praxis zu geben, ist das ein tolles Erlebnis: unheimlich inspirierend, dynamisch, beflügelnd, und, und, und. Ein Abend voller Erfahrungsaustausch und plaudern, plaudern, plaudern mit anderen „Schwestern“ bis zum Umfallen. Denn, glaub mir, es wird gern und viel geplaudert in Frauennetzwerken. Ohne Punkt und Komma. Willkommen auf dem Planeten Sisterhood!

An meiner amerikanischen Frauenuni gab es auch solche Frauenpower. Prompt nach der Graduation bekam ich umfangreiche Karriere-Beratung und Zugriff auf eine Alumni-Datenbank mit den Namen von 10.000 Frauen. Ich durfte mir Personen aussuchen, die in Berufsfeldern gearbeitet haben, für die ich mich interessiert habe. Ich durfte sie manchmal einen Tag lang im Büro beschatten oder einen Termin vereinbaren, um Insider-Infos über ihre Branche zu erfahren. Was will Frau als Berufseinsteigerin mehr?

Das Negative: Hilfe! ich bin in ein High-School-Klassentreffen hineingestolpert

Es gibt einen Grund warum so viele Hollywood-Filme die viel befürchteten high school reunions (Klassentreffen) thematisieren: die Selbstzweifel am eigenen Lebenslauf, der nie gut genug sein kann, um so einen Abend zu überstehen. Denn die Konkurrenz schläft bekannterweise nicht.

Ich finde, Frauennetzwerke sind ein bisschen wie solch ein Klassentreffen. Eine geschlossene Gesellschaft, in der frau sich bemüht, als die perfekte Version von sich selbst zu erscheinen. Denn, Vergleiche sind hier vorprogrammiert. In punkto Jobtitel, Familiensitutation bis hin zum Outfit und der Handtasche. Nach dem Motto: Wer ist hier erfolgreicher oder glücklicher? Oder zumindest schlanker? Die Karrierefrau ohne Kinder, die Karrierefrau mit Kindern, die Selbstständige, die Wiedereinsteigerin, die Unentschlossene nach einer längeren Elternzeit? Oft hat jede ihren eigenen Tunnelblick und lässt dies alle anderen deutlich spüren. Diese Nulltoleranz für andere Lebensentwürfe rutscht in einem solchen Frauen-Mikrokosmos in den Vordergrund und kann Selbstzweifel hervorrufen bzw. den Weg zur eigenen Frauenpower erschweren. Warum eigentlich? Für enge Freundschaften ist der Rahmen zu unentspannt. Studien zeigen, dass er in punkto Karriere auch nur bedingt förderlich sein kann.

Das Komische: Der Hahn im Korb und das ewige Weib

Ein Frauennetzwerk ist eine künstliche Welt. Wie künstlich, wird einem erst klar, wenn plötzlich männliche Vortragende an einem Abend dazustoßen. Es muss für einen Mann seltsam bis furchteinflößend sein, so eine Runde. Hinzu kommt: Man(n) muss vorsichtig sein, um nicht in ein feministisches Fettnäpfchen zu tappen. Denn das passiert garantiert irgendwann im Laufe des Abends.

Aber Mann ist auch der Hahn im Korb. Wie sehr, wird es einem klar, wenn plötzlich eine zweistellige Zahl Frauenaugen auf einen gerichtet sind und mehrere weibliche Fans sich dafür entscheiden, im Nachhinein ganz spontan für einen extra Prosecco doch noch zu bleiben. Fast wie Groupies. Es wird geflirtet und manchmal fragt man sich, ob man es mit kichernden Teenager-Mädels zu tun hätte. Mein Gott, ist das peinlich! Kaum ist ein Vertreter des anderen Geschlechts da, werden wir alle zu „Weibern“?
Wiederum werde ich an meiner Frauenuni in Amerika erinnert. Manch eine Kommilitonin ist dort während der Woche konsequent in ihrem Pyjama zur Vorlesung gekommen. Der schlabbrige Amazonenpyjama-Look wurde bei den gemischten Wochenendpartys für das knallenge kleine Schwarze, Pumps und knallroten Lippenstift ausgetauscht.

Andererseits, ist es bei Männern wirklich anders? Jeder, der pubertierende Jungs hat, merkt wie sie plötzlich mehr Zeit im Bad vor dem Spiegel verbringen und Push-ups machen, wenn sie anfangen, sich für Mädchen zu interessieren.
Also mein Fazit: Frauennetzwerke sind geschlossene Gesellschaften. Sei dir dessen einfach bewusst und mache deine eigenen Erfahrungen.

Bildnachweis: Dean Drobot / Shutterstock

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Ich bin dann mal weg! Gute Gründe für eine Auszeit vom Job

Studie zum Thema Sabbatical

Auszeit! Auf der Wunschliste steht sie ganz weit vorne, die Auszeit vom Beruf – vorausgesetzt, der Arbeitgeber ermöglicht solch ein Sabbatical. Eine Studie hat erfragt, warum Arbeitnehmer sich eine Auszeit von Job, Chef und Kollegen wünschen und womit die Zeit im Sabbatical verbracht wird.

Im Lauf eines Berufsleben ist für viele Dinge oft kein Raum: die Weltreise, die zeitintensive Ausbildung oder einfach nur eine längere Auszeit von der Karriere. Weg von Job, Chef, Kollegen und beruflichen Verpflichtungen. Zeit für Neuorientierung, Standortbestimmung oder einfach Erholung. Einer neuen Studie von Viking zufolge steht eine Auszeit vom Beruf auf der Wunschliste vieler Österreicher. 85 Prozent wünschen sich, ein Sabbatical in ihrer Laufbahn unterzubringen. Für die Studie wurden 304 Österreicher ab 18 Jahren sowie Experten zum Thema Sabbatical befragt.

Lernen, reisen, verändern: Warum eine Auszeit?

Über alle Altersgruppen hinweg ist der Wunsch nach einem Sabbatical groß. Trotzdem steigt mit zunehmendem Alter der Wunsch nach einer Auszeit noch etwas. Hauptgründe für die verlangte Auszeit: Zeit zum Reisen oder die Möglichkeit, sich von einem stressigen Job zu erholen.

Umfrage Wunsch nach Sabbatical

Unter jenen Personen, die bereits einmal ein Sabbatical gemacht haben, zeigt sich, dass Frauen länger vom Job wegbleiben als Männer. Daniela Scholl, die Sabbatical-Willige mit ihrer auszeitAGENTUR unterstützt, berichtet: „Ein Großteil meiner Kunden ist weiblich und über 40 Jahre alt. Einige haben harte Jahre als Alleinerziehende hinter sich und möchten sich jetzt, wo die Kinder auf eigenen Füßen stehen, wieder auf die eigenen Träume und Bedürfnisse besinnen. Andere sind kinderlos und fragen sich, ob das jetzt alles war im Leben.“

Gründe für Sabbatical

Sabbatical: Wann und wie lange?

Die Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologin Leila Gisin warnt aber davor, mit der Durchführung des Sabbaticals zu lange zu warten: „Auf jeden Fall nicht erst dann eine Auszeit nehmen, wenn man kurz vor dem Burnout steht oder total unglücklich oder unzufrieden mit dem aktuellen Job ist. Bei ersterem kommt die Erholungsphase zu spät, bei letzterem verschiebt man das Problem nur auf später – da ist eher ein Jobwechsel angezeigt.“

Wie lange die Auszeit dauern soll bzw. kann, hängt von den eigenen Lebens- und Arbeitsumständen ab. Mindestens drei, besser sechs Monate sollten Auszeitwillige für den Ausstieg auf Zeit einplanen. Die Planungen für die Zeit abseits des Jobs sollten rund ein Jahr vor dem Sabbatical beginnen.

Wichtig ist auch, die Zeit der Rückkehr bereits vorab zu planen – und zwar gemeinsam mit dem Arbeitgeber und allen beteiligten Kollegen. Einen Erfahrungsbericht und Tipps für die Rückkehr von der Auszeit gibt es an dieser Stelle:

Bildnachweis: everest/Shutterstock, SearchLaboratory (Grafiken)

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Hierarchie, Organisation & Co: Was Arbeitnehmer wollen

Jedes Unternehmen ist ein Mikrokosmos: Eine mehr oder weniger große Gruppe Menschen tifft sich regelmäßig, um irgendetwas zu tun. Wie das geschieht, darüber entscheidet die Organisationsform und die daraus resultierende Hierarchie. Was Österreichs Arbeitnehmer über Strukturen, Hierarchien und Selbstverwirklichung denken, beleuchtet eine aktuelle karriere.at-Studie.Egal, wie Hierarchieebenen, Aufbau- und Ablauforganisationen oder auch die Unternehmenskultur auf dem Papier aussehen: Kein System steht für sich allein, jede Organisation, jedes Unternehmen ist ständigem Wandel unterworfen. Technologie, Werte, Kommunikation, „die Gesellschaft“ an sich – alles verändert sich laufend.

Mit diesem Wandel ändern sich auch automatisch unsere Ansprüche und Bedürfnisse, als Privatpersonen aber auch als Arbeitnehmer. Was sich in vielen Fällen über Jahrzehnte nicht ändert, ist hingegen die Organisationsform eines Arbeitgebers. „Weil das immer so war und bis heute funktioniert“ – einer der Leitsätze, wenn es darum geht, an Bestehendem festzuhalten. Doch ist eine Organisation, die einfach „funktioniert“ noch zeitgemäß? Wie stehen Österreichs Arbeitnehmer zu Organisationsformen, Hierarchien und den Führungsmodellen?

Studie zu Hierarchie und Organisation

Eine repräsentative karriere.at-Studie, durchgeführt von Marketagent.com unter 506 Arbeitnehmern zwischen 18 und 65 Jahren gibt Antworten. Exklusiv präsentiert wurden die Ergebnisse heuer auf der Freiräume (Un)Conference in Graz.

Der Chef organisiert von Zeit zu Zeit den Betrieb völlig um. Das schadet aber nichts, weil ja alles beim Alten bleibt.“ (Kurt Tucholsky)

Ganz so pessimistisch wie der Journalist und Satiriker Kurt Tucholsky stehen die Befragten ihren Betrieben nicht gegenüber. Trotzdem tun sich einige Baustellen auf, die langfristig durchaus Auswirkungen auf die Motivation der Belegschaft haben können. Ein Überblick in acht Schritten:

#1 Je mehr Chefs, desto unzufriedener das Team

45,3 Prozent der Befragten glauben, dass flache Hierarchien automatisch eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit mit sich bringen. Nur jeder sechste Arbeitnehmer (17,2 Prozent) sieht diesen Effekt bei steilen Hierarchien gegeben. Ob eine der beiden Möglichkeiten schnellere Entscheidungen gewährleistet, beantwortet das Ergebnis nicht: Jeweils ein Drittel tendiert zu flachen oder steilen Führungsmodellen, ein weiteres Drittel ist unentschlossen.

#2 Die Erwartungshaltung ist groß

Zwei von drei Arbeitnehmern (64,8 Prozent) sind der Meinung, dass Arbeitgeber dafür sorgen müssen, dass sich ihre Mitarbeiter im Arbeitsumfeld wohlfühlen. Nur 13,4 Prozent nehmen in dieser Hinsicht jeden einzelnen Mitarbeiter in die Pflicht, der Rest der Befragten hat keine klare Meinung.

#3 Mehrheit arbeitet in „klassischen“ Strukturen

Mehr als jeder Zweite, nämlich 56,5 Prozent der Befragten, gibt an, derzeit in sehr bzw. eher steil organisierten Unternehmen zu arbeiten. Dass der Anteil der Arbeitnehmer in flachen Hierarchien mit 43,5 Prozent relativ hoch ist, wirkt auf den ersten Blick überraschend. Vor dem Hintergrund der großen Anzahl der Arbeitnehmer in Klein- und Mittelbetrieben relativiert sich das Ergebnis etwas. KMU kommen in der Regel allein wegen ihrer Größe mit weniger Führungsebenen aus als Großbetriebe.

#4 Ziele klar, Kommunikation unklar

Organisation Grafik

Die Grafik zeigt, wie die Studienteilnehmer Unternehmensstruktur und Führungsverhalten einschätzen. Eigeninitiative und -verantwortung, eine offene Tür beim Vorgesetzten, falls es etwa Probleme gibt, und dazu noch klar kommunizierte Ziele: So lässt sich’s arbeiten. Betrachtet man aber das Ende der Skala, zeigen sich Defizite bzw. Wünsche der Befragten: Ideen von der Basis sind aus Mitarbeitersicht nur wenig willkommen. Auch die Kommunikation über Hierarchieebenen hinweg scheint ausbaufähig, ebenso wie Gespräche über Defizite im Unternehmen.

#5 Wunsch und Wirklichkeit

Nach den wichtigsten Bewerbungskriterien für den aktuellen bzw. einen neuen Job befragt, wird der Unterschied zwischen Realität und einem erwünschten Idealzustand besonders deutlich: Klar an erster Stelle rangiert das Thema Geld, was nicht weiter verwundert. Sechs von zehn Arbeitnehmer sagen, für sie spiele das Gehalt bei der Bewerbung um einen neuen Job die größte Rolle (beim aktuellen Job war die Entlohnung nur für 42,1 Prozent wichtigstes Kriterium). Worauf die Befragten bei einer neuen Arbeitsstelle ebenfalls mehr Augenmerk legen würden, sind die Themen Work-Life-Balance mit 39,1 Prozent (aktueller Job 29,8 Prozent) und Arbeitsklima mit 34,2 Prozent (aktueller Job 24,5 Prozent).

#6 Die „Rush Hour“ des Lebens

„Zwischen 30 und 40 vergeht die Zeit doppelt so schnell.“ Schon einmal gehört oder deckt sich das mit Ihrem persönlichen Eindruck? Viele Vertreter dieser Altersgruppe – Achtung, Millennials! – empfinden das nämlich so. Viel zu viel muss in viel zu wenig Zeit Platz finden, persönliche und berufliche Prioritäten verschieben sich: Kinder, Familie, Eigenheim, Kindergartenplatz, Krabbelstuben und Tagesbetreuung, Banktermin, Job, Karriereplanung, Karenz, Wiedereinstieg, Auf- und Umstiege.

Verglichen mit jüngeren Arbeitnehmern, stechen die 30- bis 39-jährigen Studienteilnehmer bei der Detailauswertung dieser Frage stark hervor: Sie liegen einerseits beim Thema Gehalt über dem Durchschnitt. Weitaus wichtiger als Unter-30- und Über-40-Jährigen ist das Thema Arbeitszeit bzw. Work-Life-Balance – jeder zweite Arbeitnehmer dieser Zielgruppe sagt, bei einem neuen Job besonderes Augenmerk auf den Faktor Arbeitszeit und Überstunden legen zu wollen.
Führt man sich vor Augen, dass die angesprochene Zielgruppe Geburtsjahrgänge zwischen 1977 und 1987 hat, sollten gängige „Generation Y„-Klischees überdacht werden: „Always on“ bedeutet nämlich in diesem Fall nicht „überall, sofort und immer“, sondern „flexibel, wenn Zeit dafür ist“.

#7 Arbeitsabläufe: Eigenleistung vs. Organisation

Ähnlich wie in Punkt 4 beschrieben, beurteilen die österreichischen Arbeitnehmer auch die Arbeitsabläufe in ihrem Unternehmen. Einerseits finden folgende Aussagen die bei weitem größte Zustimmung:

  • Ich weiß, welche Leistungen von mir erwartet werden (45,7 Prozent)
  • Mir ist klar, welche Entscheidungen ich selbst treffen darf (44,1 Prozent)

Zum Vergleich – die wenigste Zustimmung erhielten:

  • Ich kann aktiv dazu beitragen, Arbeitsabläufe in unserem Unternehmen zu optimieren (18,4 Prozent)
  • Ich bekomme regelmäßig Feedback zu meiner Arbeit im Rahmen eines definierten Termins (16,2 Prozent)
  • Entscheidungen werden bei uns schnell und unbürokratisch getroffen (12,6 Prozent)
Christoph Weissenböck karriere.at Hierarchie Organisation

Die Studie wurde auf der Freiräume (Un)Conference 2017 präsentiert.

#8 Sinnfrage: Just a job?

50,6 Prozent der Studienteilnehmer verstehen eigenen Aussagen zufolge den „Sinn hinter ihren Aufgaben“, 32,8 Prozent können ihre Tätigkeit als Teil eines „Großen Ganzen“ sehen. In Verbindung mit den vorangegangenen Aussagen, bietet sich ein Schluss an: Ziele, Verantwortlichkeiten und Erwartungshaltung werden für den Einzelnen relativ klar kommuniziert, ein Bezug zum Gesamtunternehmen oder auch anderen Teams dürfte fehlen.

Noch deutlicher wird dies durch das untere Ende der Statistik: Nur 22,9 Prozent (nicht einmal jeder Vierte!) kann sich mit seinem Unternehmen bzw. der Unternehmenskultur identifizieren. Noch weniger (18,6 Prozent) geben an, sich bei ihrem Arbeitgeber beruflich verwirklichen zu können.

Vier Fragen, vier Denkanstöße

Was kann man aus den Studienergebnissen mitnehmen? Immerhin steht ein repräsentatives Sample ja für die Gesamtheit der Arbeitnehmer und kann keinen Bezug zu einem konkreten Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis nehmen. Unserer Meinung nach sind es Denkanstöße. Es lohnt sich immer zu hinterfragen, ob die Arbeits- und Lebensrealität im Unternehmen den Wunschvorstellungen von Management und Arbeitnehmern entspricht. Vier Fragestellungen bieten sich dafür an:

  1. Passen die Organisationsform des Unternehmens und die Abläufe (noch) zu Unternehmensgröße, Arbeitsweise und Unternehmenskultur?
  2. Ist bekannt, wie Mitarbeiter zu Prozessen und Arbeitsabläufen stehen und kann man sie in Optimierungsprozesse einbinden?
  3. Wird der „Sinn der Arbeit“ optimal kommuniziert und kann jeder Einzelne sein Tun als Teil eines „Großen Ganzen“ sehen?
  4. Wird das Unternehmen mit seiner Organisationsform (noch) der Erwartungshaltung der aktuellen und in Zukunft benötigten Mitarbeiter gerecht?

Tipp: Die Freiräume (Un)Conference finden auch kommendes Jahr wieder statt! Interessierte sollten sich den 14. und 15. Mai 2018 rot im Kalender markieren. Weitere Infos unter: http://freiraeume.community/

Bildnachweis: Mima Antic / Shutterstock, karriere.at, Freiräume

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„Ihre Gehaltsvorstellung bitte!“ Dein Wunschgehalt in der Bewerbung

Gehaltsvorstellung in der Bewerbung

„Bitte nennen Sie in der Bewerbung Ihren Gehaltswunsch.“ Besonders für Berufseinsteiger ist die Antwort auf die Frage nach dem Wunschgehalt keine einfache. Wieviel bin ich wert? Was ist auf dem Markt üblich? Fünf Fragen zum Thema Gehaltsvorstellung und Antworten, die dir weiterhelfen:

#1 Muss ich in der Bewerbung einen Gehaltswunsch nennen?

Wird im Jobinserat nicht genau danach gefragt, ist die Gehaltsangabe kein Muss. Wünscht der Arbeitgeber von Bewerbern, dass sie ihre Gehaltsvorstellung in der Bewerbung nennen, dann tue das besser. Ein Verzicht darauf könnte bedeuten, dass deine Bewerbung aussortiert wird. Du möchtest trotzdem keinen genauen Betrag nennen? Dann kannst du dir mit der Nennung einer Gehaltsspanne helfen. Oder du schreibst in deine Bewerbung, dass du das Thema Gehalt gerne im Rahmen eines persönlichen Gesprächs behandeln möchtest.

#2 Wo steht die Gehaltsvorstellung in einer Bewerbung?

Üblicherweise ganz am Ende des Anschreibens bzw. vor deinem Schlusssatz und der Grußformel. In Bewerbungsformularen gibt es manchmal ein extra Feld für das Wunschgehalt.

#3 Wie formuliert man die Gehaltsvorstellung am besten?

Lässt du mit dir verhandeln oder denkst du: Dieser Betrag oder aus uns wird nix? Ausgehend davon kannst du weichere oder härtere Formulierungen verwenden. Hier ein paar Beispiele für passende Formulierungen:

  • Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 25.000 Euro brutto jährlich.
  • Aufgrund meiner kürzlich abgeschlossenen Weiterbildung und meiner Spezialisierung auf XY liegt meine Gehaltsvorstellung bei 38.000 Euro brutto pro Jahr.
  • Meine Gehaltsvorstellung bewegt sich zwischen 26.000 und 30.000 Euro jährlich.

#4 Darf ich hoch pokern?

Rund zehn Prozent darfst du auf dein Wunschgehalt schon aufschlagen. Wer zu hoch pokert läuft jedoch Gefahr, als Bewerber als „unleistbar“ aussortiert zu werden. Gib eine Gehaltsspanne an und zeige dem Arbeitgeber so, unter welchen Betrag du keinesfalls gehen möchtest und welche Maximalsumme du wert bist. Aber denke daran: Im persönlichen Gespräch musst du argumentieren können, wieso das Unternehmen für deine Leistung auch mehr Geld auslegen sollte.

#5 Woher weiß ich, was ich wert bin?

Nach einigen Jahren Berufserfahrung ist meist bekannt, auf welchem Niveau sich das eigene Gehalt bewegt und wie die Aussichten bei einem Job- oder Unternehmenswechsel stehen. Die Gehaltsangaben in Stelleninseraten sind meist wenig aussagekräftig, denn angegeben wird nur das Mindestgehalt. Hast du Glück, lässt sich dein Wunscharbeitgeber etwas mehr in die Karten schauen und gibt eine realistische Gehaltsspanne an. Ausgehend von deinem Beruf, Ausbildung, Branche, Alter, Wohnort und Berufserfahrung kannst du mit unserem Gehaltsrechner außerdem herausfinden, in welchem Rahmen sich deine Gehaltsvorstellungen bewegen.

karriere.at Gehaltsrechner
Bildnachweis: Yulia Grigoryeva / Shutterstock

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Gehirnurlaub: Unnütze Websites für den Zeitvertreib im Büro

Zeitvertreib im Büro

Draußen Sonnenschein und du im Büro, nix bis wenig zu tun und der Chef vielleicht auf Urlaub. Lust auf ein wenig Zeitvertreib an langweiligen Tagen? Hier ein paar Vorschläge, aber – pssst: Von uns hast du das nicht!

Google Feud

Nicht wirklich unnütz, dafür unterhaltsam: Tauche tief ein in die Untiefen der Google-Suche. Mit Google Feud kannst du testen, wie gut du im Vervollständigen von Suchanfragen bist: „Cucumbers are …“ Was würde Google vorschlagen?

Google Feud

Cat Bounce

Wer „Zeit totschlagen“ sagt, muss auch Cat Content sagen! Auf dieser – völlig nutzlosen – Website regnet es Kätzchen. Lass sie springen und vom Bildschirmrand herabregnen.

Spiel Cat Bounce

Koalas to the Max

Dieses Spiel ist nicht nur zum Zeit totschlagen sehr gut geeignet, auch nach einer hitzigen Bürodiskussion kann man sein Gemüt wunderbar damit abkühlen. Einatmen, ausatmen und aus den großen Punkten viele kleine machen. Was das mit Koalas zu tun hat? Ausprobieren!

Weird or confusing

Gelangweilt UND in Kauflaune? Diese Website präsentiert dir Dinge, die entweder ziemlich sonderbar sind oder dich einfach verwirrt zurücklassen.

OMFGDOGS

Eine Herausforderung für Augen und Ohren ist diese Seite. Bunt und voller Hündchen – ein Reset fürs Gehirn.

OMFGDOGS

#willstdukannstdu

Und falls du doch etwas mehr zu tun haben möchtest: Smartphone schnappen, GIF drehen und vielleicht 5.000 Euro gewinnen. Wir bringen dein GIF ins TV!

  • Noch mehr unnütze Websites gibt es hier. Betreten auf eigene Gefahr! ;)

Bildnachweis: Katia Font / Shutterstock

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Entscheidungen treffen: Wer öfter Nein sagt, hat mehr vom Leben

Nein sagen

Nein. Ein kleines Wort mit großer Wirkung. Vorausgesetzt, du bringst es über deine Lippen. Wie oft hast du schon Ja gesagt zu Dingen, die du eigentlich gar nicht wolltest? Und am Ende denkst du: Hätte ich doch gleich Nein gesagt! Was falsche oder vermiedene Entscheidungen mit uns machen, damit beschäftigen sich Anja Förster und Peter Kreuz in ihrem Buch „Nein. Was vier mutige Buchstaben im Leben bewirken können“.

Wir leben in einer Welt voller Wahlmöglichkeiten: Lehre oder Studium? Weltreise oder Urlaub zu Hause? Heirat oder lieber wilde Ehe? Arbeitgeber A oder B? Vollzeit oder Teilzeit, was darf’s sein? Theoretisch steht uns die Welt also offen – aber nur theoretisch. Denn viele Wahlmöglichkeiten stellen uns vor zahlreiche Entscheidungen – und die plagen uns. Was ist die richtige Wahl? Wer sich für eine Sache entscheidet, der entscheidet sich damit auch gegen viele andere Optionen. Was, wenn die bessere Wahl sich in einer der abgelehnten Optionen versteckt?

Die Freiheit, Nein zu sagen

Wer sich entscheiden muss, der sagt entweder Ja oder Nein – und besonders letztere Option hat es in sich. Es ist nur ein kleines Wort, und trotzdem tun wir uns oft so schwer damit: Nein. Denn laut Anja Förster und Peter Kreuz wurden wir alle von Kindesbeinen an zu Ja-Sagern erzogen: der Linie folgen, sich anpassen. Das brave Schulkind, der perfekte Bewerber sein. Das erschwert auch im Erwachsenenleben das Fällen von Entscheidungen. Im schlimmsten Fall lebt man dann ein Leben, das man so eigentlich gar nicht führen möchte.

Vier Typen der Unentschiedenen haben Förster und Kreuz in ihrem Buch herausgearbeitet. Erkennst du dich in einem wieder?

  • Der Träumer
    Er verspürt zwar den Drang zu Freiheit und Unabhängigkeit, fühlt sich von den vielen Wahlmöglichkeiten im Leben jedoch überfordert. Verunsichert und passiv überlässt er anderen die Entscheidung über sein Leben. Wenn er etwas nicht tun kann, liegt das an den anderen: „Du kannst das ja machen, aber in meiner Situation geht das wirklich nicht!“ Die Entscheidungslosigkeit zieht sich durch bis ins Berufsleben: Gemacht wird, was in der Stellenbeschreibung steht und Änderungen müssen schon „die da oben“ anstoßen. Der Träumer ist innerlich konstant zerrissen: Einerseits weiß er, dass das Leben mehr zu bieten hätte, andererseits hat er nicht das Gefühl, sein Leben selbst in der Hand zu haben.
  • Der Stammgast
    Sehr orientiert und nach fixem Schema lebt er sein Leben. Von der Automarke über die klassische Karriere bis hin zur politischen Ansicht – alles bleibt so, wie es ist. Aufstehen, arbeiten gehen, heimfahren, fernsehen, schlafen. Er tut, was gemeinhin als normal gilt. Durchhalten bis zum Ruhestand. Das Streben nach Sicherheit hat seinen Preis: Selbstbestimmung und Mut zum Risiko bleiben auf der Strecke. Was bleibt ist der Funken Hoffnung für die Zeit nach dem Erwerbsleben. „In der Pension hole ich dann alles nach!“
  • Der Pauschaltourist
    Dieser Typ hat einen klaren Lebensplan und startet durch: Studium, Heirat, Haus, Kinder, Karrieresprung, Ruhestand. Sicherheit und Kontinuität genießen bei ihm hohen Stellenwert – ein lückenloser, perfekter Lebenslauf ist für ihn das Um und Auf eines gelungenen Lebens. Was seine Karrierechancen gefährden könnte, macht er auch nicht. Neue Dinge? Ja gerne – aber nur, wenn sie auch ganz fix funktionieren. Insgeheim träumt der Pauschaltourist von einer zweiten Geburt. Einfach nochmal anfangen und diesmal alles anders machen. Weil das aber zu unsicher ist, vertagt er seine Träume. „Wenn die Kinder erstmal aus dem Gröbsten raus sind, dann…“
  • Der Globetrotter
    Er probiert gerne Neues aus und ist für Spannung, Spaß und Action sofort zu haben. Disziplin, Durchhaltevermögen oder das Tragen von Konsequenzen sind jedoch nicht sein Ding. „Ich halte mir alle Türen offen“, sagt der Globetrotter und springt von einer reizvollen Sache zur nächsten. Klappt einmal etwas nicht, wälzt er die Verantwortung reflexhaft auf Personen oder die Umstände ab. So muss er niemals die Verantwortung für die Konsequenzen einer Entscheidung übernehmen.

„Danke, das möchte ich nicht!“

Wer sich in seinem Leben an einem Punkt befindet, an dem er vielleicht gar nicht sein möchte, der hat vielleicht ein paar Mal zu oft „Ja“ gesagt und die unpassenden Entscheidungen getroffen. Die gute Nachricht: Mit dem Nein-sagen kannst du ab sofort loslegen, mit diesen Tipps der Autoren fällt es auch leichter:

Not-To-Do-Liste

Was für dich überflüssig geworden ist oder sich als Last herausstellt, kommt auf die Liste der Dinge, die du ab sofort nicht mehr tun möchtest. Etwas nicht zu tun ist mindestens genauso wichtig wie Dinge, die du tust. Du fühlst dich nach einer Entscheidung schlecht („Das waren wirklich zwei vergeudete Stunden!“)? Setz es auf deine Liste! Vom Abend, den du mit einem schlechten Film vor dem Fernseher vergeudet hast bis zur Bekanntschaft mit einer Person, die dich eigentlich nervt. Was du nicht mehr machen willst, kommt auf die Liste. Diese Dinge bewusst wahrzunehmen statt wegzuschauen, das erfordert etwas Mut aber ist der erste Schritt zum Nein.

Das große Ja finden

Wer zu gewissen Möglichkeiten Nein sagen möchte, muss wissen, wozu er Ja sagen will – Anja Förster und Peter Kreuz nennen es „das große Ja“. Wer das nicht kennt, kennt auch den Weg nicht, den er gehen möchte. Und woher willst du wissen, welche Dinge du ausschlagen sollst, wenn du dein Ziel nicht kennst? Selbstreflektion ist etwas, das viele Menschen nicht praktizieren. Folgende Fragen kannst du als Ausgangspunkt verwenden: Ist mein Leben nach den Dingen ausgerichtet, die mir wirklich wichtig sind? Bin ich der Mensch, der ich sein will?

Das Buch „Nein. Was vier mutige Buchstaben im Leben bewirken können“ ist im Pantheon Verlag erschienen.

Bildnachweis: Falcona/Shutterstock

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Schluss mit dem Grübeln! 5 Übungen, die dein Gedankenkarussell stoppen

Tipps, um das Gedankenkarrussell zu stoppen

„Ich will nicht aufstehen!“ Ein Gedanke, der dir morgens sicher bereits öfter in den Sinn kam. Trotzdem bleibst du wahrscheinlich nicht liegen sondern rappelst dich auf und gehst zur Arbeit. Psychologin Christa Schirl erklärt, wie wir über Gedanken die Oberhand behalten und das Gedankenkarussell stoppen können.

Woran liegt es, dass wir uns trotz negativer Gedanken zu etwas überwinden und ein anderes Mal an Grübeleien und dem eigenen Gedankenkarussel scheitern? Im Fall der morgendlichen Aufsteh-Unlust: Der Gedanke, einfach liegenzubleiben, ist wenig hilfreich und die Tätigkeit des Aufstehens gewinnt. Dieses „Prüfverfahren“ wendet unser Gehirn für alle aufkommenden Gedanken an.

Christa Schirl

Christa Schirl

„Taucht ein Gedanke auf, prüfen wir ihn – wie ein Angebot, das uns gemacht wird: Ist der Gedanke hilfreich? Dann entscheiden wir, wie wir handeln. Das kann aber auch extrem schwierig sein“, erklärt Psychologin Christa Schirl. Denn manche Gedanken – vor allem negative – können sich hartnäckig halten und immer wieder auftauchen. Der Gedanke an das unangenehme Meeting am nächsten Tag, der dich beim Einschlafen quält. Die lange To-Do-Liste, die dir einfällt, während du dich eigentlich auf andere Dinge konzentrieren solltest. Die Angst, die dich eine bestimmte Aufgabe immer weiter hinausschieben lässt und im Geiste ständig quält.

Aber auch dagegen ist ein Kraut gewachsen. „Solche Gedanken zu stoppen ist möglich, das kann trainiert werden“, so die Psychologin. Sie hat uns verschiedene Übungen mit auf den Weg gegeben, mit denen du kreisende Gedanken in ihre Schranken weisen und negative Gefühle stoppen kannst:

5 Übungen, die dein Gedankenkarussell stoppen

  • Der 3er-Schritt
    Wenn ein unangenehmer oder störender Gedanke auftaucht, überprüfe ihn mit drei Fragen: Welche Farbe hat er? Welchen Geruch? Aus welcher Richtung kommt er? Sinn der Übung und der doch sonderbaren Fragen (kann ein Gedanke von links oben kommen?): Distanz schaffen. „Belastende Gedanken sind sehr eng bei uns. Die Beschäftigung mit diesen Fragen hilft, sofort Distanz zu schaffen“, erklärt Schirl.
  • 5-4-3-2-1-Übung
    Noch eine Übung, um auf andere Gedanken zu kommen: Suche in deiner unmittelbaren Umgebung fünf Dinge, die eine bestimmte Farbe haben. Höre genau hin, bis du vier verschiedene Geräusche identifizierst. Nimm drei verschiedene Gerüche in der Umgebung oder an Gegenständen wahr. Fühle zwei Oberflächen oder Dinge, die sich unterschiedlich anfühlen. Schmecke eine Sache. Die Beschäftigung mit deinen Sinnen hilft dir, ins Hier und Jetzt zurückzukehren. „Viele grübelnde Menschen haben das Problem, dass ihr Geist entweder zu weit hinten, oder zu weit vorne ist. Leben findet aber immer im Jetzt statt. Mit dieser Übung kann man den Geist dorthin zurückholen: Die vier Geräusche hörst du im Hier und Jetzt“, sagt Schirl.
  • Das Wohlfühl-ABC
    Tauchen Gedanken auf, die Angst oder Verunsicherung hervorrufen, kannst du auf das Wohlfühl-ABC zurückgreifen. Suche dir einen Buchstaben aus und denke dann über Begriffe nach, die mit dem Buchstaben beginnen und bei dir Freude oder Wohlbefinden hervorrufen. Alternativ kannst du auch das ganze ABC durchgehen und für jeden Buchstaben ein Wort finden. Diese Übung kannst du schnell und überall durchführen – vor dem nächsten unangenehmen Meeting oder dem nächsten Zahnarztbesuch.
  • Ablenkung und Beschäftigung
    Wer oft von hartnäckigen Gedanken geplagt wird, kann sich Erste-Hilfe-Strategien zurechtlegen und immer griffbereit haben: Du könntest ein Lied oder ein Gedicht auswendig lernen oder einen Stapel Quizkarten mit dir führen, um dich im Ernstfall schnell von den hartnäckigen Gedanken zu distanzieren und abzulenken.
  • Kognitive Umstrukturierung
    Hier geht es darum, einen negativen Gedanken in einen positiven Gedanken umzuformulieren. Taucht z.B. angesichts einer schwierigen Aufgabe ständig der Gedanke „Ich schaffe das nie!“ auf, formuliere ihn um: Ich versuche die ersten Schritte. Falls ich es nicht schaffe, hole ich Hilfe. Oder auch: Ich probiere es einfach mal – was soll schon passieren?!

Bildnachweis: tomertu/Shutterstock

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Tu es einfach! So nutzt du den Sommer für die Karriere

Sommer für die Karriere nützen

Sommerloch im Job, aber kein Urlaub in Sicht? Durchatmen und das Beste draus machen! Statt die Zeit abzusitzen, kannst du den Sommer aktiv für Job und Karriere nutzen. Hier ein paar Vorschläge für die ruhigen Wochen am Arbeitsplatz:

Klar Schiff machen

Die ruhige Zeit im Job kannst du dazu nützen, deinen Arbeitsplatz aufzuräumen. Das schafft nicht nur Ordnung, sondern kann auch deiner Karriere weiterhelfen. In einer aufgeräumten Umgebung fällt es leichter, einen klaren Gedanken zu fassen und du schaffst buchstäblich Raum für Neues, das sich ergeben kann. Die nächste stressige Phase kommt bestimmt, dann wirst du froh sein über ein aufgeräumtes E-Mail-Postfach, die übersichtliche Ordnerstruktur am PC oder einen sauberen Schreibtisch.

Lästige Arbeiten erledigen

Du hast sicher Tasks und Aufgaben, die du bereits eine Weile vor der herschiebst. Während ruhiger Sommermonate könntest du diese endlich erledigen und reinen Tisch machen. Vielleicht ist die Sommerloch-Langeweile schon so groß, dass du dich zu manchen langweiligen Aufgaben nicht einmal zwingen musst: Endlich gibts was zu tun!

Neue Dinge ausprobieren

Wenn es wenig zu tun gibt, ist das die ideale Zeit um Dinge auszuprobieren, für die sonst keine Zeit ist. Vielleicht möchtest du ein neues Kalendersystem testen, eine neue Art der Aufgabenpriorisierung oder die Ablage komplett umstrukturieren. Der ruhige Sommer ist die ideale Zeit für Testläufe und Experimente am Arbeitsplatz.

Gönne dir eine Auszeit

Ständig unterwegs sein, ständig etwas zu tun haben – „being busy“, das gehört fast schon zum guten Ton. Dich plagt vielleicht das schlechte Gewissen, wenn du im Job nicht ständig beschäftigt bist, aber: Auszeiten sind notwendig und haben auch ihr Gutes. Auch im Arbeitsalltag solltest du dir erlauben, während ruhiger Phasen einen Gang zurückzuschalten. Wer sich fadisiert, der beflügelt seine Phantasie! Du fischt bereits seit längerem im Trüben, was Projekte oder vielleicht die eigene Karriere betrifft? Nutze die Kraft des Müßigganges: In Phasen des Leerlaufs kommen neue Ideen an die Oberfläche. Deinem Chef musst du ja nicht auf die Nase binden, dass es momentan sehr ruhig läuft.

Arbeitgeber und Jobs recherchieren

Jobsuche während der Arbeitszeit – eine heikle Sache. Wenn Kollegen oder der Chef Wind davon bekommen, kann das ganz schön unangenehm werden. Jobinserate sichten ist das eine, sich über mögliche Arbeitgeber und Karrieremöglichkeiten Gedanken machen, das andere. Wie viel Risiko du bei der Karriereplanung am Arbeitsplatz eingehen möchtest, liegt an dir.

Mitarbeiter- oder Gehaltsgespräch vorbereiten

Mit dem Herbst naht auch wieder die Zeit der Mitarbeitergespräche und Gehaltsverhandlungen. Im Sommer kannst du dich bereits darauf vorbereiten und darüber nachdenken, wohin sich Job und Gehalt entwickeln sollen.

Bildnachweis: Julia Sudnitskaya / Shutterstock

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Back to Business: Die Rückkehr nach der Auszeit vom Job

Rückkehr zum Job

Ob Bildungskarenz, Väterkarenz oder Weltreise – eine Auszeit vom Job nutzen immer mehr Menschen. Was solch eine Pause vom Arbeitsalltag neben positiven Effekten aber auch mit sich bringt: großen organisatorischen Aufwand und viele weiche Faktoren abseits der Bürokratie, die leicht übersehen werden. Wir haben mit einer Kollegin nach ihrer sechsmonatigen Auszeit gesprochen und für dich eine Checkliste erstellt.

Zu viel Arbeit kann krank machen und soll langfristig auch die Intelligenz negativ beeinflussen. Wer von einer Vollzeitstelle nicht auf weniger Wochenstunden reduzieren kann oder möchte, hat vielleicht auch die Möglichkeit, eine kleine Auszeit vom Job zu nehmen, etwa in Form einer Bildungskarenz oder durch eine Weltreise. Neues lernen, sich weiterentwickeln oder sein Kind aufwachsen sehen – das alles kann eine Auszeit vom Arbeitsleben leisten. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Eine Pause vom Job von mindestens sechs Monaten soll geistig fit halten und kann auf längere Sicht stimulierend wirken. Die Kehrseite von so einer Auszeit liegt aber ebenso auf der Hand: weniger Geld und vor allem viel organisatorischer Aufwand.

Worauf arbeitsrechtlich bei einer Bildungskarenz zu achten ist, haben wir hier bereits besprochen. Aber wie läuft das mit dem Zwischenmenschlichen, damit die Rückkehr nicht zum Horror wird? Wir haben mit unserer karriere.at-Kollegin Natalie gesprochen, die sich eine sechsmonatige Auszeit gegönnt hat und nun wieder im Marketing-Arbeitsalltag zurück ist:

Natalie in ihrer Auszeit vom Job

Natalie in Bolivien

Hast du dich vor deiner Auszeit irgendwie vorbereitet und welche Gedanken haben dich umgetrieben?

Natalie: Ganz wichtig empfinde ich, dass man sich selbst die Frage stellt: Was will ich eigentlich? Was ist mein Plan A, was mein Plan B? Ich finde, dass man sich auch klar darüber sein sollte, ob man diese Auszeit nimmt, weil man eine permanente Veränderung will oder nur für den Moment Abwechslung braucht, um dann wieder zum Altbewährten zurückzukommen.

Wenn man den Schritt dann wirklich wagt und alles organisiert hat, kommen dann schon Gedanken wie: Will ich das wirklich so machen? War das eine gute Entscheidung? Gerade wenn man die Konsequenzen im Arbeitsumfeld sieht – weil zum Beispiel jemand eingestellt werden muss – können da im Vorfeld auch leichte Zweifel kommen. Darüber sollte man sich bewusst sein. Kurz vor der Rückkehr stellten sich mir Fragen wie: Was muss jetzt wieder verändert werden, damit ich in das Konstrukt hineinpasse? Können alle Kollegen damit leben, wenn sich Arbeitsaufgaben und Prozesse (schon) wieder verändern für mich? Man stellt sich dann auch die Frage, ob es Tasks gibt, die man eigentlich nicht mehr zurückhaben möchte. Hier ist es natürlich schön und wichtig, wenn man Kollegen hat, auf die man sich verlassen kann.

Wie fühlt es sich an, nach über einem halben Jahr wieder zum Joballtag zurückzukehren?

Natalie: Ich habe mich einigermaßen gut vorbereitet, indem ich mich schon vor meiner offiziellen Rückkehr mit Kollegen getroffen habe und über Kontaktpersonen auf dem Laufenden geblieben bin. Der Montag, an dem ich dann nach mehr als sechs Monaten wieder an meinen Arbeitsplatz zurückgekehrt bin, hat sich dadurch für mich relativ „neutral“ angefühlt – ich wusste ja grob über alles Bescheid, was passiert ist. Das hat aber vermutlich viel mit dem Team zu tun und mit der eigenen Persönlichkeit, ob man das für sich so handhaben möchte oder nicht.

Nach der Rückkehr: Was war anders? Gabs positive Effekte nach der Auszeit oder Probleme?

Natalie: Was meinen Job betrifft, kann ich tatsächlich sagen, dass ich konzentrierter arbeiten kann als vor meiner Auszeit – da man sich vor der Auszeit natürlich viele Gedanken macht. Man kommt zurück und das „normale“ Leben hat einen wieder und der Alltag kann ja wirklich sehr schön sein.

Man darf sich allerdings nicht erwarten, dass gleich von Anfang an wieder alles reibungslos verläuft – schließlich kommt man zurück in ein System, das so für sich funktioniert hat und da läuft dann erst einmal ein kleiner Umstrukturierungsprozess. Natürlich kann sich während einer Auszeit auch die eigene Sicht der Dinge ändern und dadurch kann es passieren, dass man mit ein wenig Abstand und dem Blick von außen dann Dinge in Frage stellt, die für alle anderen aber funktionieren. Hier finde ich es wichtig, dass man die Balance findet, um nicht alle zu irritieren.

„Tipp für ein ruhiges Gewissen: Lass alles schriftlich festlegen!“

Was würdest du jemandem mitgeben wollen, der kurz vor einer Auszeit vom Job steht?

Natalie: Achte darauf, dass die Rahmenbedingungen schriftlich fixiert sind! Ob das generell das „Ja“ vom Arbeitgeber zur eigenen Auszeit ist oder die Aufgabenverteilung, das Gehalt etc. nach der Rückkehr. Das hilft enorm dabei, auch während der Auszeit das Gefühl von Sicherheit zu haben und die Zeit richtig genießen zu können. Das kann aber sicher je nach Person variieren: Ich kenne auch Menschen, die zehn Jahre lang in einem Arbeitsverhältnis waren und eine längere Auszeit ohne jegliche Absprache gemacht haben, wie es danach weitergehen soll. Wichtig ist wohl, dass man mit einem guten Gefühl vom Arbeitsplatz in die Auszeit geht, dann steht auch die Rückkehr unter einem guten Stern.

Checkliste: So gelingt der Wiedereinstieg nach der Auszeit vom Job

Checkliste Rückkehr nach Auszeit vom Job

Ob Bildungskarenz, Väterkarenz oder andere Pause – diese Checkliste soll dir dabei helfen, deine Auszeit von der Arbeit zu strukturieren, damit du diese ideal nutzen kannst.

#1 Vor der Auszeit

Motto: Transparent sein!

Hat man sich für eine Auszeit vom Job entschieden, müssen zuerst die Hard Facts geklärt werden: Weiß ich umfassend Bescheid über meine Möglichkeiten? Wie sieht meine finanzielle Situation aus? Etc. In dem ganzen Dschungel aus Zahlen, Daten und Fakten sollte man aber die weichen Faktoren nicht vergessen: Wie geht es meinen Kollegen damit? Wie empfinden externe Ansprechpartner meine Auszeit und wer vertritt mich eigentlich? Hier ist erstmal schonungslose Ehrlichkeit angebracht:

  •  Faktencheck: Was ist (bei meinem Arbeitgeber) möglich, worauf ist (rechtlich) zu achten
  • Gespräch mit der Führungskraft arrangieren (auf Vertraulichkeit achten, wenn noch niemand sonst Bescheid weiß) und Eckpunkte definieren (schriftlich fixieren!)
    • Was? Wann? Wie lange? Wie sieht es nach der Rückkehr aus? Muss als Überbrückung jemand eingestellt werden oder übernimmt ein Kollege meine Aufgaben? Je genauer man vorab die Rahmenbedingungen definiert, umso besser!
    • Plan B: Was, wenn alles anders kommt – du z.B. nicht mehr zurückkommst? Sprich mit deinem Vorgesetzten über mögliche Veränderungen und die Auswirkungen
  • Informiere alle Kollegen und Personen, mit denen du regelmäßig in Kontakt bist
    • Gibt es im Unternehmen einen Kanal dafür, sollte deine Auszeit auch dort erwähnt werden
    • Vergiss nicht, eine Kontaktperson zu definieren und zu kommunizieren, die in der Zwischenzeit deine Tasks übernimmt und als Ansprechpartner bereitsteht (idealerweise passiert das mit etwas Abstand vor der Auszeit, damit auch externe Ansprechpartner genug Zeit für die Umstellung haben)
  • Mach gemeinsam mit deiner Vertretung einen Plan, was während deiner Auszeit passieren soll und wie die Übergabe nach deiner Rückkehr aussehen kann. Naturgemäß tauchen Fragen auf, wenn du nicht mehr vor Ort bist: Ein definierter Tag im Monat, an dem sich dein Kollege bei Fragen melden kann, kann helfen.

#2 Während der Auszeit

Motto: Stay in Touch!

Ein halbes Jahr kann sehr lang sein – um genauer zu sein: 6 Monate oder 183 Tage. Viel Ziel, in der auch viel passieren kann. Vielleicht ändert sich das Team oder es tut sich was im Unternehmen? Um nicht völlig planlos zurückzukommen, solltest du in Kontakt bleiben mit der Arbeit – über einen Kollegen oder deinen Vorgesetzten.

  • Mit Führungskraft und Kollegen in Kontakt bleiben: Dank Skype, Slack & Co. kann man auch außerhalb des Landes mit Kollegen in Verbindung bleiben.

Tipp: Bitte deine Führungskraft, dich über große Veränderungen im Team oder im Unternehmen zu informieren. Ein definierter Jour fixe (z.B. jeden ersten Montag im Monat) mit einem Videotelefonat oder einer ausführlichen Mail bringt Struktur in die Auszeit und verhindert böse Überraschungen.

 

#3 Nach der Auszeit

Motto: Werde wieder ein Teammitglied

Long time no see! Wer nach einer längeren Auszeit wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehrt, kann sein blaues Wunder erleben. Entweder, weil alles so ist, wie es immer war – oder: Es ist eben nicht alles so, wie es immer war.

  • Kündige deine Rückkehr schon vorab im Team oder über deine Führungskraft an
    • Ein kleiner Rundgang im Unternehmen und eine offizielle Ankündigung über die internen Unternehmenskanäle vermeiden komische Momente á la „Auch wieder da?“
  • Ein kurzes Update über die vergangene Auszeit für alle direkten Kollegen bringt alle auf den gleichen Wissensstand
    • Wenn es im Team üblich ist, kann ein kleiner After-Work-Treff wieder für mehr Vertrautheit sorgen (und im inoffiziellen Rahmen erfährt man oft mehr über das, was man verpasst hat)
  • Einstandsgespräch mit dem Vorgesetzten (bzw. auch mit HR) fixieren und ein eventuell verpasstes Jahresgespräch (Mitarbeitergespräch, Gehaltsverhandlung) nachholen
  • Bitte deine Vertretung um einen gemeinsamen Termin, in dem ihr über Vorkommnisse in deiner Auszeit sprecht und plant gemeinsam, wie die weiteren Schritte sind (Wer übernimmt was? Wer informiert externe Ansprechpartner? Etc.)

Deine Checkliste zum Downloaden

 

Über den ersten Arbeitstag nach der Karenz haben wir übrigens hier bereits berichtet.

Bildnachweis: racorn/Shutterstock, privat, kenary820/Shutterstock

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Von Lügen, Prokrastination und Home Office: Inspirierende TED-Talks

5 gute TED-Talks

Ein wenig Unterhaltung und Wissen für ruhige Bürotage, Pendlerstunden oder den Feierabend: 5 TED-Talks, die motivieren, inspirieren und unterhalten.

Experiment „Home Office“

Mit rund 20.000 Mitarbeitern steht das chinesische Reiseunternehmen „Ctrip“ vor der Herausforderung, ausreichend Bürofläche für die hohe Anzahl an Mitarbeitern zu finanzieren. In Shanghai ein teures Unterfangen. Gemeinsam mit dem Stanford-Professor Nicholas Bloom hat das Unternehmen deshalb das Experiment „Home Office“ gewagt. Teile der Belegschaft arbeiteten vier Tage pro Woche von zu Hause aus. Welche Auswirkungen das hatte, präsentiert Bloom in seinem TED-Talk:

Ein Meister der Prokrastination

Ein sehr unterhaltsamer TED-Talk über die Macht der Prokrastination und wohin unsere Aufmerksamkeit verschwindet, wenn man eine Deadline hat. Und was tun, wenn keine Deadline naht und trotzdem was weitergehen soll? Auch darauf kennt Tim Urban eine Antwort.

Warum?

Warum sind manche Menschen so erfolgreich, obwohl sie (nur) unter denselben Voraussetzungen arbeiten und leben, wie weniger erfolgreiche Personen? Warum befinden sich einige Unternehmen ständig auf der Überholspur und lassen die Konkurrenz hinter sich? Und warum stehst du morgens auf und tust, was du tust? Simon Sinek in einem TED-Talk-Klassiker über Inspirationen zum Handeln:

Hört mir zu!

Julian Treasure ist Klangexperte und verrät, mit welchen Tricks du andere dazu bringst, an deinen Lippen zu hängen. Positiver Nebeneffekt seiner Strategie: Ehrliche, positive Kommunikation führt dazu, dass wir uns alle besser fühlen.

Kleine und große Lügen aufdecken

Manchen Menschen kennt man sofort an, wenn sie nicht die Wahrheit sagen. Bei anderen ist das schon schwieriger – vor allem dann, wenn man die Person noch nicht so gut kennt. Seine Wahrnehmung für Lügen kann man jedoch schärfen. Und so funktioniert der Einstieg in die Welt der „Lies Spotter“:

Bildnachweis: turgaygundogdu/Shutterstock

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Digitale Transformation: Die virtuellen Kollegen kommen

Digitale Transformation Studie

Die digitale Transformation wird Arbeitsplätze verändern, darauf vorbereitet sind aber noch nicht alle Arbeitgeber. Vielen Unternehmen fehlt es noch an passenden Strategien und gezielten Maßnahmen.

Wie die Digitalisierung Arbeitsplätze verändern wird und ob Unternehmen sich bereits ausreichend darauf einstellen, hat der Digital Workplace Report von Dimension Data unter 850 IT- und Businessleadern in 15 Ländern, darunter 346 Unternehmen in Europa, erfragt.

Vom traditionellen Büro zum digitalen Arbeitsplatz

Wieso überhaupt mitziehen? Für Arbeitgeber stehen vor allem die Verbesserung der eigenen Geschäftsprozesse sowie das Generieren eines Wettbewerbsvorteils im Vordergrund. Verbesserte Kundenbeziehungen und das Umsetzen von flexiblen Arbeitsstilen sind ebenfalls Resultate der digitalen Transformation im Arbeitsumfeld. Für europäische Arbeitgeber steht bei dieser Frage außerdem der Arbeitnehmer verstärkt im Mittelpunkt. 32 Prozent der Arbeitgeber sagen, dass ihre Mitarbeiter Flexibilität stärker einfordern würden. 26 Prozent meinen außerdem, dass das Finden und Binden von geeigneten Talenten digitale Arbeitsplätze notwendig machen.

  • 49 Prozent der europäischen Arbeitgeber denken, dass innerhalb der nächsten beiden Jahre, einige der Vollzeitkräfte von zu Hause aus arbeiten werden.

Es wird also digitalisiert – aber wie genau? Es ist mehr als die reine Anpassung bereits vorhandener Technologien. Der Mix aus neuen und bestehenden Technologien in sinnvoller Kombination erschließt neue digitale Wege, das ermöglicht produktives und flexibles Arbeiten.

  • 40 Prozent der befragten Arbeitgeber in Europa haben bereits eine Strategie, die Digitalisierung in vielen Unternehmensbereichen mitdenkt.
  • 62 Prozent der Studienteilnehmer denken, dass sich virtuelle Berater in den nächsten zwei Jahren fix im Unternehmen etablieren werden. Das soll Arbeitnehmer von Basisarbeiten freispielen, Produktivität steigern und Kundenservice verbessern.

Mein Kollege, der Roboter?

Der digitale Arbeitsplatz wird zunehmend Realität, Teams vor Ort und „virtuelle Mitarbeiter“ arbeiten zusammen. Hinter den virtuellen Arbeitskollegen steckt aber nicht immer auch ein Mensch. Künstliche Intelligenz wird, z.B. in Form von „Bots“, zunehmend eine Rolle spielen. Als virtuelle Berater erledigen sie standardisierte Arbeitsabläufe und beantworten bspw. wiederkehrende Kundenanfragen. Die Technologie steckt zwar noch in den Kinderschuhen, trotzdem geht ein Viertel der Befragten davon aus, dass diese Tools in der Team-Arbeit noch in diesem Jahr bedeutend werden.

Trotz Wissen um die Bedeutung der Digitalisierung, hapert es aber noch bei der Umsetzung. Die Hürde, die Arbeitgeber hier nehmen müssen, ist meist die eigene Unternehmenskultur, in der digitale Arbeitsplätze noch nicht vorgesehen sind. Auch die komplexe IT-Infrastruktur stellt Unternehmen dabei vor Herausforderungen. Der Wille alleine reicht nicht aus, um im Strom der digitalen Transformation mitzuschwimmen: Strukturen müssen hinterfragt und Prozesse neu gedacht werden – dazu müssen im Unternehmen alle an Bord geholt werden.

Bildnachweis: patpitchaya / Shutterstock

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Konflikte lösen: 4 Schritte für ein besseres Miteinander

Tipps: Konflikte lösen

Konflikte – egal, ob offen ausgetragen oder im Verborgenen schwelend – sind für alle Beteiligten sehr belastend. Wenn schwierige Themen unter den Nägeln brennen, ist guter Rat teuer. Den gibt’s jetzt in einem neuen Konfliktratgeber von go4health mit vier Tipps, um Konflikte zu lösen:

Einen Konflikt entschärfen, ohne die eigenen Interessen zurückzustecken? Das geht – mit etwas Fingerspitzengefühl und dem Wissen um richtige Strategie zur Deeskalation.

#1 Ich statt Du

„Du hast…“ oder „Du hast nicht…“ – in Streitsituationen wird meist Bezug genommen auf den anderen. Besser: Ich-Botschaften formulieren und persönliche Angriffe vermeiden. So kommt es auch zu weniger Missverständnissen, denn du formulierst klar, was dich stört oder verletzt.

  • Beschreibe konkret die Situation, die dich gestört hat. Welche Emotionen hat sie in dir ausgelöst? Ärger, Frust, warst du peinlich berührt? „In der Präsentation heute hast du mich vor allen offen krisiert. Das hat mich in meiner Konzentration gestört, die Präsentation hätte viel besser laufen können. Jetzt bin ich frustiert.“

#2 Nicht bewerten, nur wahrnehmen

Konflikte entstehen oft, weil wir vorschnell interpretieren. Diese alltäglichen Fehleinschätzungen passieren, wenn unser Gehirn mit einer Vielzahl an Informationen fertig werden muss – dann vereinfacht es schon mal Dinge und heraus kommt: Missverständnisse, Kränkungen, Konflikte.

  • Dinge wertungsfrei und im Hier und Jetzt wahrnehmen, statt bereits an die Zukunft zu denken – das erfordert etwas Übung. Wenn die Situation brenzlig wird: Halte kurz inne, atme durch und konzentriere dich. Nimm deine eigene Reaktion wahr, bewerte sie aber nicht. So bringst du Abstand zwischen dich und die belastende Situation, bleibst ruhig und sachlich.

#3 Andere für sich gewinnen

Der Klügere gibt nicht nach, der Klügere gewinnt andere für seine Interessen. Hat dein Konflikt-Gegenüber aber selbst starke Interessen, wirst du mit Ich-Botschaften alleine nicht weit kommen. Dann musst du mit sachlichen Mitteln überzeugen und sein Interesse an deinem Standpunkt wecken. Werden deine Ziele auch seine Ziele, lassen sich Konflikte leichter lösen.

Überlege: Welches Ergebnis könnte deinen Gesprächspartner beschwichtigen? Welche (verborgenen) Interessen könnte er haben? Finde Gemeinsamkeiten und betone diese im Gespräch. Bleib positiv und höre aktiv zu.

#4 Kritik richtig formulieren

Wenn du Kritik äußern musst, tue das möglichst konstruktiv, damit daraus kein Konflikt entsteht. Ausgehend von den Ich-Botschaften arbeitest du dich weiter vor und fügst noch Lösungsvorschläge hinzu.

  • Noch einmal zurück zum Beispiel mit dem störenden Kollegen während der Präsentation – ein Lösungsvorschlag könnte lauten: „Ich finde deine Einwände grundsätzlich wertvoll, aber besprechen wir sie das nächste Mal doch nach meiner Präsentation. So kann ich sie konzentriert durchführen und danach haben wir Zeit, um deine Vorschläge zu besprechen.“ Auf diese Weise wahrt dein Gesprächspartner auch sein Gesicht.

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