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Psychopathen am Arbeitsplatz: Der ganz normale Wahnsinn?

Psychopathen am Arbeitsplatz

Sie gehen erfolgreich durchs Berufsleben, sind charmant und selbstsicher. Die absoluten Wunschkollegen? Nicht unbedingt – nämlich dann, wenn du es mit einem Psychopathen zu tun hast. 7 Anzeichen dafür, dass in deinem Kollegen eine dunkle Seite schlummert:

Die Psychopathen-Checkliste

Personen mit psychopathischen Zügen legen nicht selten großartige Karrieren hin – auch aufgrund (oder trotz) ihrer Persönlichkeit: Sie manipulieren und schwindeln sich über die Karriereleiter nach oben, ohne Rücksicht auf Verluste. Kann man Psychopathen im Job erkennen? Eine Diagnose ist natürlich Fachleuten vorbehalten, gewisse Anzeichen gibt es aber, die ihr an Personen mit psychopathischen Zügen entdecken könnt. Ein Kriminalpsychologe hat dazu eine Liste mit Eigenschaften erstellt. Hier 7 Eigenschaften aus der Psychopathen-Checkliste:

#1 Charmant und wortgewandt

Ist es ihrem Zweck dienlich, wissen sie mit Komplimenten gut umzugehen. Das erspart ihnen sogar einiges an Arbeit, denn so bringen sie andere dazu, Dinge für sie zu erledigen.

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#2 Großes Selbstwertgefühl

Das Zentrum der Welt, das ist der Psychopath selbst. Mitmenschen und Kollegen sind bestenfalls Mittel zum Zweck auf dem Weg zum ersehnten Ziel.

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#3 Unmengen an Selbstvertrauen

Neben dem großem Selbstwertgefühl bringen Psychopathen außerdem jede Menge Selbstvertrauen mit. Bescheidenheit? Fehlanzeige!

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#4 Große und kleine Lügen

Die Wahrheit ist am Weg nach oben manchmal hinderlich, also lügen Psychopathen schon mal wie gedruckt. Angst davor aufzufliegen haben sie normalerweise nicht – warum auch? Die eine Lüge wird mit einer anderen Lüge einfach passend gemacht.

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#5 Kein Verantwortungsgefühl

Psychopathen haben keine Empathie für Mitmenschen, das resultiert auch in fehlendem Verantwortungsgefühl anderen gegenüber. Du steckst bis zum Hals in Arbeit? Trotz nahender Deadline verabschiedet sich dein psychopathischer Kollege trotzdem in den Feierabend.

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#6 Keine Fehler – keine Schuldgefühle

Fehler einzugestehen zählt ebenfalls nicht zu den Stärken eines Psychopathen. Aus seiner Sicht macht er ja auch keine.

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#7 Meister der Manipulation

Alle Persönlichkeitseigenschaften zusammen ermöglichen es dem Psychopathen, seine Mitmenschen meisterlich zu manipulieren. Je nach Situation heimst er dann die Lorbeeren ein oder schiebt die Schuld für Fehler auf andere. Ist der Psychopath Meister seines Fachs, merken die anderen nicht einmal etwas davon.

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Bildnachweis: SvetaZi/Shutterstock

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Keine Angst vor dem Geschäftsessen! Tipps für das Meeting bei Tisch

Tipps für das Geschäftsessen

In kaum einer Situation des Berufslebens lauern so viele Fettnäpfchen, wie beim Geschäftsessen. Dagmar Daxecker ist Kniggeexpertin und kennt die Gepflogenheiten und Fallstricke rund um Business Lunch und Abendessen. Ihre 10 Tipps, um beim Geschäftsessen einen guten Eindruck zu hinterlassen.

10 Tipps für gelungene Geschäftsessen

Nicht mit vollem Mund sprechen. Solche Benimmregeln werden den meisten bereits im Kindesalter eingebläut. Und trotzdem scheitert es manchmal an solchen Basics. „Tischmanieren zu haben, das hat nichts mit Bildungsstatus oder sozialer Herkunft zu tun. Positive oder negative Überraschungen kann man diesbezüglich mit allen Menschen erleben“, berichtet Dagmar Daxecker, Vorsitzende der österreichischen Knigge-Gesellschaft.

Dagmar M. Daxecker

Dagmar M. Daxecker

Das Benehmen bei Tisch kann auch über den Ausgang eines Geschäftes oder sogar einer Bewerbung entscheiden. Im höheren Management ist es durchaus üblich, mit aussichtsreichen Kandidaten essen zu gehen, um sie besser kennenzulernen. „Viele bringen super Zeugnisse und Referenzen mit, an den Tischmanieren hapert es aber. Wenn jemand nicht essen kann, macht das kein gutes Bild“, so Daxecker. Mit diesen Tipps der Knigge-Expertin meistern Gäste und Gastgeber jedes Geschäftsessen:

Finger weg vom Zahnstocher!
Kleiner Knigge für Gäste und Gastgeber

  • Das richtige Lokal wählen
    Die Auswahl des Restaurants trifft üblicherweise derjenige, der zum Essen lädt. Dabei kommt es natürlich darauf an, mit wem man Essen geht. Möchte man einen Kunden umwerben, wird die Wahl vermutlich auf ein beeindruckendes Restaurant fallen. Möchte man einen Bewerber kennenlernen, darf es vielleicht auch ungezwungener sein. Es kann allerdings auch sein, dass ein Arbeitgeber bei einem Geschäftsessen sehen möchte, wie sich der potenzielle neue Mitarbeiter in solchen Situationen macht.
  • Platz nehmen – aber richtig
    Die ersten Fettnäpfchen lauern bereits bei der Ankunft bei Tisch. Mit den Ellbogen am Tisch abstützen oder die Hände unter der Tischplatte verstecken – beides ein No-Go. Für den Gastgeber gilt: Die Plätze mit der besten Aussicht, z.B. durch ein Fenster nach draußen, immer den Gästen überlassen.
  • Serviette und Zahnstocher?
    Die Serviette kommt vom Gedeck auf den Schoss, um die Kleidung zu schützen. Zwischendurch kann man sich den Mund damit abtupfen. Lokale, die keine Zahnstocher am Tisch bereitstellen, tun euch übrigens einen großen Gefallen: Die Verwendung eines Zahnstochers bei Tisch ist nämlich ein großes No-Go.
  • Handy auf lautlos
    Großer Fauxpas: Das Smartphone auf den Tisch legen. Telefone haben dort nichts verloren, sie werden auf lautlos gestellt und verschwinden aus dem Blickfeld. Einzige Ausnahme: Wer einen wichtigen Anruf erwartet und diesen nicht verpassen darf, kann das seiner Belgeitung vorab ankündigen und sein Handy auf Vibrationsalarm stellen.
  • Umgang mit dem Service
    Gehört zum guten Ton einfach dazu: Das Servicepersonal im Lokal wertschätzend und freundlich behandeln. Es spricht über eine Person Bände, wie sie mit dem Service umgeht.
  • Gefährliche Speisen meiden
    Spaghetti mit Tomatensauce, Salat oder andere Speisen, die schwierig zu essen sind, beim Geschäftsessen besser meiden. Wer mit großen Salatblättern voller Dressing kämpft oder sich in erster Linie darum bemüht, nichts anzupatzen, kann sich nur schwer auf sein Gegenüber oder ein Gespräch konzentrieren.
  • Alkohol – ja oder nein?
    Ein Aperitif, ein Glas Wein oder ein Bier: Alkoholische Getränke sind bei den meisten Geschäftsessen üblich. Ist es aber immer okay, Alkohol zu bestellen? Wer sich am Gastgeber orientiert, kann nichts falsch machen. Wer einlädt, kann seinen Gästen bei diesem Thema dezente Hilfestellungen geben: „Trinken Sie ein Glas Wein mit?“ Im Zweifelsfall, z.B. bei einem Essen als Bewerber, lieber keinen Alkohol trinken. Was laut Kniggeexpertin übrigens peinlich werden kann: Wenn jemand den Weinkenner spielt, aber keiner oder nur ein halber ist. Hobbysommeliers halten sich mit Empfehlungen besser zurück.
  • Andere Länder, andere Sitten
    Der Griff zum Taschentuch ist für uns in Schnupfenzeiten ganz normal, andere Kulturen, z.B. die chinesische, empfinden Naseputzen bei Tisch als ziemlich ekelhaft. Wer Gäste aus anderen Kulturkreisen einlädt, sollte sich deshalb mit deren Gepflogenheiten kurz auseinandersetzen.
  • Was darf es kosten?
    Wird man zum Essen eingeladen, sollte die Wahl nicht unbedingt auf das Teuerste der Karte fallen. Wer sich beim Bestellen am Gastgeber orientiert, liegt immer richtig. Gastgeber können ihren Gästen mit dezenten Hinweisen zum Budget auf die Sprünge helfen: Die Vorspeisen sind hier sehr gut. Das Rinderfilet kann ich wirklich empfehlen. Erhält man als Gast keinen Hinweis, liegt man mit Speisen der mittleren Preisklasse sicher richtig.
  • Die Rechnung bitte!
    Wer einlädt, erledigt die Bezahlung diskret und möglichst nicht bei Tisch. Das ist vor allem für Personen, die sich nicht so gut kennen, am angenehmsten. Mit dem Restaurant kann oft im Vorfeld geklärt werden, dass die Rechnung an das Unternehmen geschickt wird. Wer im Lokal bezahlt, entschuldigt sich kurz und begleicht die Rechnung an der Bar oder beim Servicepersonal.

Bildnachweis: Rawpixel.com/Shutterstock

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Wenn nichts mehr geht: Wie man eine Schreibblockade lösen kann

Schreibblockaden loesen

Wohl jeder kennt es: das leere Blatt Papier, heute wohl meist eher der leere Bildschirm. Eine Schreibblockade ist fies und macht sich oft genau dann breit, wenn es wirklich um etwas geht. Wie sie entstehen kann und wie man dagegen ankämpft, verrät im Interview Nicole Hinrichs. Sie ist Profi für alle Fragen rund ums Thema Schreiben und hat ein paar nützliche Tipps parat.

Ursache ist nicht mangelnde Disziplin

Wie entsteht eine Schreibblockade?

Nicole Hinrichs

Nicole Hinrichs: Ihre Ursache liegt in der Regel nicht in schlechten Fähigkeiten oder mangelnder Disziplin der Schreibenden – so wie es oft von Lehrenden oder auch den Schreibenden selbst vermutet wird. Oft sind den Leuten die Anforderungen nicht klar, d.h. sie wissen nicht, was von ihnen erwartet wird. Das liegt häufig daran, dass einerseits viele Schreibaufträge nicht eindeutig gestellt sind und andererseits die Bewertungskriterien nicht immer offengelegt werden. Ein anderer Grund ist, dass die Strategien, die zum Beispiel Studierende in der Schule zur Textproduktion erworben haben, an der Uni plötzlich nicht mehr funktionieren, weil die Textsorten an sich und auch die Anforderungen an das fertige Produkt ganz andere sind. Wer jahrelang Strategien und Techniken für einen 100-Meter-Sprint kennengelernt und eingeübt hat, wird vermutlich scheitern, wenn er damit versucht, eine Alpenüberquerung zu meistern.

Schreiben ist lern- und lehrbar

Als Studierende sieht man nur die auf der Oberfläche großartig aussehenden Fachtexte, so etwas kann schon hemmen. Viele glauben, so etwas nie verfassen zu können. Sie sehen gar nicht, wie viel Arbeit und insbesondere Überarbeitungszeit in diesen Texten steckt. Aber an der Stelle kann ich beruhigen. Wissenschaftliches Schreiben ist lern- und lehrbar. Das geht nicht in einem kurzen Tutorium im ersten Semester, es bedarf viel Zeit und Übung. Zeit bedeutet, dass es vieler Schreibanlässe bedarf. Personen in Bereichen, in denen wenig geschrieben wird, haben da eindeutig einen Nachteil. Und „Übung“ an sich bedeutet natürlich auch immer sinnvolle Rückmeldung, denn ich muss wissen, was ich schon richtig gemacht habe (sowohl im Arbeitsprozess als auch in Hinblick auf das fertige Produkt), was ich noch verbessern muss und ganz wichtig: wie ich das konkret machen kann.

„Sehe Schreibtypentests skeptisch.“

Haben Sie ein paar kurze Tipps, wie man da wieder raus kommt? 

Nicole Hinrichs: Es gibt unzählige Hilfestellungen, um Schreibblockaden zu überwinden. Letztlich muss jeder ausprobieren, was für ihn in dem Moment hilfreich ist. Ich halte es für unseriös, wenn jemand behauptet, die eine richtige Lösung parat zu haben. Wer glaubt, das eine Rezept zu haben, ignoriert schlichtweg, dass die Ursachen für Probleme sehr unterschiedlich sind. Etwas skeptisch bin ich auch bei den momentan sehr populären Schreibtypentests, die suggerieren, dass man testen kann, was für ein Typ man ist und entsprechend die Lösung für die eigenen Probleme präsentiert bekommt.

Man sollte sich klar werden: Was hindert mich gerade am Schreiben?

Was jedoch immer helfen kann, ist, sich über die Anforderungen und Ziele klar zu werden: Was wird eigentlich von mir erwartet? Was genau will ich Kapitel XY zeigen, in welchen Schritten will ich vorgehen? Helfen kann auch, sich darüber klar zu werden, was einen gerade hindert, weiter zu schreiben. Manchmal kann ein Gespräch helfen, das einen selbst ins Denken bringt, und auch das Schreiben selbst kann da helfen. Peter Elbow hat als einer der ersten das Freewriting beschrieben, eine Art Denktext nur für sich selbst. Durch das Schreiben ohne inneren Zensor kommt man auf neue Ideen, kann Gedanken strukturieren und vieles mehr. Von Gabriela Ruhmann habe ich zu Beginn meines Studiums einmal folgenden Tipp bekommen: Wenn ich nicht anfangen kann zu schreiben, soll ich mir einen Wecker auf zehn Minuten stellen. In diesen zehn Minuten darf ich den Stift nicht ablegen und muss über mein Schreibprojekt schreiben. Wenn ich will, kann ich danach ja aufhören, aber dann habe ich zumindest zehn Minuten geschrieben, was schon mal mehr ist als den ganzen Tag auf ein leeres Blatt zu blicken.

Den Einstieg ins Schreiben entmystifizieren

Der Einstieg ins Schreiben wird auf diese Weise entmystifiziert. In den meisten Fällen wollte ich danach dann gar nicht mehr aufhören. Schreiben in dieser Form als Denkinstrument zu nutzen, ist für fast alle Schreibenden sehr hilfreich. Zwei allerletzte Tipps noch: Schreiben ist hochkomplex, es besteht aus vielen Teilschritten und vielen verschieden Anforderungen. Daher ist es sinnvoll, die Komplexität zu reduzieren. Das bedeutet, sich nicht stundlang für den einen perfekten Satz zu quälen, sondern das Planen, Entwerfen und Überarbeiten (und selbst diese drei Schritte sind noch sehr groß gedacht) auseinader zu ziehen. Der andere Tipp: mit anderen über das Schreiben sprechen und sich frühzeitig Rückmeldungen auf erste Entwürfe einholen.

Was denken Sie: Verlernen wir durch die neuen Medien zu schreiben?

Nicole Hinrichs: Dass man durch neue Medien das Schreiben verlernt, ist mir etwas zu reißerisch. Es erfordert mediendidaktisch geschulte Hochschullehrede, die ihre Studierenden dabei unterstützen, verschiedene digitale Geräte mit den verschiedenen Programmen sinnvoll einzusetzen. Das Lesen und Schreiben am Tablet oder Laptop kann für bestimmte Zwecke Vorteile haben, kann aber – und das haben Studien wie etwa die von Mueller und Oppenheimer 2014 gezeigt – auch Nachteile haben. So wurde z.B. nachgewiesen, dass das Schreiben mit der Hand dazu führt, dass fremdes Wissen besser mit bereits vorhandenem Wissen verknüpft werden kann. Natürlich gibt es mittlerweile gute Software, die auch das Lesen erleichtert, mit der man Texte markieren kann und Notizen hinzufügen kann. Meine Erfahrung zeigt mir, dass selbst jüngere Studierende für sich einen Vorteil sehen, wenn sie die Texte, mit denen sie arbeiten, ausgebreitet vor sich haben können. Jeder kann ja einmal selbst für sich ausprobieren, welchen Unterschied es macht, wenn er ein Free Writing mit der Hand anfertigt und eines mit dem Computer.

Der innere Zensor ist am Rechner stärker als auf Papier

Beobachten Sie mal, was sich bei Ihnen verändert, wie das Schreiben mit der Hand Ihre Art und Weise zu denken verändert. Bei mir persönlich merke ich, dass ich Tippfehler am Rechner direkt korrigiere, den inneren Zensor, der mir u.a. sagt, dass ich keine Fehler machen darf, kann ich durch das Tippen viel schlechter ausschalten, wodurch mir kognitive Kapazitäten verloren gehen, die ich gut für’s inhaltliche Danken gebrauchen könnte.

Zur Person: Nicole Hinrichs

Nicole Hinrichs hat in Bochum bis 2007 Germanistik und Komparatistik studiert und 2013 an der Schnittstelle zwischen Schreibwissenschaft und Sprachwissenschaft zum Thema Schreibinteraktionen promoviert. Seit 2010 arbeitet Hinrichs im zweitältesten Schreibzentrum Deutschlands an der Ruhr-Universität Bochum. Dort arbeitet sie mit Studierenden, Forschenden und Lehrenden zu sämtlichen Themen rund um das Schreiben.

Bildnachweis: Shutterstock /jessicahyde, Hinrichs

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Urlaubs-ABC: Stressfrei in die Auszeit und wieder retour in den Job

Kleines Urlaubs-ABC

Vom richtigen Start in die verdienten Ferien über die funktionierende Urlaubsvertretung bis hin zum sanften Wiedereinstieg nach der Sommerpause: Ein kleines Urlaubs-ABC mit Tipps und Tricks für deine gelungene Auszeit.

Auszeit

Urlaub ist – eh klar – eine Auszeit. Wie lange sie dauern soll, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Manche urlauben im Lauf eines Jahres lieber öfter, dafür kürzer, andere setzen auf ein oder zwei lange Auszeiten. In welchen Auszeit-Intervallen du dich am besten erholst, hängt von deinem Typ ab – und den kennst du sicher selbst am besten. Ein längerer Urlaub pro Jahr sollte allerdings schon drin sein.

Benachrichtigungen aus

Im Urlaub richtig abschalten – auch Smartphone und PC. Ständige Erreichbarkeit und „Urlaub im Standby-Modus“ machen den Erholungseffekt nämlich schnell zunichte. Mit den Kollegen am besten eine Vereinbarung treffen: Angerufen wird der Urlaubende nur in wirklichen Notfällen. Ein Kollege, der zu faul ist, um eine Datei zu suchen, zählt nicht dazu.

Chef

Das muss dem Boss manchmal noch extra beigebracht werden: Anrufe oder E-Mails während der Urlaubszeit sind ein No-Go. Vielleicht gibt es auch noch andere Dinge, die dich an deiner Führungskraft stören. Kritik zu formulieren ist in diesem Fall nicht einfach, auf lange Sicht geht es aber meist nicht ohne: So gelingt die Kritik an der Führungskraft.

Depression

Ende der Ferien, zurück in den Job. Nicht selten ereilt einen dann die „Post-Urlaubsdepression“. Kein Wunder: Nach Tagen oder Wochen der Selbstbestimmtheit geht es zurück an den Arbeitsplatz mit all seinen Regeln, langweiligen Tätigkeiten und vielleicht auch unliebsamen Personen. Gut, dass man ein Stück Urlaub in den Alltag hinüberretten kann.

E-Mails

Verschafft vor dem Start in den Urlaub ein gutes Gefühl: Das E-Mail-Postfach komplett auf Null reduzieren. Was sich während der Ferienzeit ansammeln wird, ist Arbeit genug.

Ferientyp

Relaxen am Strand oder doch lieber Aktivurlaub? Das hängt von der eigenen Persönlichkeit und den Vorlieben ab. Wer im Job viel auf den Beinen ist und mit Menschen zu tun hat, sehnt sich im Urlaub vielleicht nach Stille und Ruhe. Ruhig auch einmal eine andere Art von Urlaub ausprobieren um herauszufinden, welcher Urlaubstyp du bist. Vielleicht schlummert im überzeugten Jesolo-Afficionado ja ein versteckter Fernost-Tramper?

Good-Enough-Prinzip

Wohin in den Urlaub? Zug oder Flug? Hotel oder AirBnB? Und welcher Stadtteil ist der beste? Wer sich bereits vor Urlaubsstart zu sehr den Kopf zerbricht, ist mit dem Good-Enough-Prinzip gut beraten. Wie das funktioniert, erklären wir hier.

Helfen (lassen)

Der Workload ist vor dem Urlaub meistens besonders hoch. Da wird noch vorbereitet, vorgearbeitet und die Kollegen auf alle Eventualitäten vorbereitet. Nicht selten starten einige Arbeitnehmer mit ein paar Überstunden und ziemlich energielos in den Urlaub. Besonders für Teams gilt daher: Anderen helfen und selbst auch aktiv um Hilfe bitten, wenn kurz vor der geplanten Auszeit eigentlich alles zu viel wird.

Internet aus!

Längere Zeit offline zu sein, gar nicht so einfach. Denn auch im Ausland lockt überall das WLAN. Nur mal schnell auf Instagram posten und vielleicht – sicher ist sicher – kurz die Mails checken. Dabei tut es gut, eine Zeit lang einfach offline zu bleiben. Heavy User müssen sich ja nicht sofort an einen einwöchigen Digital Detox wagen. Ein oder zwei Stunden Offline-Zeit sind auch für Anfänger schaffbar.

Journal führen

Während einer Reise ist ein Reisetagebuch eine schöne Art, Erinnerungen festzuhalten. Vielleicht gehst du danach auch dazu über, generell ein Journal zu führen. Ein Vision Journal kann dich etwa bei der Karriereplanung unterstützen.

Karriereplanung

Manche beschäftigen sich sogar im Urlaub mit ihrem Job bzw. ihrer Karriereplanung. Der Sommer kann eine gute Gelegenheit sein, um über berufliche Möglichkeiten nachzudenken. Aber Vorsicht: Deine Erholung sollte unter der Jobsuche im Sommer keinesfalls leiden!

Langeweile

Eine Portion gepflegter Langeweile bewahrt dich vor dem „Freizeit-Burn-out“. Die Seele baumeln zu lassen ist auch deshalb wichtig, weil sich in diesen Momenten neue Dinge auftun können. In Zeiten des Nichtstuns wandert der Geist und manchmal offenbart sich so, wohin man im Leben eigentlich möchte.

Müßiggang

Nichts tun. Das klingt so einfach, aber viele haben die hohe Kunst des Müßiggangs bereits verlernt. Wie lange schaffst du es, einmal wirklich nichts zu tun?

Neues ausprobieren

Egal, ob kleine oder große Dinge – die Urlaubszeit eignet sich wunderbar, um neue Dinge auszuprobieren und kennenzulernen: Ein neues Hobby, das exotische Restaurant oder eine unbekannte Urlaubsdestination. Raus aus dem Alltagstrott!

Oasen schaffen

Du kannst in nächster Zeit keinen Urlaub genießen, weil du im Büro die Stellung hältst, während die anderen urlauben? Dann schaff dir kleine Inseln der Auszeit im Alltag und versüße dir wenigstens den Feierabend. Hier gibt es einige Ideen für Feierabendrituale.

Planung

Wann und wie lange Urlaub möglich ist, hängt auch von den Kollegen ab. Frühzeitige Absprache im Team sollte es ermöglichen, dass alle ihren Wunschtermin bekommen. Klaffen Wunsch und Wirklichkeit hier auseinander? Wir haben im Rahmen unserer Online-Umfrage nachgefragt, wie es bei euch aussieht:

Umfrage Planung Sommerurlaub

Qualität

Qualität vor Quantität – auch beim Thema Urlaub. Denn viel wichtiger als die Dauer der Auszeit ist, wie und mit wem du deinen Urlaub verbringst – siehe auch: Wählerisch sein.

Rückkehr ins Büro

Sie bleibt nach dem Urlaub leider nicht aus. Wer vorsorgt (siehe: E-Mails), kann sich die Rückkehr aber erleichtern. Im Team kann außerdem vereinbart werden, dass Urlaubsrückkehrer an ihrem ersten Tag im Büro nicht gleich mit Terminen und Tasks eingedeckt werden.

Souvenirs

Bring doch mehr mit als nur den Sonnenbrand: Eine Postkarte oder kleine Aufmerksamkeiten für die Kollegen heben die Stimmung im Team. Ein Mitbringsel für deinen eigenen Schreibtisch hilft dir, auch nach dem Urlaub noch ein Stück Erholung als Erinnerung mitzunehmen.

To-Do-Liste

Sie hilft bereits vor dem Urlaub, alles zu erledigen und den Kopf frei zu bekommen. So ersparst du dir beim Start deiner Auszeit unangenehme Bedenken: „Irgendetwas habe ich sicher vergessen, mir fällt es nur nicht ein.“ Wenn bereits fest steht, dass bei der Rückkehr wichtige Tasks anstehen, kann vorgesorgt werden. Dafür bereits vor dem Urlaub To-Dos notieren oder als Termin im Kalender timen.

Urlaubsrecht

Kann der Chef die Genehmigung für einen Urlaub wieder zurücknehmen? Und kann der Arbeitgeber bestimmen, wann ich Urlaub nehmen kann? Wissenswertes zum Thema Arbeitsrecht und Urlaub gibt es an dieser Stelle und hier.

Vertretung

Wenn das eigene Aufgabengebiet auch während der Abwesenheit in besten Händen ist: Eine gut funktionierende Urlaubsvertretung ist Gold wert.

Wählerisch sein

Gestehe dir eine Portion Egoismus zu und mach in deinem Urlaub nur das, was dir wirklich Spaß macht. Trotz Freibadwetter einen Serienmarathon einlegen oder deine Lieblingswanderung innerhalb einer Woche zwei Mal gehen: Es ist deine Auszeit und du bestimmst, was du machen möchtest.

Xenophilie

Gute Voraussetzungen für die Auszeit in der Ferne bietet die Xenophilie. Laut Definition ist es die Eigenschaft, allem Fremden und allen Fremden gegenüber positiv eingestellt und aufgeschlossen zu sein.

Yuccapalme

Zimmerpflanze statt Kokospalme, Badesee und Freibad statt Verkehrsstau und Liegestuhlgebühr. „Staycation“ ist übrigens der hippe Begriff für das, was weitläufig unter „Urlaub auf Balkonien“ bekannt ist.

Zwickeltage

Schont das Urlaubskonto: Fenstertage geschickt nutzen. Welche Zwickeltagsmöglichkeiten sich im Lauf eines Jahres ergeben, fassen wir immer in unserem Fenstertagskalender zusammen.

Bildnachweis: Alena Ozerova / Shutterstock

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5 gute Gründe, den Fidget Spinner auch im Job kreisen zu lassen

Fidget Spinner und seine Wirkung

Sie drehen sich in Klassenzimmern, Öffis und auch in heimischen Büros – die Fidget Spinner. Was ist dran am Hype um den kleinen Handkreisel und warum sollte er vielleicht auch zu deinem Schreibtischinventar gehören? Ein Plädoyer für das kleine Spielzeug – auch im Job:

Das Office-Spielzeug des Jahres

Dein Kollege klickt ständig mit dem Kugelschreiber, trommelt auf die Tischplatte oder nervt dich durch dauerwippende Beine? Dann überrasche ihn doch mit einem Fidget Spinner. Was der Zauberwürfel in den 1970ern war, ist der Fidget Spinner aktuell. Während Lehrkräfte beklagen, dass Schüler dadurch vom Unterricht abgelenkt werden, wurden die handtellergroßen Handkreisel eigentlich für das Gegenteil geschaffen: Als Spielzeug, das die Hände beschäftigt, um sich so besser konzentrieren und fokussieren zu können. Der Fidget Spinner ist übrigens nicht das einzige Spielzeug, das für diesen Zweck erfunden wurde. Kinetischer Sand, Stressbälle zum Quetschen oder kleine Bänder aus den Gliedern einer Radkette sind nur einige Beispiele für weitere Fidget Toys.

5 gute Gründe für Fidget Spinner im Job

Blöde Spielerei oder nützliches Tool? Fest steht, die Fidget Spinner erobern auch die heimischen Arbeitsplätze. Dabei können sie sich durchaus als nützliche kleine Helfer erweisen.

  • Sie lassen dich dein Smartphone vergessen
    Fidget Spinner drehen, ausbalancieren, von einer Hand zur anderen weiterreichen – wer hat da noch Lust auf Handydisplays? Die kleinen Spielzeuge beschäftigen unsere Hände und halten uns motorisch auf Trab. Eine schöne Abwechslung zum Tippen und Swipen auf dem Screen unseres Smartphones.
  • Sie helfen dir, Nervosität abzubauen
    Feuchte Hände vor der Gehaltsverhandlung oder dem nächsten Jobinterview? Ein Fidget Spinner kann dir beim Meistern deiner Nervosität helfen. Deine Hände sind beschäftigt, das hilft auch deinem Nervenkostüm.
  • Sie erleichtern fokussiertes Arbeiten
    Das Drehen eines Fidget Spinners erfordert – solange du keine Kunststücke meistern möchtest – nicht deine volle Aufmerksamkeit. Während du den Spinner kreisen lässt, kannst du dich auch auf andere Aufgaben konzentrieren: Berichte lesen, die Gedanken wandern lassen oder Ideen für Projekte brainstormen. Wenn du ein „Zappelphilipp“ bist dem es schwer fällt, fokussiert zu bleiben, teste doch einmal ein Fidget Toy.
  • Du kommst mit anderen ins Gespräch
    Du bist neu im Job und froh über jeden Anknüpfungspunkt zu den neuen Kollegen? Vielleicht habt ihr durch den Fidget Spinner bereits eine Gemeinsamkeit gefunden. Vielleicht habt ihr Lust, euch gegenseitig Spinner-Tricks beizubringen oder in der Pause eine Fidget Spinner-Challenge auszutragen.
  • Du bleibst dran und gibst nicht auf
    Wann hast du das letzte Mal etwas gelernt, inklusive Rückschlägen und Niederlagen? Mit den Spinnern können verschiedene Tricks in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen gemeistert werden. Vorausgesetzt, man übt und bleibt dran. Nur eine kleine, aber wichtige Lektion.

Schweben, fliegen, werfen: Tricks für den Fidget Spinner

Bildnachweis: kathayut kongmanee

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Überstunden, Arbeitszeit und Jobsuche: Die Lage am Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt Statistik Quartal 1 2017

63 Millionen geleistete Überstunden – auf der anderen Seite Arbeitnehmer, die gerne mehr arbeiten würden. Aktuelle Erkenntnisse und spannendes Zahlenmaterial zum Arbeitsmarkt in Österreich hat die Statistik Austria heute veröffentlicht.

Die Fakten zum Arbeitsmarkt

  • 4.184.400 Personen waren in Österreich im ersten Quartal 2017 erwerbstätig. Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres ein Anstieg um 40.000 Personen. 27.800 Erwerbstätige hatten Teilzeit-Jobs, 12.200 eine Vollzeit-Stelle.
  • 264.200 Personen waren im ersten Quartal arbeitlos gemeldet. Verglichen mit dem ersten Viertel des Jahres 2016 ein Rückgang um 6,3 Prozent (Q1 2016: 275.400).
  • Etwas anders stellt sich die Situation im Vergleich zum 4. Quartal 2016 dar: Hier ergibt sich ein (teils saisonbedingter) Rückgang der Erwerbstätigkeit um 55.600 Personen, insbesondere Männer. Die Zahl der Arbeitlosen stieg um 12.200.
  • Die Quote der Langzeitarbeitslosen (länger als ein Jahr ohne Beschäftigung) lag bei 1,9 Prozent.
  • Der Beschäftigungszuwachs im ersten Quartal 2017 verteilte sich vor allem auf ältere Personen und ausländische Staatsangehörige.
  • 86.800 offene Stellen waren in den ersten drei Monaten des Jahres zu verzeichnen (Q1 2016: 73.200)

Es wurde mehr gearbeitet

Intensiver Start in das Jahr 2017: 1 Milliarde und 734 Millionen Arbeitsstunden haben die Österreicher im ersten Quartal gearbeitet. Das liegt über dem Niveau des Vorjahres (1 Milliarde, 676 Millionen Stunden). Auch die Zahl der Überstunden stieg leicht an: 63 Millionen Überstunden wurden im ersten Quartal geleistet, 61 Millionen waren es im Vergleichszeitraum des Vorjahres. 32,5 Stunden wöchentliche Arbeitszeit wird laut Statistik in Hauptbeschäftigung gearbeitet, auch hier ein Anstieg zum Quartal des Vorjahres: 2016 waren es 31,7 Stunden.

Nicht auf Jobsuche oder unterbeschäftigt

Sie suchen zwar keinen Job, würden grundsätzlich aber innerhalb von zwei Wochen für eine Arbeitsaufnahme zur Verfügung stehen – die sogenannte „stille Arbeitsmarktreserve“. 142.300 nicht erwerbstätige Personen zwischen 15 und 64 Jahren waren das im 1. Quartal 2017, etwas weniger als im Vorjahr (159.300).

221.100 Personen arbeiteten weniger als 40 Wochenstunden, würden aber gerne mehr arbeiten und stünden dafür auch kurzfristig zur Verfügung. Die Zahl dieser „arbeitsbezogenen Unterbeschäftigten“ hat sich im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres nicht stark verändert (225.600).

Teilzeitarbeit bleibt weiblich

Mit dem Plus von 27.800 Arbeitnehmern in Teilzeit gewinnt diese Erwerbsform nochmals an Bedeutung. 966.000 Frauen und 263.300 Männer gaben im Rahmen der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung an, Teilzeit zu arbeiten. Der Vergleich mit dem Vorjahresquartal zeigte bei den Frauen ein Plus von 17.600 Teilzeitstellen, aber kaum eine Änderung bei der Anzahl der Vollzeitstellen.

Zur Methodik

Die veröffentlichten Daten stammen aus der „Europäischen Arbeitskräfteerhebung“, die in allen EU-Mitgliedsstaaten durchgeführt wird. In zufällig ausgewählten Haushalten werden Informationen zu Erwerbstätigkeit und Arbeitssuche erhoben. In Österreich wird diese Erhebung im Rahmen des Mikrozensus durchgeführt. Wöchentlich werden rund 1.500 Haushalte befragt, die Daten werden auf die Bevölkerungszahl hochgerechnet. Arbeitslose nach internationaler Definition: Personen, die nicht erwerbstätig sind, innerhalb der nächsten beiden Wochen nach der Referenzwoche eine Arbeit aufnehmen können und in der Referenzwoche oder den drei vorhergehenden Wochen aktiv eine Arbeit gesucht haben oder nur deshalb nicht gesucht haben, weil sie bereits eine Arbeit gefunden haben, die sie innerhalb von drei Monaten aufnehmen werden. Definitionsbedingt liegen sowohl die Zahl der beim Arbeitsmarktservice (AMS) registrierten Arbeitslosen als auch die nationale Arbeitslosenquote deutlich über dem Niveau der von Statistik Austria erhobenen Zahlen nach internationaler Definition.

Bildnachweis: Dragon Images / Shutterstock

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Happy hunting! 7 Eigenschaften erfolgreicher Recruiter

7 Eigenschaften erfolgreicher Recruiter

Sie bringen Arbeitgeber auf Personalsuche auf den richtigen Weg, finden die besten Bewerber und löschen notfalls auch personelle Brände: Gute HR-Manager und Recruiter schlüpfen täglich in verschiedene Rollen. Wer diese sieben Eigenschaften mitbringt, ist im HR-Business gut aufgehoben:

Recruiting mit dem richtigen Mindset

Gute Recruiter müssen es vielen recht machen: ihrem Arbeitgeber, als Personaldienstleister ihrem Auftraggeber und auch den Bewerbern. Sie bewegen sich oft auf schwierigem Terrain und meistern die unterschiedlichsten Aufgaben. Wer diese sieben Eigenschaften mitbringt, ist im HR-Business gut aufgehoben:

#1 Sie schauen voraus und erkennen Trends

Von Print zu Online, vom Desktop zum Smartphone: Wie und wo Bewerber gesucht und gefunden werden, das ändert sich laufend. Manchmal schneller, manchmal langsamer – fix ist jedoch: Auch die HR-Welt wandelt sich. Gute Recruiter halten damit Schritt, behalten Trends im Auge und identifizieren Tendenzen. Sie sind offen für Neues und beschreiten auch mal unbekannte Pfade. Bewerbersuche per Tinder-Prinzip? Aussichtsreiche Kandidaten auf Facebook aufstöbern? Why not!

#2 Sie fällen kein vorschnelles Urteil

Eine unerklärte Lücke im Lebenslauf, ein unvorteilhaftes Foto oder andere Patzer in einer Bewerbung machen zwar keinen schlanken Fuß – erfolgreiche Recruiter sortieren deshalb aber noch nicht vorschnell aus und setzen auf das persönliche Gespräch. Stimmen Skills und angegebene Qualifikationen grundsätzlich, können allfällige Hindernisse immer noch besprochen und vielleicht ausgeräumt werden. Oft reicht dafür schon ein kurzes Telefonat oder Skypeinterview.

#3 Sie sind flexibel und erkennen Potenziale

Nicht immer der worst case: Im Jobinterview stellt sich heraus, dass der Bewerber für die ausgeschriebene Stelle nicht geeignet ist. Der abgelehnte Kandidat von heute ist aber vielleicht der passende neue Mitarbeiter von morgen. Stimmt die Chemie zwischen Bewerber und Unternehmen, ist der Grundstein für einen guten Cultural Fit bereits gelegt. Gut möglich, dass der Kandidat für eine zukünftige Vakanz die beste Wahl ist. Wer als Recruiter über ein gut ausgebautes Netzwerk verfügt, kann abgelehnten Bewerbern – nach Rücksprache – vielleicht mit einer Empfehlung an andere HR-Kollegen weiterhelfen. Auch wenn der eigene Suchauftrag dann nicht erfüllt wurde: dem Bewerber und seinem Netzwerkpartner bleibt man so sicher in guter Erinnerung – und bekanntlich sieht man sich immer zweimal im Leben.

#4 Sie sehen sich als strategischer Partner

Führungskraft meldet Personalbedarf, Recruiting macht sich auf die Suche? In einer idealen Unternehmenswelt sind Recruiter und HR-Manager mehr als bloße Auftragserfüller. Sie bringen sich als strategische Partner aktiv im daily business ein, kennen den Arbeitsmarkt und fungieren als Talentscout – extern genauso wie intern.

#5 Sie meistern mehrere Baustellen

Inserate verwalten, Jobinterviews führen, Kandidaten kontaktieren und Geschäftsführung oder Auftraggeber auf dem Laufenden halten: Recruiter managen täglich viele Dinge gleichzeitig – erfolgreiche Recruiter haben sich dafür ein funktionierendes System zurechtgelegt. Ob digital, analog oder ein Mix aus Bits und Papier, das hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Hauptsache man hat alle Eisen, die gerade im Feuer sind, auch immer im Blick.

#6 Sie beherrschen viele Rollen

Kommunikationsprofi, Problemlöser, Verhandler, Verkaufstalent, Marketing-Experte, HR-Detektiv: Erfolgreiche Recruiter schlüpfen in ihrem Job in zahlreiche Rollen. Sie lesen in CVs zwischen den Zeilen, stehen ihren Auftraggebern beratend zur Seite, sind manchmal Karrierecoach, Mediator und finden immer die richtigen Worte.

#7 Sie sind offen für Inputs von außen

Immer eine gute Angewohnheit: Die Offenheit für Inputs von außen. Ausreichend Informationen zur vakanten Stelle sind die Grundlage für eine erfolgreiche Personalsuche. Gute Recruiter haben vom Inseldenken längst Abschied genommen. Sie holen sich benötigte Infos von so vielen Stellen wie notwendig und hinterfragen Kommunikationswege und Prozesse bei Bedarf kritisch. Beim Recruiting des nächsten Kandidaten vielleicht einmal das betroffene Team mit ins Boot holen?

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Lesestoff für den Sommer: 5 Buchtipps

Karriere Bücher für den Sommer

Lesestoff für die nächsten Monate gefällig? Wir haben uns nach Klassikern und Neuerscheinungen rund um Karriere, Job und Lebensplanung umgesehen – perfekt für Hängematte, Freibad oder die Lesestunde auf Balkonien.

Der Klügere denkt nach

Martin Wehrle hat gute Nachrichten für alle stillen Wasser: Das Zeitalter der Zurückhaltenden hat begonnen. Sein neues Buch „Der Klügere denkt nach“ richtet sich an alle, die nur ungern große Reden schwingen, aber trotzdem ihre Chancen in Job und Karriere aktiv wahrnehmen möchten. Es bietet viele Tipps und Hilfestellungen für Introvertierte, die sich in einer oft lauten Welt bewähren müssen. (432 Seiten, Mosaik Verlag)

Deine perfekte Morgenroutine

Bereits morgens die Weichen für einen erfolgreichen Tag stellen – das geht tatsächlich. Wer neue Ideen für einen guten Start in den Tag benötigt, wird in diesem Ratgeber von Marc Green fündig. Sogar für Hardcore-Morgenmuffel sind umsetzbare Tipps dabei. (64 Seiten, CreateSpace Independent Publishing Platform)

Karrierestart nach dem Studium

Probezeit, Berufseinstieg und die große Frage: Wie meistere ich die die ersten Tage im neuen Job? Doris Brenner widmet sich in ihrem Ratgeber den ersten Schritten im neuen Lebensabschnitt. Wertvoll für alle, die noch nie oder kaum Unternehmensluft geschnuppert haben und schon vorab wissen möchten, wie die Arbeitswelt tickt und nach welchen Spielregeln gespielt wird. Übungen und Checklisten ergänzen die Inhalte des Ratgebers praxisnah. (188 Seiten, Haufe Fachbuch)

Gehaltsverhandlungen führen

Strategien für die nächste Gehaltsverhandlung, kompakt in einem Buch. Rasmus Tenbergern ist Verhandlungsprofi und kennt zahlreiche Tipps, wie die Frage nach mehr Geld mit einer positiven Antwort belohnt wird. Thematisch abgedeckt wird alles, von der richtigen Vorbereitung über Verhandlungstechniken bis hin zur Frage: Was passiert, wenn der Chef blockt? (128 Seiten, Haufe TaschenGuide)

Machen! Das Startup-Buch

Erfolgreich selbstständig – mit Müsli. Die beiden Gründer von Mymuesli haben ihre Erfahrungen rund um die Gründung ihres Erfolgs-Start-ups in einem Buch zusammengefasst – learnings aus Fehlern inklusive. Keine theoretische Abhandlung zum Thema Unternehmensgründung, sondern ein Bericht aus dem (Unternehmer)leben. Motivierend für alle, die ihr eigenes Business hochziehen möchten, sei es neben- oder hauptberuflich. (240 Seiten, Edel Germany)

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Die Arbeitswelt der Frau S. – Erste Schritte zum neuen Job

erste schritte im neuen job nehmen

Wer frisch auf Arbeitssuche ist, hat einen klaren Vorteil: Motivation und Energie sind noch im vollen Umfang vorhanden. Ein kleiner Wegweiser auf den ersten Schritten zum neuen Job, aber auch für die nächsten Etappen, kann dabei helfen. Verpackt kommt dieser in der Geschichte von Bianca.

Ein Gastbeitrag von Sandra Gortva

Job los, Motivation an!

Biancas Arbeitsplatz hat sich ins Ausland verlagert. Aus diesem Grund haben sie und ihr Arbeitgeber sich getrennt, einvernehmlich und in aller Freundschaft versteht sich. Ist für beide am besten so. Dennoch steht sie jetzt erst einmal da. So ganz ohne Job, aber zumindest mit viel Zuversicht im Gepäck. Der Arbeitsmarkt hat sie wieder und jetzt heißt es Angebote ausfindig machen und Chancen wahrnehmen. Die Motivation ist noch im oberen Bereich angesiedelt. Ist ja auch erst das Anfangsstadium ihrer Jobsuche. „Aber Hallo, und ob ich bald einen Job habe!“, ist ihre derzeitige Einstellung. Es scheint, nichts und niemand könnte sie aufhalten und das ist auch gut so.

Pimp your Lebenslauf

Als ersten Punkt auf ihrer Liste steht: Lebenslauf aktualisieren. Auch wenn das nicht gerade die tollste Aufgabe der Welt ist, muss sie gemacht werden. Ein einfaches Nachbearbeiten des Lebenslaufes kommt für Bianca aber nicht in Frage. Diesmal soll es sowohl inhaltlich als auch optisch ein neues Makeover geben. Immerhin will man sich ordentlich präsentieren und da schadet es definitiv nicht, etwas frischen Wind in den Lebenslauf zu bringen. Hierfür ist das Internet und vor allem Pinterest eine großartige Adresse. Mit ein paar Klicks und Schlagwörtern wie: Lebenslauf oder CV template z.B. findet sie gute Anregungen bezüglich Layout und Design. Wer grafisch etwas geschickt ist, hat bestimmt einen klaren Vorteil, hier selbst zu guten Ergebnissen zu kommen. Aber auch als Laie kann man in Word, mit etwas Formatierung und Spielerei, eine sehr gute Arbeit leisten.

Jeder kann etwas besonders gut

Nachdem Bianca ihren Lebenslauf auf Vordermann gebracht hat, kann sie stolz auf sich sein. Nicht nur auf das Endergebnis, sondern generell auf ihre bisherige Berufserfahrung. „Warum mir das so nie bewusst ist?“, fragt sie sich. Ja, gute Frage. Warum stellen eigentlich so viele ihr Licht unter den Scheffel? Wahrscheinlich sollte jeder sich immer wieder einmal seine bisherigen Arbeitsstationen und Aufgabenbereiche vor Augen halten, um zu sehen, was man nicht alles schon gemacht und geleistet hat. Neben dem Lebenslauf erhält somit auch Biancas Selbstbewusstsein eine kleine Auffrischung. Jetzt kann man nur hoffen, dass dieses sich nicht mit dem nächsten Gegenwind verflüchtigt. Zur Sicherheit schreibt sie auf ihre To-Do-Liste einen weiteren Punkt: „Memo an mich – ich kann was, definitiv!“ Die Bearbeitung des Lebenslaufes ist somit nicht nur für den potenziell zukünftigen Arbeitgeber nützlich, sondern auch für einen selbst. Bianca fühlt sich jetzt noch sicherer, denn ihr Gepäck ist neben der Zuversicht auch noch um einen Lebenslauf und ein gestärktes Selbstbewusstsein angewachsen.

Alle Wege führen nach Rom

Jetzt geht es in die nächste Phase: suchen und gefunden werden. Alles will ausgeschöpft sein. Es werden Jobportale und Stellenanzeigen durchforstet. Das, was Bianca will, ist allerdings nicht ganz so leicht zu finden. Deswegen wird auch zusätzlich auf Facebook ein Aufruf gestartet. Sämtliche Freunde und Bekannte werden angesprochen und auch lahmgelegte Portale wie Xing werden wieder aktiviert. Ganz neu auf ihrer Agenda: Ein Profil auf einem Jobportal anlegen, um gefunden zu werden: Lebenslauf hochladen und schon haben Unternehmen die Möglichkeit, sie zu finden. Sämtliche Möglichkeiten werden also ausprobiert – altbewährte und neue. Die Wege sind vielleicht unterschiedlich, das Ziel ist aber klar und irgendeiner davon wird sie bestimmt zu ihrem Traumjob führen.

Arbeitsmarkt = Singlebörse?

Bianca versucht also einiges und sucht immer schön weiter. Ihr kommt dabei ein erschreckender Vergleich: Sich auf den Arbeitsmarkt zu werfen hat Gemeinsamkeiten mit der Partnersuche. Es ist hier wie dort ein Suchen und gefunden-Werden. Auch der Weg dorthin läuft in den meisten Fällen identisch ab. Eine (Arbeits-)Beziehung ist aus unterschiedlichen Gründen auseinandergegangen und jetzt sucht man nach einem neuen Partner oder eben nach einem neuen Arbeitgeber. Die Hoffnung jemanden zu finden, der perfekt zu einem passt und man sich gegenseitig bereichern kann, ist in beiden Fällen die selbe. Selbst die ersten Dates bleiben einem nicht erspart! Nieten kann man hier wie dort ziehen und eine Ablehnung ist ebenfalls in beiden Fällen möglich. Aufgeben gilt aber nicht und so macht man zumindest eine Zeit lang weiter. Es ließen sich noch ein Dutzend andere Vergleiche finden. Aber auch diese reichen Bianca schon. Kurzfristig demotiviert sie diese Erkenntnis, denn jeder Langzeitsingle weiß, wie anstrengend so eine Suche sein kann. „Aber was solls“, denkt sie sich, „einen Job finden ist bestimmt leichter, als einen neuen Partner zu finden!“. Alles klar, die Anfangsmotivation ist zum Glück wieder hergestellt.

Nachhaken – ja bitte!

Noch ist Bianca am Abwarten, ob auf ihre Bewerbungen erste Reaktionen folgen. Sollte sie vielleicht einmal nachfragen? Ja, klar! Denn entweder ist die Bewerbung nicht angekommen – was allerdings dann unangenehm sein kann, so nach dem Motto: Die schafft ja nicht mal ihre Bewerbung ordentlich abzuschicken, wie will sie da einen ordentlichen Job abliefern. Aber ein kurzes und sachliches Nachfragen nach einigen Tagen kann bestimmt nicht schaden und gleichzeitig bringt man damit auch seinen Namen wieder ins Gespräch – (im positiven Sinne dann).

Biancas Reise ist somit im vollem Gange. Hoffentlich geht es bald in die nächste Runde. Bestimmt gibt es auch für die nächsten Stufen noch gute Anregungen und Tipps. Durchhaltevermögen steht dabei bestimmt an erster Stelle. Denn der Arbeitsmarkt ist nicht unbedingt eine Kuschelzone, allerdings mit einem Ziel vor Augen und einer guten Portion Glück befindet man sich hoffentlich schon bald wieder in festen (Arbeits-)Händen. Man kann aber auf alle Fälle gespannt sein.

Zur Person: Sandra Gortva

Das Schreiben liegt ihr im Blut und vor allem in den Fingerspitzen. Diese können gar nicht anders als zu tippen – und das am liebsten über die Arbeit und die Welt an sich. Mehr Geschichten der Frau S. gibt es auch auf ihrem Blog zu lesen.

Bildnachweis: ben bryant / Shutterstock, Privat

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Wie das Einkommen unsere sozialen Kontakte mitbestimmt

Einkommen bestimmt soziale Kontakte

Sprichwörter wie „Reichtum macht einsam“ spielen auf den Zusammenhang zwischen Geld und sozialen Beziehungen an. Ob es tatsächlich von der Höhe unseres Einkommens abhängt, mit wem wir unsere Zeit verbringen, haben Forscher untersucht. Eines der Ergebnisse: Finanzielle Freiheit beeinflusst tatsächlich, ob wir eher Familie oder Freunden den Vorzug geben.

Viel Geld – viele Freunde?

Geld kann glücklich oder unglücklich machen. Es erlaubt uns, materielle Wünsche zu erfüllen und ist auch einer der Bausteine für ein sorgenfreies Leben. Für ein gut gefülltes Bankkonto müssen manchmal auch Opfer gebracht werden: Überstunden, mühsame Karriereschritte oder die Investition von viel Energie in eine gute Ausbildung. Welche Rolle Geld in Bezug auf unsere Sozialkontakte spielt, ist immer wieder Gegenstand von Untersuchungen. Macht Reichtum einsam? Wie viele „falsche Freunde“ tauchen auf, sobald Vermögen da ist? Verbringen Menschen mit hohem Gehalt ihre Zeit lieber mit der engsten Familie oder erweitern sie ihren Freundeskreis?

Wissenschaftler haben festgestellt, dass sich ein hohes Einkommen negativ auf die in Gesellschaft verbrachte Zeit auswirken kann. Von einer Datenauswertung durch zwei amerikanische Forscherinnen berichtet die Plattform Forschung erleben. Grundlage für die Erhebung ist die „General Social Survey“ in den USA. Dafür werden seit 1972 jährlich verschiedene Daten von rund 30.000 Bürgern eingeholt. Wer wie viel Zeit mit Familie, Freunden, Bekannten oder Nachbarn verbringt sowie das Einkommen waren jene Daten, für die sich die Forscherinnen besonders interessierten.

Es zeigte sich, dass mit steigendem Einkommen mehr Zeit alleine und weniger mit anderen Personen verbracht wurde. Mit welchen Personengruppen reduzierte sich der Kontakt? Auch das wurde analysiert: Die geteilte Zeit mit Familie und Nachbarn nimmt ab, dafür wird mehr Zeit in Treffen mit Freunden investiert. Kontrolliert wurde auch, dass dieser Umstand nicht durch andere Faktoren zustandekommt, wie z.B. die Entfernung zum Heimatort oder der Familienstatus von Personen mit höherem Einkommen.

Warum weniger Zeit mit der Familie oder den Nachbarn verbracht wird, erklären die beiden Forscherinnen so: Das hohe Einkommen bringt mehr materielle Freiheit mit sich. Von familiärer oder nachbarschaftlicher Unterstützung macht das unabhängig. Die Freizeit wird dann mit jenen Personen verbracht, von denen nicht unbedingt etwas benötigt wird. Offen bleibt jedoch die Frage nach der Qualität der gepflegten Freundschaften. Auch wenn weniger Zeit mit manchen Mitmenschen wie der Familie verbracht wird, bedeutet das nicht, dass die Qualität der Beziehung schlechter ist.

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Wenn es hoch hergeht: Erste Hilfe für Mitarbeiter im Stress

Mitarbeiter motivieren bei Stress

Die Deadline rückt gefährlich nahe, das wichtige Projekt steht kurz vor dem Abschluss und das ganze Team steckt im Endspurt – Überstunden und Stress inklusive. Solche heißen Phasen lassen sich oft nicht vermeiden, allerdings kann man aus dem „Durchbeißen“ das Beste machen. Wie Arbeitgeber und Führungskräfte ihre Teams dabei unterstützen können:

Wenn im Job mehr als nur 100 Prozent gefragt sind, heißt es: Zähne zusammenbeißen und durch! Ein Arbeitgeber kann seine Mitarbeiter in besonders stressigen Phasen aktiv unterstützen. Ein gutes Arbeitsklima ist zwar an jedem Tag eine Menge wert, in heißen Phasen aber ganz besonders.

7 Arten der Unterstützung, mit denen Unternehmen und Führungskräfte in stressigen Zeiten punkten können:

#1 Feedback geben

Wenn es hoch hergeht, ist regelmäßiges Feedback wichtiger denn je. Mit regelmäßiger Rückmeldung über die erledigte Arbeit, konstruktiver Kritik und Lob sollte generell nicht gespart werden. Wenn ein ganzes Team unter hohem Druck steht, ist Anerkennung jedoch wichtiger Bestandteil, um motiviert und engagiert zu bleiben.

#2 An vergangene Erfolge erinnern

Was im Laufe eines Arbeitsjahres erreicht wurde, ist oft viel zu schnell wieder vergessen. Ein Projekt ist abgehakt, das nächste steht bereits auf der Agenda. Für zusätzliche Motivation kann die Erinnerung an erfolgreich abgewickelte Projekte sorgen. „Wisst ihr noch, als wir vergangenes Jahr den Projektantrag XY durchbrachten? Das war eine Spitzenleistung von euch und hat uns enorm weitergebracht!“

#3 Prioritäten setzen

Klare Prioritäten zu setzen hilft dem gesamten Team, sich auf Wesentliches zu konzentrieren: Auftrag A muss bis Montag bearbeitet werden, dafür könnt ihr B vorerst ruhen lassen. In stressigen Zeiten hilft es enorm zu wissen, wohin Zeit und Energie letztlich fließen sollen. Dabei nicht auf neue Mitarbeiter vergessen, die als Neulinge mit dem Tempo vielleicht noch nicht mithalten können und sonst schnell demotiviert sind.

#4 Pausen versüßen

Auszeiten sind wichtig, um motiviert und energiegeladen zu bleiben. Führungskräften kommt hier Vorbildwirkung zu: Ein Chef, der ohne Pause durcharbeitet, ist ein schlechtes Vorbild. Darum auch in stressigen Zeiten Mitarbeitern signalisieren: Jeder hat das Recht, sich Pausen und Auszeiten zu gönnen – auch oder besonders dann, wenn das Arbeitspensum sehr hoch ist. Kleine Aufmerksamkeiten zu Pausenzeiten zeugen von Wertschätzung dem Team gegenüber: Vielleicht einmal auf Firmenkosten Essen für alle ordern, Süßes zum Kaffee besorgen oder die Mittagspause auf eine Stunde ausdehnen.

#5 Rückzugsorte schaffen

Gilt vor allem in Großraumbüros: Ungestört arbeiten zu können ist nicht immer möglich, in stressigen Zeiten aber Gold wert. Für arbeitsintensive Phasen sind z.B. vorreservierte Meetingräume für ruhiges Arbeiten in Kleingruppen oder temporäre Einzelbüros hilfreich. Manche Mitarbeiter schätzen vielleicht auch die Möglichkeit, die ersten oder letzten Stunden eines Arbeitstages von zu Hause aus zu arbeiten. Gelegenheit zum Rückzug sollte es aber nicht nur während der Arbeitsphasen geben, sondern auch in den Pausen. Die intensive Zusammenarbeit mit anderen Personen über Tage oder Wochen kann besonders bei introvertierten Personen das Bedürfnis wecken, sich zwischendurch ganz auszuklinken.

#6 Belohnung in Aussicht stellen

Work hard, relax hard. Wenige Dinge motivieren so sehr wie die Aussicht auf eine Belohnung. Welche das ist, sollten Arbeitgeber und Team gemeinsam definieren: ein freier Nachmittag, ein besonderes Team-Event oder ein monetärer Bonus.

#7 Immer eine offene Türe

Für die Wünsche und Sorgen der Arbeitnehmer auch in stressigen Zeiten da sein: Wer unter dem hohen Arbeitspensum leidet und vielleicht auch noch mit privaten Problemen zu kämpfen hat, muss auf die Unterstützung seiner Führungskraft auch während der High Season zählen können. Treten Phasen mit hoher Arbeitsbelastung für Teams regelmäßig auf, kann externe Unterstützung durch Coaches oder andere Vertrauenspersonen bei der Burn-out-Prävention helfen.

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Lücken im Lebenslauf – 5 Tipps

Lücken im Lebenslauf

Sie ist einer der meist gefürchteten Punkte, wenn es um den Lebenslauf geht: die Lücke. Für einige Personalverantwortliche ist die unkommentierte Lücke ein absolutes No-Go in der Bewerbung. Aber was tun mit ihr? Verschweigen, schönreden oder mit einer Lüge kaschieren? Wie man souverän mit Lücken im Lebenslauf umgeht: 5 Tipps.

Mut zur Lücke? Im Lebenslauf besser nicht! Ob Studienabbruch, Kündigung oder Karenz – die wenigsten Lebensläufe kommen ohne Lücken aus. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Der Umgang mit ihnen ist deshalb nicht unkompliziert. Die einen versuchen, sie zu verschweigen, die anderen erfinden lieber Märchen. Das eine wie das andere ist problematisch und kann zu einem Rattenschwanz an negativen Konsequenzen führen. Damit die Lücke nicht zur Leerlauf-Phase wird, empfehlen wir dir Folgendes:

#1 Finde heraus, ob es wirklich eine Lücke ist

Ein Monat Pause zwischen zwei Jobs – ist das schon eine Lücke? Generell spricht man erst ab Zeiträumen über zwei Monaten von einer Lücke. Längere „blinde Flecken“ im Lebenslauf sind zwar kein Beinbruch, sollten aber argumentiert werden. Diese einfach unkommentiert zu lassen, gibt wilden Spekulationen nämlich viel Raum. Dabei solltest du dich allerdings kurz halten – für Details und weitere Fragen stehst du telefonisch oder persönlich beim Bewerbungsgespräch zur Verfügung.

Auch den Studienabbruch oder einen Berufswechsel kann man in der Bewerbung schlüssig begründen. Stichwort: Neuorientierung.

Lücken im Lebenslauf NeuorientierungNicht unter den Teppich kehren: Unverschuldete Kündigungen (mehr dazu unter #3), Elternkarenz oder Krankheit. Was man preisgibt, liegt im eigenen Ermessen, aber die leere Spalte im Lebenslauf sollte gefüllt werden. Bei längerer Auszeit aufgrund von Krankheit reicht es beispielsweise „Krankheit“ anzuführen, konkret muss man hier nicht werden.

#2: Nicht lügen!

Es gibt immer wieder findige Menschen, die ihre Berufserfahrung in Jahren angeben, um Leerläufe im Lebenslauf zu kaschieren. Davon raten wir allerdings ab, da Personaler recht schnell den Hintergrund wittern. In den aktuellen Standards für Lebensläufe im deutschsprachigen Raum ist es nämlich gang und gäbe, Jahr und Monat für alle „Lebensstationen“ anzugeben. Umso schneller werden natürlich auch Lücken ersichtlich.

Lücken im Lebenslauf Erfahrung Don´t

Nur weil man ein paar „leere“ Monate im Lebenslauf nicht jedem auf die Nase binden möchte, sollte man nicht automatisch unehrlich werden. Lügen belasten und werden im fortschreitenden Bewerbungsprozess meist irgendwann aufgedeckt. Kommt man dem Lügner auf die Schliche, wird man ihm so schnell nicht mehr glauben.

#3 Kündigung im Lebenslauf

Du hast eine Lücke im Lebenslauf, weil du gekündigt wurdest? Hier ist definitiv zwischen selbst verschuldeter und fremd verschuldeter Kündigung zu unterscheiden.

Lücken im Lebenslauf Kündigung

Generell gilt: Bei Lücken durch unverschuldete Kündigung immer den Grund anführen. Bist du beispielsweise aus einem Unternehmen ausgeschieden, weil der Arbeitgeber insolvent wurde, wird man dir das bestimmt nicht negativ auslegen.

Verhalte dich professionell!

Hast du eine Kündigung im Lebenslauf stehen (ob unverschuldet oder verschuldet) und wirst im weiteren Bewerbungsprozess darauf angesprochen, solltest du jedenfalls Rechtfertigungen und Schuldzuweisungen an andere vermeiden – das sieht schnell nach schlechtem Gewissen aus und wirkt immer negativ.

Lücken im Lebenslauf Wording

#4 Wording ist alles

Arbeitslos oder arbeitssuchend? Auch auf die Formulierung kommt es an! Eine Zeitspanne ohne Job kann jedem passieren – es kommt aber darauf an, wie man damit umgeht und diese argumentiert. Eine positive Formulierung kann in der Wahrnehmung einiges bewirken. Idealerweise zeigst du deinem potenziellen neuen Arbeitgeber auf, welchen Nutzen er davon hat:

Du ziehst der Liebe wegen in eine andere Stadt und findest dort nicht gleich einen neuen Job? Du wechselst das Unternehmen, weil man dir keine zufriedenstellenden Zukunftsperspektiven einräumt? Das zeugt doch davon, dass du mit Flexibilität kein Problem hast und nach vorne schaust! Die einjährige Weltreise beweist, dass du mit Herausforderungen umgehen und selbstständig arbeiten kannst. Präsentiere dich in deinen Bewerbungsunterlagen so, wie du auf den Arbeitgeber wirken möchtest und argumentiere Lücken oder fehlende Kenntnisse vor allem beim persönlichen Gespräch mit Soft Skills, die andere Defizite wettmachen können.

Unser Tipp: Positiv formulieren, aber die Dinge nicht zu rosa färben!

#5 Lücken im Lebenslauf mit Sinn füllen

Bleibt man längere Zeit ohne Arbeit, sollte man diese Phase sinnvoll nutzen. Ob Praktikum, Workshop oder Sprachkurs zur Auffrischung – Weiterbildung ist immer ein heißer Tipp. Dabei beachten: Der Barkeeper-Kurs macht bestimmt Spaß, ist für zukünftige Arbeitgeber aber vermutlich weniger relevant (außer, du bewirbst dich im Gastronomie-Bereich…) Deshalb auch bei der Weiterbildung daran denken, was für die Karriere relevant sein könnte. Natürlich sollten auch andere „sinnvolle Tätigkeiten“ angeführt werden, die nicht direkt bei einem Arbeitgeber stattfanden, etwa die Mithilfe im elterlichen Betrieb oder ehrenamtliche Tätigkeit.

Was sich in längeren Phasen von Arbeitslosigkeit außerdem lohnt: der Gründer der Plattform WeWillWork hat es uns verraten. Solche Phasen solltest du jedenfalls dafür nützen, um dich persönlich weiterzuentwickeln und gleichzeitig stopfst du damit die viel gefürchtete Lücke.

 

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Lesestoff zum Wochenende: „Top Job“ – Den Beruf zur Berufung machen

Job Job Lesestoff zum Wochenende

Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir in oder mit der Arbeit – wäre doch ideal, wenn einem diese auch noch richtig viel Spaß macht, oder? In seinem Buch „Top Job“ erklärt Autor Chris Guillebeau, wie sich jeder seinen Traumjob schaffen kann. Freude, Geld und Flow sind hierbei die Schlüsselwörter.

Wir verlosen drei Bücher!

„Manchmal muss man sein Skript umschreiben“

„So machen Sie Ihren Beruf zur Berufung!“ Der Untertitel des Buches klingt spannend und macht zugleich neugierig, denn: kann wirklich jeder Beruf zur Berufung werden? In „Top Job“ geht es nicht darum, dass sich jeder am Ende doch selbstständig machen und sein eigener Boss werden sollte. Vielmehr geht es darum, wie man seinen individuellen Weg zum Traumjob findet – manchmal muss man dazu gar nicht so viel ändern, andere Male vielleicht doch und zwar gewaltig: „Man muss manchmal sein Skript umschreiben“, so Guillebeau.

Denn ja, es gibt sie: die wenigen Menschen, die einfach genau das machen, was perfekt zu ihnen passt und die damit auch rundum glücklich sind. Sie haben bereits in der „Karrierelotterie“ gewonnen, wie der Autor es nennt. Und dann gibt es eben jene, die ihre eigenen Gewinnchancen erst erhöhen müssen und zwar auf verschiedenen Wegen. Die gute Nachricht ist: Jeder kann die richtigen Entscheidungen treffen und jeder kann seine Chancen auf berufliches Glück erhöhen. Und wer würde nicht gerne einen Satz über seinen Job sagen wie: „Erzählen Sie es niemandem, aber es gefällt mir so gut, dass ich es kostenlos tun würde“.

Ideales Gleichgewicht zwischen Freude, Geld und Flow

Aber zurück zum Start: Zuerst einmal muss jeder Mensch für sich definieren, wonach er sucht. Einfach gesagt fasst der Autor wie folgt zusammen:

  • etwas, was uns glücklich macht (Freude)
  • etwas, was finanziell rentabel ist (Geld) und
  • etwas, was unsere persönlichen Fertigkeiten maximiert (Flow)

Je nach Lebensphase ist uns Verschiedenes davon mehr oder weniger wichtig: Während es etwa für junge Eltern besonders wichtig sein wird, viel Zeit mit der Familie verbringen zu können, so wird es Zeiten geben, in denen ein höheres Einkommen Priorität hat. Jeder Mensch, so der Autor, hat also ein eigenes, ideales Gleichgewicht zwischen Freude, Geld und Flow – dies gilt es zu definieren, um so die eigene, ideale Arbeitsform herauszufinden. Es kann demnach also gut sein, dass man zwar die richtige Tätigkeit gefunden hat, aber das Umfeld nicht stimmt. Oder aber das Umfeld passt, etwa das flexible Arbeiten, jedoch nicht der Arbeitsinhalt. Mit einfachen Tipps und Anregungen lotst der Autor den Leser dazu, sich selbst auf Spurensuche zu begeben und den eigenen Traumjob zu finden.

Wenn die Kündigung zur Rettung wird

Manchmal muss man dazu auch abbiegen und seinen bisherigen Karriereweg verlassen. Dies geschieht etwa geplant, durch eine lang überlegte Kündigung, das Aufnehmen eines Studiums oder was auch immer. Manchmal wird man aber auch ins kalte Wasser geworfen: wenn zum Beispiel durch eine Kündigung ein neuer Job her muss. Da wohl niemand bessere Geschichten schreibt als das Leben selbst, hat der Autor zahlreiche spannende, überraschende und durchaus inspirierende Fallbeispiele mit aufgenommen. So erfährt man etwa die Geschichte eines Marketing-Leiters, der ein jährliches Pizza-Budget für sein Team forderte, es nicht bekam, als Drohung kündigen wollte und dann tatsächlich ohne Job da stand. Soviel sei vorweg verraten: Heute ist er mehr als froh über das damalige „Nein“ seiner Chefin zur Pizza für alle.

Jedes Jahr kündigen

Wie kann man aber feststellen, ob eine Kündigung das Richtige ist? Auch hierfür hat Guillebeau eine Antwort parat. Und zwar sollte man jedes Jahr seinen Job kündigen. Theoretisch. Als Muster schlägt er diese Formulierung vor: „Jedes Jahr werde ich am … meinen Job kündigen. Ich werde dann auswerten, ob es die bestmögliche Option für mich ist, noch ein Jahr weiterzumachen. Wenn das der Fall ist, kann ich zuversichtlich fortfahren und mein Bestes geben. Wenn nicht, werde ich sofort nach etwas Besserem suchen.“

Egal, wie man sich entscheidet: Man hat eine Entscheidung getroffen! Das ist nicht immer einfach, wie viele aus Erfahrung wissen. Ist man soweit, zu wissen, wo der Schuh drückt, kann man die Suche nach dem eigenen Traumjob fortführen. Unter anderem wird erklärt, wie man die eigenen Arbeitsbedingungen verbessern kann, Karrierechancen erkennen und wahrnehmen sowie als eigener Unternehmer erfolgreich werden kann. Es wird aber auch aufgezeigt, wie man profitable Nebentätigkeiten starten oder aber aus einem Neben- einen Hauptjob machen kann. In übersichtlichen Kapiteln gibt es zahlreiche Anleitungen und Anregungen, Möglichkeiten für Selbst-Tests sowie Tipps für den Weg zum eigenen Traumjob.

Fazit: inspirierend, besonders durch die spannenden Erfolgsstorys sehr unterhaltsam und wohl für so jede (un)mögliche Jobsituation brauchbar.

Zum Autor

Autor Chris Guillebeau

Chris Guillebeau

Chris Guillebeau ist unter anderem Autor des New York Times-Bestseller „Start-up“: Wie Sie mit weniger als 100 Euro ein Unternehmen auf die Beine stellen und Ihr eigener Chef werden“ und „Vom Glück des Strebens“. Er ist zudem Gründer und Gastgeber des jährlich stattfindenden World Domination Summit, einer Zusammenkunft von Tausenden von Kulturschaffenden und Vordenkern.

VerlosungLesestoff Topjob

Wir verlosen übrigens drei Exemplare von „Top Job“! Einfach bis einschließlich 18.06.2017 eine Mail mit dem Betreff „Top Job“ samt Postadresse an marketing@karriere.at senden. Die Bücher werden unter allen Einsendungen verlost – der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden per E-Mail verständigt.

Bildnachweis: Gonzalo Aragon / Shutterstock

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Diese Pausen gehen immer: Entspannungsübungen für jeden Tag

Tipps für Entspannungsübungen

Keine Zeit für eine Auszeit? Für eine kleine Pause solltest du immer etwas Zeit finden. Kurze Phasen der Entspannung können auch im Laufe eines hektischen Arbeitstages untergebracht werden. Diese kurzen Entspannungsübungen helfen dir, wieder zur Ruhe zu kommen.

Es muss nicht immer eine ausgedehnte Pause sein, auch kleine Auszeiten helfen. Bei den sogenannten Mikropausen handelt es sich um kurze Pausen, für die du den Arbeitsplatz meist nicht einmal verlassen musst. Sie helfen dir dabei, kurz abzuschalten, um danach fokussiert weiterarbeiten zu können. Mikropausen kannst du wirklich schnell einlegen, denn sie dauern nur zwischen ein paar Sekunden und einer Minute. Keine Zeit für eine Pause – das gilt ab sofort nicht mehr. Hier ein paar Ideen für kurze und längere Auszeiten:

  1. Die eigene Achtsamkeit schulen
    Vor allem im Lauf eines hektischen Arbeitstages leidet die eigene Achtsamkeit. Die Fähigkeit, Momente bewusst wahrzunehmen, geht besonders in stressigen Zeiten verloren. Mit achtsamen Mikropausen kann man sich ein Stück Wertschätzung für den Moment schnell zurückholen. Achtsamkeitsübungen beziehen Körper und Geist gleichermaßen ein und können auch am Arbeitsplatz absolviert werden: Das kühle Wasser beim Händewaschen oder einen bestimmten Klang bewusst wahrnehmen, den Duft des Kaffees oder Tees genießen, einen Händedruck bewusst spüren oder auch einmal die Treppe statt den Lift nehmen und die Bewegung des Körpers bewusst wahrnehmen.
  2. Tagträume und Luftschlösser
    Bewusstes Tagträumen hilft uns dabei, Probleme zu bewältigen und schwierige Szenarien bereits vorab im Kopf durchzuspielen. Warum und wie das funktioniert, haben wir an dieser Stelle beschrieben.
  3. Den Blick schweifen lassen
    Lässt sich wunderbar mit Tagträumen verbinden – der Blick in die Ferne. Wer viel am Bildschirm arbeitet, sollte seinen Augen immer wieder mal eine Auszeit vom Screen gönnen. Dafür einen Punkt in der Ferne fixieren, das entspannt die Augen.
  4. 50/10-Methode
    Einfache Faustregel, um regelmäßige Pausen einzulegen: Nach 50 Minuten konzentrierter Arbeit zehn Minuten Pause machen. Wer die Zeit immer übersieht, stellt sich dafür am besten einen Timer.
  5. Kleine Spaziergänge
    Wenn nichts weitergeht, am besten selbst ein wenig gehen. Entweder einen richtigen Spaziergang einlegen oder eine Runde durchs Unternehmen drehen. Ein wenig Bewegung im Treppenhaus oder die Tasse Kaffee aus einem anderen Stockwerk holen – bereits kurze Fußwege helfen.
  6. Kritzeln und Schreiben
    Stift statt Tastatur: Ein wenig Schreiben mit der Hand oder sinnbefreites Kritzeln gönnt dem Gehirn eine Pause von Bildschirm und Tastatur. Kritzelblock deshalb immer bereithalten und in stressigen Zeiten ein wenig drauflosmalen.

Noch mehr Tipps für kurze Entspannungsübungen am Arbeitsplatz gibts von unserem Partner hokify:

Bildnachweis: Tanasan Sungkaew / Shutterstock

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Lass dich nicht runterziehen! Strategien für den Umgang mit negativen Mitmenschen

Umgang negative Mitmenschen

Eine positive Einstellung zu behalten, das ist manchmal schwierig genug. Negative Mitmenschen können die Sache zusätzlich erschweren – dann, wenn Negativität um sich greift und ansteckend wird. Mit diesen sechs Strategien lasst ihr euch nicht anstecken und helft anderen vielleicht auch noch aus ihrem Jammertal.

Jammern, Dampf ablassen und so auch Missstände aufzeigen – das gehört zum (Berufs)leben natürlich mit dazu. Problematisch wird es aber, wenn jemand den Ausstieg aus der Negativspirale nicht mehr schafft und sein Umfeld mit seinem Dauergejammere ansteckt. Diese permanente Negativität ist nicht nur ganz schön anstrengend, sondern schadet auch der Karriere – und nicht nur der des Jammernden. Das Verhalten kann auch die Zufriedenheit und die Karrieren seiner Mitmenschen beeinflussen – denn Negativität ist ansteckend.

6 Wege aus der Negativität

„Das Treffen war ganz schön anstrengend. Er/sie hat sich eine Stunde lang nur beklagt.“ Wenn dir das bekannt vorkommt, hast du die negativen Auswirkungen von latenter Nörglerei bereits einmal erlebt. Während Menschen mit einer positiven Lebenseinstellung das ausstrahlen, tun negative Personen das leider genauso. Wer sich über einen längeren Zeitraum in destruktivem Umfeld aufhält, muss schon viel Willenskraft aufbringen, um sich nicht irgendwann mitreißen zu lassen.

Wer nicht mitjammern möchte und keine Lust hat, als Endlager für den emotionalen Sondermüll anderer zu dienen, muss Dauernörglern den Wind aus den Segeln nehmen. Mit diesen Strategien kann das funktionieren:

#1 Die Flucht antreten

Auf Dauer nicht praktikabel, weil anstrengend, als Erste-Hilfe-Maßnahme aber durchaus brauchbar: Wenn losgejammert wird, das Weite suchen und die Situation so verlassen. Kurz in die Teeküche, an die frische Luft, zum Kaffeeautomaten oder ein Telefonat führen.

#2 Nicht mitreißen lassen

Die Distanz zu negativen Personen zu wahren, das ist oft nicht einfach. Vor allem dann, wenn man selbst von bestimmten Situationen betroffen und Mitnörgeln sehr verlockend ist. Mit Fragen wie „Das findest du doch auch, oder?“ sucht der Nörgler Verbündete, die sich mit in den Jammerkreis einreihen. Dagegen hilft nur: Nicht darauf einsteigen, nur vage antworten oder die Situation ganz verlassen.

#3 Nach Lösungen fragen

„Was wirst du jetzt dagegen tun?“ Eine kurze, offene Frage reicht oft aus, um dem jammernden Kollegen zu einer andere Sichtweise zu verhelfen. Jetzt schaltet er entweder in den Problemlösungsmodus um – oder auch nicht, weil es gar nicht um die Lösung eines Problems geht, sondern nur ums Jammern. In dem Fall hast du es immerhin versucht und kannst das Gespräch noch positiv beenden: „Lass mich einfach wissen, wenn du etwas benötigst – ich muss jetzt weitermachen“.

#4 Hilfe anbieten

Wer nur jammert um des Jammerns willen, wird damit wahrscheinlich gar nicht rechnen: Biete deine Hilfe an und frag aktiv nach, was du in dieser Situation tun kannst. Wer ein echtes Problem wälzt, wird sich über die Hilfestellung freuen. Vielleicht ist da aber auch nur viel heiße Luft – auf diesem Weg wirst du es herausfinden.

#5 Ablenkungsmanöver

Einen negativen Gesprächsverlauf musst du nicht auf dir sitzen lassen. Im Gespräch kannst du aktiv auf positive Gesprächsthemen umschwenken. Zuerst aktiv die Sorgen deines Gegenübers anhören und zur Kenntnis nehmen, dann auf etwas Erfreuliches umschwenken: Wochenendpläne, Hobbys, das schöne Wetter – auch Dauernörgler haben Dinge, über die sie sich freuen können. „Klingt so, als wäre dein Tag bisher wirklich schlecht gelaufen. Reden wir doch lieber über etwas anderes, um dich aufzumuntern. Was tut sich bei dir momentan noch so?“

#6 Klartext reden

Wenn alle subtilen Versuche scheitern, ist es vielleicht an der Zeit, Klartext zu reden und Betroffene direkt auf ihr Verhalten anzusprechen. Nicht allen Nörglern ist bewusst, wie sich ihr Verhalten auf ihr Umfeld auswirkt. Wer bereits längere Zeit in Negativität schwelgt, findet von selbst oft nur schwer aus dieser Situation wieder heraus.

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