Finanzen

20.02.2012 / 17:00 / APA/ag.

Eurogruppe ringt final um Griechenland-Rettung

Griechenland scheint vorläufig gerettet: Trotz letzter offener Fragen zeichnete sich am Montag zwischen der Regierung in Athen und ihren internationalen Geldgebern eine Einigung auf weitere Milliardenhilfen ab. "Ich denke schon, dass wir zu einer einvernehmlichen Lösung kommen", sagte der deutsche Finanzminister Schäuble vor Beginn der entscheidenden Beratungen mit seinen Kollegen in Brüssel.

Menschen in Griechenland sind unzufrieden

Foto: APA (epa)

Brüssel. Griechenland scheint vorläufig gerettet: Trotz letzter offener Fragen zeichnete sich am Montag zwischen der Regierung in Athen und ihren internationalen Geldgebern eine Einigung auf weitere Milliardenhilfen ab. "Ich denke schon, dass wir zu einer einvernehmlichen Lösung kommen", sagte der deutsche Finanzminister Schäuble vor Beginn der entscheidenden Beratungen mit seinen Kollegen in Brüssel.

Die privaten Gläubiger haben sich offenbar auf einen höheren Beitrag zur Griechenland-Rettung einzustellen. Das wurde am Nachmittag aus Äußerungen von Österreichs Finanzministerin Fekter deutlich. In diese Richtung äußerte sich auch Eurogruppen-Chef Juncker.

Griechenland hat laut Finanzminister Venizelos alle Bedingungen der Geldgeber für den Erhalt neuer Hilfen erfüllt. "Wir erwarten, dass nun eine lange Phase der Ungewissheit zu Ende geht", betonte der Minister in einer Erklärung, die am Montag vom Athener Finanzministerium veröffentlicht wurde. "Die Ungewissheit nutzte weder der griechischen Wirtschaft noch der Eurozone insgesamt."

Damit stehen die Chancen gut, dass bei dem Ministertreffen der Euro-Länder der Weg freigemacht wird für das zweite Hilfspaket über 130 Mrd. Euro. Das Programm umfasst 30 Mrd. Euro für Garantien, mit denen der bereits ausgehandelte Beitrag der privaten Gläubiger abgesichert werden sollen. Damit könnte Griechenland seinen privaten Geldgebern unmittelbar nach dem Beschluss der Euro-Finanzminister das Angebot unterbreiten, ihre alten Hellas-Anleihen in neue zu tauschen. Damit sollen sie auf 70 Prozent ihrer Forderungen verzichten. Allerdings wird sich erst nach einer zweiwöchigen Frist entscheiden, ob sich genug Anleihenhalter beteiligen. Jedenfalls wäre die Gefahr einer Zahlungsunfähigkeit von Griechenland im März mit dem Hilfspaket gebannt.


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